MTB-Youngster mit gutem Wochenende

Für die Zuschauer gehören die MTB-Rennen am Monte Tamaro oberhalb von Rivera TI zu den Saison-Highlights. Versammelt sich hier neben den Schweizer Bikeprofis stets auch ein Teil der Weltspitze. Die Startliste der Tamaro Trophy, das zweite Rennen des CIC Swiss Bike Cups 2024, glich deshalb derjenigen eines Weltcups.

  • Kilian Lengmüller fuhr am Monte Tamaro auf Platz 10. (Bild: zVg)

    Kilian Lengmüller fuhr am Monte Tamaro auf Platz 10. (Bild: zVg)

Zu den Favoriten bei den Männern gehörte Filippo Colombo, der in dieser Saison ungeschlagene Lokalmatador. Bei den Frauen waren gleich fünf der Top Ten der Weltrangliste gemeldet. Die Rennen am Monte Tamaro sind für viele Elitefahrer ein wichtiger Formcheck im Hinblick auf die anstehende Weltcup-Saison, die Mitte April in Mairipora (Brasilien) eröffnet wird. Für diese Standortbestimmung kann es kaum eine bessere Strecke geben als der technisch anspruchsvolle Cross-Country-Rundkurs der Tamaro Trophy, mit seinen vielen steilen Rock Garden.

Bei den jüngeren Kategorien starteten ­Kilian Lengmüller und Levin Streule vom Danis Biketeam/RMC Appenzell in den Kategorien U13, beziehungsweise U15 – auch hier mit einem internationalen Teilnehmerfeld mit Nachwuchsfahrern aus der Schweiz, Frankreich, Deutschland, Österreich, Italien und Dänemark. Bei den U23 Damen (Start mit den Elite Damen) ging Vera Schmid für Danis Biketeam/RMC Appenzell auf die steinige, technische Strecke, welche das Überholen nicht einfach machte.

Youngster überzeugen

Pünktlich zum Start von Kilian Lengmüller (U13) setzte der vorhergesagte Nieselregen ein. Das veränderte insbesondere die felsigen Passagen. Lengmüller konnte sich nach geglücktem Start in der ersten Runde auf Rang 7 positionieren. In der 2. Runde und nach dem Einstieg auf die Felsplatte rutschte der direkt vor ihm fahrende Teilnehmer weg und blockierte die Strecke für seine Mitstreiter. Lengmüller musste das Bike verlassen und über die Platte schieben. Einige Konkurrenten nutzten die Gunst der Stunde und konnten vorbeiziehen. Er fiel somit um einige Positionen zurück. Im weiteren Verlauf des Rennens konnte er die Führergruppe wieder einholen und beendete das Rennen schliesslich auf dem starken 10. Rang.

Nach der erreichten Rangierung in Gränichen startete Levin Streule (U15) auf Position 21. Insbesondere bei den technischen Passagen und den knackigen Aufstiegen kam er seinem persönlichen Ziel – in die Top Ten aufzuholen – immer näher. Der Brülisauer konnte das hohe Tempo bis zum Schluss halten und dieses Mal ging alles perfekt für ihn auf. «Die Strecke macht brutal Spass. Sie hat alles, was ein attraktives XCO-Rennen haben sollte. Dieser Kurs ist einer der besten der Saison», verrät Streule. Schliesslich wurde er für seinen Einsatz als Jahrgangsbester belohnt. Das sichert ihm auf der Zwischenrangliste den 11. Platz.

Schmids Pech mit dem «Platten»

Vera Schmid hatte dagegen kein Rennglück. Nach einem guten Start zwang sie ein platten Reifen über eine halbe Runde in die Technikzone zu Fuss zu gehen. Nach einem Radwechsel versuchte sie ihren Rhythmus wieder zu finden. Leider gelang ihr dies nicht und am Ende reichte es für Schmid nur für Platz 21 in der U23-Kategorie.

Die Fahrer sind heiss auf das nächste Wochenende und den Orbea Bike Cup in Arbon sowie auf die nächsten Wochen und die CIC Swiss Bike Cup Rennen im waadtländischen Echallens und Leysin, in Basel sowie in Lugano, bevor dann im Finalrennen in Crans Montana entschieden ist, wer den CIC Swiss Bike Cup Pokal 2024 nach Hause nehmen darf. Für die Fahrer/in aus Appenzell ist noch alles offen – eine Schlussrangierung in den Top Ten bleibt das grosse Ziel.

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  • (Bild: Archiv/a24)

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