Mit dem Wind gekämpft

Rheineck und Heiden haben sich am Samstag, 27. April, einen Abnützungskampf geliefert – mit dem jeweiligen Kontrahenten, aber auch mit den oft unberechenbaren Windböen.

  • Heidens Eyiden (links) und FCR-Captain Müller lieferten sich ein Duell - mit besserem Ausgang für den Rheinecker. (Bild: zVg)

    Heidens Eyiden (links) und FCR-Captain Müller lieferten sich ein Duell - mit besserem Ausgang für den Rheinecker. (Bild: zVg)

Das Duell der beiden Fanionteams von Rheineck und Speicher bot im Vorfeld einiges an Spannung. Auf der einen Seite standen die wiedererstarkten Hausherren, ihnen gegenüber fand sich ein FC Heiden, der mit dem letzten Aufgebot und gerade einmal zwei Auswechselspielern auf der Stapfenwis antrat. Doch auch Rheineck-Trainer Elia Marino hatte nur zwei Spieler in der Hinterhand. Die fehlende Substanz war somit auf beiden Seiten etwas, womit sich die Teams zu arrangieren hatten. Gleiches gilt für das Wetter, welches an diesem Nachmittag mit starken Windböen mehrere Male das Geschehen auf dem Platz beeinflusste – aber der Reihe nach.

Tore Früh, Siegsicherung spät

Ebenjener Wind begünstige die Führung der Hausherren, deren Eckball nach knapp 2 Minuten lang und länger wurde und von Reichs Brust unglücklich den Weg zum 1:0 ins Tor fand. In Windrichtung spielend, vergab Spahiu (4.) das sichere zweite Tor, ehe Kisters nur 1 Minute später auf der Gegenseite egalisieren konnte. Der frühere Rheinecker wurde dabei ideal von Müller lanciert. Auffällig war, dass beide Mannschaften sehr fehleranfällig agierten und ihrem Gegenüber dadurch Möglichkeiten zugestanden. Eine davon wusste Ibrahimi in der 11. Minute zu nutzen – nach einem Abstimmungsfehler in Heidens Defensive knallte er den Ball aus 25 Metern herrlich zur neuerlichen Führung in das Tor Tschernes.

Das Spiel nahm nun Fahrt auf – nach einigen Halbchancen war es schliesslich Braunwalder, der nach 25 Zeigerumdrehungen erneut ausgleichen konnte. Seinem Treffer ging eine schöne Einzelaktion Sumajs mit anschliessender Parade von Rheineck-Goalie Hüttenmoser voraus. Den Ball musste Braunwalder letztlich nur noch über die Linie drücken. Selbiges mussten Shabani (32.) und Spahiu (37.) vor dem Pausentee. Während der dritten Rheinecker Führung eine abseitsverdächtige Position vorausging, so war der vierte Treffer der Städtli-Elf schlicht wunderbar über die Seite herausgespielt.

Und der Wind? Dieser meldete sich erst im zweiten Durchgang wieder, der ähnlich zu beginnen schien, letztlich aber ereignisärmer ausfiel. Zwar gelang Müller mit etwas Mithilfe der Windböe der Anschlusstreffer mittels direkt verwandelten Eckballs, in der Folgezeit duellierten sich die Teams aber zu weiten Teilen in der Platzmitte und im Abwehrzentrum. Es waren die Gäste, die phasenweise offensiv präsenter zu agieren wussten, in den Schlussminuten vergaben die Rheinecker Spahiu und Imeri jedoch nochmals aus bester Position. Dass sich dies nicht rächte, dafür durften sich die Rheinecker bei ihrem Schlussmann bedanken. Nach einem listigen Lob von Kisters klärte FCR-Hüter Hüttenmoser zu Beginn der Nachspielzeit mirakulös – es war die Siegessicherung für den FC Rheineck.

FC Rheineck – FC Heiden 4:3 (4:2)
4. Liga, Gruppe 3 – Sportplatz Stapfenwis, Rheineck
Tore: 1:0 Reich (Eigentor), 5. 1:1 Kisters, 11. 2:1 Ibrahimi, 25. 2:2 Braunwalder, 33. 3:2 Shabani, 37. 4:2 Imeri, 51. Müller 4:3
Rheineck: Hüttenmoser; Müller, Wetter, Aliji, Bosshart; Kevély, Frano, Ibrahimi, Imeri; Spahiu, S. Shabani (eingewechselt: Sahin, D. Spahiu)
Heiden: Tscherne; Wohnlich, Boller, Fessler, Bechtiger; A. Müller, Häfliger; Kisters, Braunwalder, Reich; Sumaj (eingewechselt: Zillig, Eyiden)

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