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Das Sportzentrum will mit dem «Bistro Overtime» zum Treffpunkt werden

Seit dem 1. Oktober ist das Restaurant im Sportzentrum wieder an sieben Tagen pro Woche geöffnet. Das «Bistro Overtime» soll zum Treffpunkt für Sportlerinnen und Sportler, Menschen aus dem Quartier und lokale Betriebe werden.

  • Das «Bistro Overtime» hat täglich geöffnet und bietet gutbürgerliches Essen.

    Das «Bistro Overtime» hat täglich geöffnet und bietet gutbürgerliches Essen.

Das Restaurant im Sportzentrum hat eine lange Geschichte. Viele Jahre sass man nach dem Training zusammen, hat auf Siege angestossen und über Niederlagen gebrütet. An den Tischen wurde gejasst, geplaudert und gegessen – nicht selten bis tief in die Abende hinein. «In den früheren Jahren wurde das Bistro jeweils verpachtet», erklärt Markus Rosenberger, Abteilungsleiter Sport. «Damit sind beide Seiten aber nie richtig glücklich geworden. Aus diesem Grund hat man sich entschieden, die Sache selbst in die Hand zu nehmen.» Seit Anfang 2022 befand sich das Bistro in einer Testphase, wobei die Gerichte von der «Stiftung Leben im Alter» angeliefert wurden. «Die Ergebnisse und Rückmeldungen waren erfreulich, deshalb haben wir per 1. Oktober das Bistro Overtime wieder täglich geöffnet. Allerdings haben wir entschieden, die Küche selbst zu betreiben. Das vereinfacht die Abläufe, weil wir die Auslastung unserer Angebote kennen und das Küchenpersonal flexibel aufbieten können.»

Ein Treffpunkt im Quartier
Seit dem 1. Oktober hat das «Bistro Overtime» jeden Tag zwischen 9 und 17 Uhr geöffnet. Auf der Speisekarte stehen Klassiker wie Schnitzel mit Pommes, Wienerli mit Brot oder Spaghetti Bolognese.
Dazu kommt ein täglich wechselndes Mittagmenü. «Da kann es auch einmal Capuns, Riz Casimir oder Siedwürste geben», so Rosenberger. «Wir wollen kein ‘Schickimicki’, sondern gutbürgerliche Küche, die schmeckt und satt macht.» In den kommenden Monaten sollen die Öffnungszeiten und das Personal weiter ausgebaut werden. Ziel sei es, dass die Gäste auch nach einem Abendkurs gemeinsam etwas essen oder trinken können. «Derzeit suchen wir weitere Mitarbeitende im Stundenlohn für Abend-oder Wochenenddienste. Dabei legen wir Wert darauf, gute Gastgeber einzustellen.»

Markus Rosenberger spürt ein starkes Bedürfnis nach einem kulinarischen Angebot im Sportzentrum – und das nicht nur von den Sportlerinnen und Sportlern. «Früher war das Sportzi ein Treffpunkt für das ganze Quartier. Heute gibt es kaum noch Restaurants in der Gegend. Wir wollen mit dem Bistro eine Alternative bieten. Die Menschen sollen nach einem Spaziergang ein Stück Kuchen essen, einen Kaffee trinken und plaudern können.» Auch die ansässigen Betriebe möchte das Sportzentrum wieder vermehrt
ansprechen. «Viele Mitarbeitende stammen von ausserhalb und müssen sich am Mittag irgendwo verpflegen. Wir wollen aktiv auf sie zugehen und auf uns aufmerksam machen.»

Geburtstage und Firmenanlässe
In einem nächsten Schritt gelte es, der Bevölkerung wieder bewusst zu machen, dass es im Sportzentrum ein Restaurant gebe. «In den letzten Jahren gab es verschiedene Pächter, zwischendurch war das Bistro geschlossen», sagt Rosenberger. «Jetzt wollen wir unser Angebot im Bewusstsein der Menschen verankern. Eltern können sich im Bistro austauschen, während die Kinder im Training sind, Betriebe können Events samt Verköstigung buchen, und Vereine haben wieder einen Stammtisch.» Um die Bekanntheit zu steigern, seien im kommenden Jahr unterschiedliche Aktionen geplant. Gerade Kindergeburtstage oder Firmenanlässe sollen in Zukunft vermehrt im Sportzentrum stattfinden. «Familien und Betriebe müssen sich um nichts kümmern. Wir organisieren den Event, stellen das Material zur Verfügung – und komplettieren das Angebot dank unserer Gastronomie.»

Von diesem neuen Geschäftsbereich erhofft sich das Sportzentrum eine stärkere Bindung zu den Gästen. «Wir rücken mit diesem Angebot näher an die Bedürfnisse der Menschen, die nach dem Besuch im Schwimmbad, einem Aufenthalt in der Sauna oder dem kräftezehrenden Training gerne eine kleine Stärkung wollen.» Früher hätten sie dafür weiter ins Dorf oder nach Hause gehen müssen. «Nun bieten wir alles unter einem Dach», sagt Markus Rosenberger. «Wir wollen ein Treffpunkt im Dorf sein, an dem man verweilen möchte.»

Eine Publikation der Gemeinde Herisau.

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  • (Symbolbild: fotolia)

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