Freiwillige begleiteten letztes Jahr zehn Personen

Kürzlich hat die 13. Hauptversammlung des Vereins Hospiz-Dienst Appenzell stattgefunden. Freiwillige des Hospiz-Dienstes Appenzell begleiten schwer kranke und sterbende Menschen. Die Begleitung erfolgt zu Hause, in Alters- und Pflegeheimen oder im Gesundheitszentrum. Zum Einsatzgebiet gehören Appenzell Innerrhoden (Inneres Land) sowie die Gemeinden Bühler und Gais.

  • Bernadette Vinzent, Präsidentin des Vereins Hospiz-Dienst Appenzell, bedankt sich beim Psychiater Milan Kalabic, der im Anschluss an die HV ein interessantes Referat hielt. (Bild: Vreni Peterer)

    Bernadette Vinzent, Präsidentin des Vereins Hospiz-Dienst Appenzell, bedankt sich beim Psychiater Milan Kalabic, der im Anschluss an die HV ein interessantes Referat hielt. (Bild: Vreni Peterer)

Im letzten Jahr standen die 22 Freiwilligen des Hospiz-Dienstes Appenzell 61 Mal im Einsatz, insgesamt waren es 245 Stunden. Sie durften zehn Personen begleiten, acht in verschiedenen Heimen und zwei in der Kurz- und Übergangspflege (KÜP) im Kantonalen Gesundheitszentrum Appenzell.

Flexibilität verdankt

Vereinspräsidentin Bernadette Vinzent bedankte sich an der Hauptversammlung bei den Freiwilligen für ihre Bereitschaft, bei Bedarf spontan und unkompliziert einzuspringen. Sie schätze das umso mehr, da es oft wochenlang keine Einsätze gebe, dann aber ein paar Tage hintereinander wieder sehr viele. Stellenleiterin Caroline Hörler, welche die Einsätze koordiniert, erwähnte die grosse Flexibilität der ehrenamtlich tätigen Begleiterinnen und Begleiter. Einen speziellen Dank richtete sie an ihre Stellvertreterin Luzia Meister.

Weiterbildungen

Auch im vergangenen Jahr fanden Anlässe und Weiterbildungen für die Freiwilligen statt. So referierte Ruth Monstein im Rahmen der Vortragsreihe «Brennpunkt Leben» zum Thema «Achtsamkeit in Extremsituationen» und eine Delegation besuchte den Palliativtag in Flums. Ein Abend widmete sich dem Thema «Spirituelle Hilfe am Krankenbett». Dazu wurde Sepp Koller eingeladen. Er ist katholischer Seelsorger am Kantonsspital St.Gallen.

Der Verein war im vergangenen Jahr sechs Mal mit einem Stand am Flohmarkt rund um den Postplatz in Appenzell vertreten. «Sie bieten einen guten Rahmen, um der Bevölkerung den Hospiz-Dienst vorzustellen», so Bernadette Vinzent.

Einsätze sind unentgeltlich

Der für die Finanzen zuständige Bruno Koster präsentierte die Jahresrechnung mit einem Ertragsüberschuss. Zum positiven Abschluss trugen die 66 zahlenden Vereinsmitglieder, Spenden sowie der Ertrag aus den Flohmärkten bei. Weitere Einnahmen werden mit den beiden Hospiz-Trauerkarten generiert, die an verschiedenen Orten gratis, jedoch versehen mit einem Einzahlungsschein für freiwillige Spenden aufgelegt sind. Der Verein verfügt finanziell über ein gutes Polster, sodass er für die Zukunft gut gewappnet ist. Die Einsätze können nach wie vor unentgeltlich geleistet werden.

Neues Revisorenteam

Auf diese 13. Hauptversammlung hin hatten die beiden Revisorinnen Franziska Dörig und Sabrina Tomma ihren Rücktritt eingereicht. Seit der Vereinsgründung hatten sie das Amt inne, wofür ihnen ein grosser Dank mit Blumen ausgesprochen wurde. Lydia Sutter-Signer und Hans Fuchs (beide aus Gonten) stellten sich als neue Revisoren zur Verfügung. Beide wurden einstimmig gewählt.
Die Höhe der Mitgliederbeiträge wurde beibehalten: für Einzelmitglieder 30 Franken, Partnermitglieder 50 Franken und Unternehmen 100 Franken.

An der letztjährigen Hauptversammlung hatte es eine Wortmeldung gegeben, die anregte, die Vorstandsmitglieder für ihr grosses Engagement finanziell zu entschädigen. Vereinspräsidentin Bernadette Vinzent informierte, dass sich der Vorstand an einer Sitzung über diesen Vorschlag Gedanken gemacht habe. «Die jetzigen Mitglieder möchten allerdings keine finanzielle Entschädigung für ihre Dienste», teilte die Präsidentin den Anwesenden mit.

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