Chälbli tränken und Setzlinge einpflanzen

An den letzten beiden Wochenenden hat die Famidea (Familien, Ideen und Appenzell) zwei spannende Anlässe durchgeführt. Beide Ausflüge boten den Kindern eine tolle Möglichkeit, die Natur zu erleben und viel über die Umwelt zu lernen.

  • Die vielen herzigen Tiere auf dem Hof von Emil und Daniel Dobler zogen die Mädchen und Buben in ihren Bann. (Bilder: zVg)

    Die vielen herzigen Tiere auf dem Hof von Emil und Daniel Dobler zogen die Mädchen und Buben in ihren Bann. (Bilder: zVg)

  • Edith Zuberbühler wusste den Kindern Erstaunliches über den Garten zu berichten.

    Edith Zuberbühler wusste den Kindern Erstaunliches über den Garten zu berichten.

Ende April fand der stets beliebte Bauernhofbesuch der Famidea statt. Die Vorfreude war riesig. Rund 40 Kinder und Erwachsene besuchten Emil und Daniel Dobler auf ihrem Hof im Befig. Die Gruppe wurde sehr herzlich empfangen und durfte sich «wie deheem» fühlen. Die Kinder erkundeten den Stall, fütterten Schweine, durften auf einem der Pferde reiten, beim Chälblitränken zusehen, das erst drei Tage junge Lämmchen streicheln und sogar von der frischen, noch warmen Kuhmilch kosten. Sie waren voller Neugier und hatten eine Menge Fragen im Gepäck. Emil und Daniel Dobler nahmen sich geduldig Zeit, alle Fragen zu beantworten. Sie erklärten den interessierten Kindern mit Begeisterung die Welt des Bauernhofs. So wurde einiges gelernt; etwa warum die Hühner ihren Schlafplatz so hoch oben suchen, weshalb Schweine sich gerne im Schlamm suhlen oder wie Schafe sich verhalten, wenn sie lämmern. Weitere Highlights waren die Säulidusche und das Klettern und Toben auf den vielen Heu- und Strohballen. Am Abend sind bestimmt alle müde und überglücklich ins Bett gefallen. Die Famidea bedankt sich herzlich bei Emil und Daniel Dobler für die Gastfreundschaft und dieses für die Kinder unvergessliche Erlebnis.

Vergangenen Samstag ging es dann bereits weiter mit dem nächsten Abenteuer. Neun Kinder und drei Erwachsene machten sich gespannt auf den Weg nach Urnäsch, wo sie Edith Zuberbühler und ihre Familie in ihrem Gartenparadies besuchten. Sie hatten Wetterglück; bei strahlendem Sonnenschein erkundeten die Kinder den grossen Garten – und da gab es wahrlich vieles zu entdecken. Mit Witz und Charme erklärte Edith Zuberbühler, was es für einen gut funktionierenden Garten braucht, welche verschiedenen Pflanzen in ihrem Garten gedeihen, wie diese sich gegenseitig ergänzen und wie man sie pflegt. Die Nachwuchsgärtnerinnen und -gärtner staunten nicht schlecht, als sie erfuhren, dass in einem «Hämpfeli» Komposterde so viele Organismen leben wie Menschen auf der Erde, oder dass es schätzungsweise fast so viele Tomatensorten gibt, wie der Kanton Appenzell Innerrhoden Einwohner zählt.

Auch die Welt der Kräuter hat die Mädchen und Buben sehr fasziniert. Für den «Znüni» und auch als kleines Mitbringsel für die Familie zu Hause stellten die Kinder zusammen mit Edith Zuberbühler ihre eigene Tomatenkräuterbutter her. Gestärkt und gut gelaunt durften sie sich schliesslich aus rund 40 verschiedenen Tomatensorten ihren Favoriten auswählen, um ihn zu Hause einzupflanzen. Diese Tomätli werden bestimmt ganz besonders gut schmecken.

Die Famidea bedankt sich herzlich bei Edith Zuberbühler für den spannenden Vormittag und die Einblicke.

14

Weitere Artikel

  • Modell der geplanten neuen Sporthalle Gerbe. (Bild: Archiv appenzell24.ch)

Schreibe einen Kommentar