Standeskommissionsbeschluss über den Herdenschutz

Die Standeskommission hat gestützt auf die von der Landsgemeinde 2024 angenommene Revision des Landwirtschaftsgesetzes die kantonalen Massnahmen zum Schutz der Nutztierherden im Berggebiet vor Grossraubtieren festgelegt.

  • (Symbolbild: Fotolia)

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Mit der Rückkehr der Wölfe sind die Nutztiere im Berggebiet mit traditioneller Weidehaltung und Sömmerung zunehmend gefährdet. Die von der Landsgemeinde am 28. April 2024 angenommene Ergänzung des Landwirtschaftsgesetzes bildet die Grundlage, dass der Kanton in Ergänzung zu den Herdenschutzmassnahmen des Bundes zusätzliche kantonale Massnahmen zum Schutz der Nutztiere ergreifen und finanziell unterstützen kann. Wie die Standeskommission mitteilt, hat sie nun im Standeskommissionsbeschluss über den kantonalen Herdenschutz (StKB Herdenschutz, GS 910.212) die kantonalen Massnahmen für den Herdenschutz konkretisiert.

Der Standeskommissionsbeschluss sieht mehrere Massnahmen vor, mit denen der Herdenschutz im Kanton in Ergänzung zur Bundesregelung gefördert werden kann. Die nächtliche und sichere Unterbringung von Ziegen auf den Sömmerungsbetrieben in einer umzäunten Weide oder in einer Stallung sei eine wichtige Massnahme, die mit Beiträgen des Kantons unterstützt wird. Als zweite Kategorie kann der Einsatz von technischen Hilfsmitteln wie zum Beispiel Blinklampen oder akustischen Verscheuchungsgeräten, welche aktuell nicht mit Bundesgeldern gefördert werden können, mit kantonalen Beiträgen unterstützt werden. Im Weiteren hat die Standeskommission auch eine Regelung getroffen, dass der Kanton das Halten von kantonal anerkannten Herdenschutzhunden finanziell unterstützen kann.

Die Erläuterungen zu den einzelnen Bestimmungen des neuen Beschlusses sind im Merkblatt «Förderung von Herdenschutzmassnahmen» online abrufbar unter www.ai.ch/herdenschutz.

Der Standeskommissionsbeschluss ist am 15. Mai 2024 in Kraft getreten, wie aus der Mitteilung hervorgeht.

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