«Durch das Band des Friedens»

Die Glocken der evangelisch-reformierten Kirche Appenzell kündigten am Freitagnachmittag den feierlichen Weltgebetstag-Gottesdienst an.

  • Unter der Leitung von Marianne Jordi (rechts) hatte die ökumenische Frauengruppe auch den diesjährigen Weltgebetstag mit grosser Hingabe vorbereitet.  (Bilder: Angela Haldimann)

    Unter der Leitung von Marianne Jordi (rechts) hatte die ökumenische Frauengruppe auch den diesjährigen Weltgebetstag mit grosser Hingabe vorbereitet. (Bilder: Angela Haldimann)

  • Der Gottesdienst in der ev.-ref. Kirche Appenzell war sehr gut besucht.

    Der Gottesdienst in der ev.-ref. Kirche Appenzell war sehr gut besucht.

  • Drei Frauen knien unter einem alten, knorrigen Olivenbaum. Einige der heutigen Olivenbäume in Palästina standen schon zur Zeit Jesu dort.

    Drei Frauen knien unter einem alten, knorrigen Olivenbaum. Einige der heutigen Olivenbäume in Palästina standen schon zur Zeit Jesu dort.

In der gut besetzten Kirche präsentierte die ökumenische Frauengruppe unter der Leitung von Marianne Jordi die diesjährige Liturgie. Palästinensische Frauen verschiedener christlichen Konfessionen hatten diese in der Zeit von 2020-2022 vorbereitet.

Herausforderung der besonderen Art

Seit dem Überfall der palästinensischen Hamas auf die israelischen Bevölkerung wird jedes Wort über Palästina kritisch beurteilt. Kein Wunder also, sah sich der diesjährigen Weltgebetstag mit einer Herausforderung der besonderen Art konfrontiert. Denn gerade die Zivilbevölkerung – darunter die Verfasserinnen der Liturgie – haben mit dem schrecklichen Ereignis nichts zu tun. Im Gegenteil: Ihr Leben ist dadurch noch viel schwieriger geworden. Der Gottesdienst rief die Besucher dazu auf, sich in Liebe zu ertragen, trotz aller Schwierigkeiten und Unterdrückung. Selbsterklärend auch das diesjährige Motto «Durch das Band des Friedens»: Die Gottesdienstbesucherinnen und Besucher wurden eingeladen, einander Frieden zu wünschen, indem sie sich gegenseitig ein Armband in den Farben der palästinensischen Flagge am Handgelenk befestigten.

Für Gerechtigkeit und Frieden

Der Weltgebetstag ist ein ökumenischer Gottesdienst, der jedes Jahr am ersten Freitag im März von Frauen aus verschiedenen Ländern vorbereitet wird. In diesem Gottesdienst wird für ein bestimmtes Land gebetet, und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfahren mehr über die Lebenssituation der Menschen in diesem Land. Der Gottesdienst soll dazu beitragen, dass Menschen unterschiedlicher Kulturen und Religionen zusammenkommen und sich für Gerechtigkeit und Frieden auf der Welt einsetzen. Es ist eine wunderbare Gelegenheit, die Vielfalt und Einheit der Weltgemeinschaft zu feiern.

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  • Symbolbild: bigstock

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