Bösch verpasst Schlussgang knapp

Am heutigen Sonntag ging der Reigen der Frühjahrsfeste mit dem traditionsreichen Gibelschwinget ob Bonstetten weiter. Den rund 1'500 Zuschauerinnen und Zuschauern wurde wiederum attraktiver Schwingsport gezeigt, wobei auch die Appenzeller Schwinger für Aufsehen sorgen konnten.

  • Die erste Schlussgangqualifikation für Mario Bösch bei den Aktiven muss warten. (Archivbilder: Lorenz Reifler)

    Die erste Schlussgangqualifikation für Mario Bösch bei den Aktiven muss warten. (Archivbilder: Lorenz Reifler)

  • Patrick Schmid erreichte den vierte Schlussrang.

    Patrick Schmid erreichte den vierte Schlussrang.

Eine kleinere Delegation aus allen Appenzeller Schwingklubs reiste ebenfalls an das vom Schwinklub am Albis organisierte Frühjahrsschwinget. Der letztjährige Neukranzer vom Schwinklub Herisau, Mario Bösch, konnte seine weitere Entwicklung erneut an den Tag legen. Zum Auftakt blieb er im Kranzerduell gegen Roman Bucher siegreich und reihte auch seinen zweiten Gegner unter die Verlierer. Die anschliessende Niederlage gegen den Innerschweizer Marco Reichmuth brachte den jungen Appenzeller kaum aus der Ruhe, fand er doch im Anschluss gleich zwei weitere Male auf die Siegerstrasse zurück. Dies führte dazu, dass Bösch nach dem fünften Gang, zusammen mit den Eidgenossen Domenic Schneider und Joel Strebel sowie Marco Reichmuth hinter dem Leader Armon Orlik auf dem zweiten Zwischenrang klassiert war. Entsprechend wäre Bösch ein potenzieller Schlussgangkandidat gewesen, allerdings wurde er vom Einteilungsgericht nicht für die Endausmarchung berücksichtigt. Aufgrund der abschliessenden Niederlage wurde Bösch noch auf den fünften Schlussrang zurückgereicht. Dennoch darf diese Leistung als sehenswerter Erfolg in der noch jungen Karriere des angehenden Landwirtes angesehen werden.

Schmid auf dem vierten Rang

Ebenfalls mit vier Siegen trumpfte der Innerrhoder Patrick Schmid auf. Zudem hatte auch er, ähnlich wie Bösch, gegen Reichmuth das Nachsehen. Insgesamt zeigte Schmid aber eine starke Leistung, welche mit dem vierten Schlussrang belohnt wurde. Im Weiteren sicherten sich auch die beiden Herisauer Hansruedi Diem und Mathias Jäger sowie der Gaiser Timo Mösli die begehrte Auszeichnung. Diem gelang insbesondere im letzten Gang eine Überraschung, als er den Teilverbandskranzer und Gast aus der Nordwestschweiz, Dominic Strebel, zu besiegen vermochte.

Orlik bleibt unantastbar

Den Festsieg holte sich auch am Gibelschwinget der Bündner Armon Orlik. In den Duellen gegen die beiden weiteren Eidgenossen Schneider und Strebel behielt er ebenso die Oberhand, wie gegen alle anderen Gegner. Im Schlussgang stand ihm Marco Reichmuth gegenüber, welchem der Vorzug aus dem zweitrangierten Quartett nach fünf Gängen gegeben wurde. Nach gut vier Minuten entschied Orlik mittels innerem Haken auch den Schlussgang für sich. Nach seinem Sieg am Rheintal-Oberländischen Verbandsschwinget triumphierte der Bündner nun bereits das zweite Mal in der noch jungen Freiluftsaison. Entsprechend darf man gespannt auf den Beginn der Kranzfeste sein, wobei Orlik auch in dieser Saison wohl stets zu den Sieganwärtern gehören wird.

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