Altes Reservoir genügt nicht mehr

In Urnäsch ist Ende März mit dem Bau des neuen Trinkwasserreservoirs Büel oberhalb des Gebiets Oberes Moos begonnen worden. Das neue Reservoir wird nordöstlich des bestehenden Reservoirs erstellt. Durch den Neubau wird die Versorgungssicherheit der Gemeinden im Appenzeller Hinterland massiv erhöht. Nach der Inbetriebnahme wird das alte Reservoir zurückgebaut.

  • Zwischen Oberem Moos und der Schönaustrasse entsteht das neue Trinkwasserreservoir Büel. (Bild: zVg)

    Zwischen Oberem Moos und der Schönaustrasse entsteht das neue Trinkwasserreservoir Büel. (Bild: zVg)

Das Reservoir Büel nimmt im Wasserverbund Hinterland eine zentrale Funktion für die Hydrantenkorporation Urnäsch und die Wasserversorgungskorporation Hinterland (WKH) ein. Es wird als Wasserspeicher und zur Druckgebung betrieben. Zudem versorgt es über ein Pumpwerk die höher gelegene Druckzone Osterbüel.

Eine weitere wichtige Aufgabe ist die Zwischenspeicherung für den Wassertransit zwischen den Grundwasserpumpwerken in Urnäsch und dem Transportnetz der Wasserkorporation Hinterland. Gespiesen wird das Trinkwasserreservoir von fünf Grundwasserbrunnen und von den Quellen Tüfenberg, via Reservoir Schlatt.

Das bestehende Reservoir Büel wurde vor rund 80 Jahren mit einem Fassungsvermögen von 300 Kubikmeter Trinkwasser erbaut. Der Neubau ist nötig geworden, weil das alte Reservoir in mehreren Belangen den Anforderungen nicht mehr genügt und die Kapazität nicht mehr ausreicht.

An der Hauptversammlung der Hydrantenkorporation Urnäsch 2023 wurde das Bauprojekt inklusive Kostenvoranschlag von 2,4 Millionen Franken genehmigt. In der Folge wurde die Baubewilligung erteilt und die Hydrantenkorporation Urnäsch hat mit den betroffenen Grundeigentümern die Baurechtsverträge angepasst. Das neue Reservoir soll einen Tagesverbrauch der Dorfzone Urnäsch speichern können, die Anforderungen der Ausser-rhoder Assekuranz für den Brandfall abdecken und die Transportreserve für die Wasserkorporation Hinterland sicherstellen. Die neue Speicherkapazität beträgt total 1300 Kubikmeter Wasser, aufgeteilt in zwei Wasserkammern mit 1000 und 300 Kubikmetern. Das neue Reservoir wird nach der Fertigstellung grösstenteils wieder mit Erde überdeckt.

Die Inbetriebnahme ist im Herbst 2024 geplant. Anschliessend wird das bestehende, in die Jahre gekommene Reservoir zurückgebaut und das Gelände rekultiviert. Die Dimensionen und Emissionen beim Bau des neuen Trinkwasserreservoirs sind beachtlich. Dies betrifft den temporären Eingriff in die Landschaft, das Aushubvolumen, den Rohbau aber auch die schwierige Baustellenzufahrt ab der Schönaustrasse.

Die Hydrantenkorporation Urnäsch dankt den Grundeigentümern, dem Landpächter und den Anwohnern für das Verständnis während der Bauarbeiten für das neue Trinkwasserreservoir.

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