Zwei neue Vorstandsmitglieder gewählt

An der gut besuchten Mitgliederversammlung im Alters- und Pflegezentrum Appenzell ist ein Investitionsantrag genehmigt und zwei neue Vorstandsmitglieder sind gewählt worden. Ausserdem wurde darüber informiert, dass die Spitex Ende August 2024 die Räumlichkeiten in der neuen Migros beziehen wird.

  • Spitex-Vereinspräsidentin Cornelia Hunziker (Mitte) verabschiedet die zurückgetretenen Vorstandsmitglieder Daniela Inauen und Kathrin Rechsteiner (links). Neu in den Vorstand gewählt wurden Maria Eugster-Breitenmoser und Judith Wittwer-Koller (rechts). (Bild: Vreni Peterer)

    Spitex-Vereinspräsidentin Cornelia Hunziker (Mitte) verabschiedet die zurückgetretenen Vorstandsmitglieder Daniela Inauen und Kathrin Rechsteiner (links). Neu in den Vorstand gewählt wurden Maria Eugster-Breitenmoser und Judith Wittwer-Koller (rechts). (Bild: Vreni Peterer)

«Gemeinsam füreinander – auch in Zukunft», mit diesen Worten eröffnete die vor einem Jahr neu gewählte Präsidentin Cornelia Hunziker die Mitgliederversammlung. 2023 sei für den Spitex-Verein Appenzell Innerrhoden ein Jahr der Veränderung und der Herausforderung gewesen. «Zusammen mit dem Vorstand, der Geschäftsleiterin und dem gesamten Spitex-Team haben wir Neues gewagt, die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft gestellt und Bewährtes gestärkt», so Hunziker.

Ende August wird gezügelt

Ihre ersten Amtshandlungen als Vereinspräsidentin waren die Mietverhandlungen mit der Migros-Genossenschaft und die Unterzeichnung der Verträge für den neuen Standort ab Herbst 2024. «Ein für uns bedeutender und wegweisender Schritt, um auch in Zukunft den Bedürfnissen und Herausforderungen gewachsen zu sein», betonte Cornelia Hunziker. Der neue zentrale und optimal gelegene Standort werde es der Spitex ermöglichen, ihre Dienstleistungen effizienter zu erbringen und noch näher an den Menschen zu sein, welche Unterstützung benötigen. Gezügelt wird Ende August, der Betrieb wird am 1. September in den neuen Räumlichkeiten aufgenommen. Mitte September wird ein Tag der offenen Tür stattfinden.

Es bleibt herausfordernd

«Sie als Mitglied unseres Vereins Spitex Appenzell Innerrhoden sind für uns ein zentraler Bestandteil in der Sicherstellung einer nachhaltig erfolgreichen Zukunft», sagte die Präsidentin. Die Spitex sei ein nicht wegzudenkender Pfeiler des Gesundheitswesens und stehe nicht nur für medizinische Versorgung und Pflege zu Hause, sondern auch für menschliche Fürsorge.

Im Gesundheitswesen bleibe es weiterhin spannend und herausfordernd – sei es bei der Umsetzung der Pflegeinitiative oder im Umgang mit Themen wie der Anstellung von pflegenden Angehörigen, der Entwicklung weiterer Dienstleistungen etc. Dank eines sehr engagierten und kompetenten Teams rund um die Geschäftsleiterin Susanne Tidbury und der Unterstützung ihrer Vorstandskollegen sei sie sehr zuversichtlich, dass die Spitex Appenzell Innerrhoden diesen Herausforderungen gewachsen ist.

Ausgewogenes 2023

Die Spitex Appenzell Innerrhoden leistete im letzten Jahr fast 40’000 Einsätze bei 344 Klienten. Geschäftsleiterin Susanne Tidbury bezeichnete das Jahr 2023 als «ausgewogen». Die Nachfrage habe sich mit dem stabilen Personalbestand bewältigen lassen, die Ausfälle wegen Krankheit und Unfalls seien erneut unterdurchschnittlich gewesen, der Betrieb habe sich fachlich und organisatorisch weiterentwickeln können. Die Spitex Appenzell Innerrhoden bewegt sich mit 28’177 verrechneten Stunden auf einem weiterhin hohen Niveau, dies trotz einer minimalen Abnahme der Leistungen von 0,2 Prozent. «Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben im Jahr 2023 in einem sehr anspruchsvollen Umfeld 69’768 Arbeitsstunden geleistet», führte die Geschäftsleiterin aus.

Die Mütter- und Väterberatung ist ein fester Bestandteil der Spitex Appenzell Innerrhoden. Hier werden auch die Beratungen durchgeführt. Zudem nutzt die Lungenliga St. Gallen-Appenzell das Spitex-Zentrum für ihre Patientenschulungen. Aus organisatorischen und zeitlichen Gründen hatte der Spitex-Vereinsvorstand Anfang 2023 beschlossen, die Dienstleistung der Rotkreuz-Fahrdienstvermittlung aufzugeben.  Seither vermittelt das Betreuungsteam der Siedlung Wohnen im Park die Fahrten.

Klienten sind zufrieden

Nach vier Jahren führte die Spitex Appenzell Innerrhoden erneut eine Klienten- und Mitarbeiterbefragung in Zusammenarbeit mit der «derwort-consulting AG» durch. Aus der Kundenbefragung resultierte eine Gesamtzufriedenheit von 92,2 Prozent. «Dieses Ergebnis bestätigt uns in unserem Tun und motiviert zugleich, weitere Massnahmen zur Prozess- und Qualitätsverbesserung umzusetzen», führte Susanne Tidbury aus. Als Beispiele nannte sie eine verbesserte Information zur Finanzierung der Spitex-Leistungen bei neuen Klienten oder die Erarbeitung von einheitlichen Kriterien zur Einsatzplanung. Das Ergebnis der Mitarbeiterbefragung mit einer Gesamtzufriedenheit von rund 91 Prozent zeige, dass die Spitex Appenzell Innerrhoden eine attraktive Arbeitgeberin sei.

Kleiner Verlust

Finanziell konnte die Spitex Appenzell Innerrhoden nicht an das überdurchschnittlich gute Ergebnis vom Vorjahr anknüpfen. Die Erfolgsrechnung weist einen Jahresverlust von 3987.91 Franken aus. Beim Gesamtaufwand schlage der Personalaufwand mit einem Anteil von 90,3 Prozent (Vorjahr 89,8 Prozent) am meisten ins Gewicht, erklärte Kassier Matthias Frei. Aufgrund von Investitionen im IT-Bereich, dem Ersatz eines Flottenfahrzeugs und eines E-Bikes sowie den ersten Zahlungen für den Ausbau des neuen Standortes haben die Abschreibungen um 23 Prozent zugenommen.

Ertragsseitig konnte der eigenwirtschaftliche Erfolg aus den Einnahmen von Pflege- und Betreuungsleistungen um 5 Prozent erhöht werden. Die Beiträge der öffentlichen Hand haben sich aufgrund der etwa gleichen Nachfrage nicht verändert.

Eine öffentliche Kampagne zur Gewinnung von Neumitgliedern habe gewirkt: «Wir freuen uns über die zehnprozentige Zunahme bei den Mitgliederbeiträgen», sagte Matthias Frei.

Ja zum Investitionskredit

Ohne Gegenstimme hiessen die Stimmberechtigten an der Mitgliederversammlung einen finanziellen Antrag des Vorstandes gut. Es ging um einen Betrag in der Höhe von 266’500 Franken für weitere Investitionen (zum Beispiel die Ersatzbeschaffung von Dienstkleidern oder Mobiliar) im Zusammenhang mit dem neuen Standort.

Zwei Rücktritte

Auf die Hauptversammlung 2024 wurden zwei Rücktritte aus dem Vorstand eingereicht. Nach jeweils fünf Jahren engagierter Vorstandstätigkeit werden sich Kathrin Rechsteiner und Daniela Inauen neuen Herzensprojekten widmen. Zur Neuwahl vorgeschlagen wurden Judith Wittwer-Koller und Maria Eugster-Breitenmoser. Die beiden fachlich und kompetent ausgewiesenen Frauen wurden einstimmig gewählt und mit Applaus und Blumen im Vorstand willkommen geheissen.

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