Rebsteins Freud ist Heidens Leid

Bereits am Freitagabend duellierten sich Heiden und die «Dritte» Rebsteins, wobei letztere zum Schluss die Oberhand behielt. Aus Sicht von Heiden bitter, aber absolut vermeidbar.

  • Symbolbild: zVg.

    Symbolbild: zVg.

Bei schönen frühsommerlichen Temperaturen empfingen die Vorderländer den FCR zum Duell. Dass es der Wettergott gut mit den Protagonisten meinte, ist insofern erwähnenswert, da die Partie gleich zweimal aufgrund von übermässiger Regenfälle verschoben werden musste. Um Punkt 20.00 Uhr, zeitgleich mit dem Anpfiff, hatten die beiden Mannschaften Gewissheit, dass ihnen an diesem Abend niemand einen Strich durch die Rechnung machen wird. So startete die Partie animiert, woran beide Mannschaften ihren Anteil hatten. Dabei hatten die Gäste zunächst die besseren Torszenen – und Heiden in Minute acht Glück, als Raphael Ulmann seinen Kopfball aus kürzester Distanz direkt in die Hände von FCH-Hüter Angelo Sturzenegger setzte. Die beiden begegneten sich wenig später wieder, als Ulmann den Ball im zweiten Versuch im Tor unterbringen konnte. Da Sturzenegger diesen aber bereits kontrollierte und irregulär aus den Händen geschlagen bekam, zählte das Tor zurecht nicht.

Heiden der Führung mehrmals nahe

Die Hausherren fanden nach rund 25 Zeigerumdrehungen besser in die Partie, was sich vor der Pause in Chancen von Flurin Widmer (28., 36.) und Adrian Häfliger (32.) manifestierte, wobei das Geschoss von letzterem das Rebsteiner-Tor um Zentimeter verpasste. Auf Seiten des FCR bot sich Jan Schmid (31.) nochmals eine passable Gelegenheit, die Heiden-Abwehrchef Nico Boller jedoch gerade noch von der Linie bugsieren konnte. Die Pause kam gelegen – und im Anschluss Kräfte. Eine davon, Heidens Laurin Kisters, trat gleich zweimal in Erscheinung. Alleine vor dem Tor verzog Heidens Stürmer nur knapp (48.), ehe er wenige Minuten später unsanft im Strafraum gestoppt wurde. Der Schiedsrichter quittierte die Aktion jedoch nicht mit einem Pfiff – eine klassische 50/50-Entscheidung, die vertretbar schien. Heiden suchte nun den ersten Treffer, dem Ramon Braunwalder nach 66 Minuten erneut nahe kam – und hätte er getroffen, hätte die Partie womöglich eine ganz andere Richtung genommen. Stattdessen reüssierten die Gäste mit dem direkten Gegenangriff durch Jeffrey Tobler. Dem nicht genug, unterlief den Vorderländern rund zehn Minuten später ein vermeidbarer Fehler im Spielaufbau, den erneut Tobler (77.) für sich zu nutzen wusste. Heiden wurde bitter bestraft, versuchte nun aber alles, um wenigstens noch einen Punkt zu retten. Doch die Elf von Yusuf Koru kam erst spät in der Nachspielzeit nochmals heran, als Kisters nach einem schnell ausgeführten Einwurf verkürzen konnte. Im weiteren Verlauf der Nachspielzeit – sie kam zustande, weil der Rebsteiner Daniel Bürki nach einem unglücklichen Aufprall mit blutüberströmtem Gesicht in Spitalpflege gebracht werden musste – hielt Rebsteins Defensive dicht. «Absolut gefrustet, aber wir können es nicht ändern.» so lautete das Verdikt von Heidens Trainer Yusuf Koru. Sein Gegenüber Nicolas Seitz sammelte dagegen «Big-Points» im Abstiegskampf und arbeitete sich durch diesen Dreier mit seinem Team auf Rang acht vor.

Telegramm

FC Heiden – FC Rebstein III 1:2 (0:0)

Tore: 67. 0:1 Tobler, 77. 0:2 Tobler, 90. 1:2 Kisters

Heiden: Sturzenegger; Kovacevic, Fessler, Boller, Bechtiger; A.Müller, Häfliger; Widmer, Bischoff, Braunwalder; Eyiden
Eingewechselt: A.Zillig, R.Zillig, Kisters, Reich

Weitere Artikel

  • Psychiatrische Zentrum Appenzell Ausserrhoden (PZA) Krombach

Schreibe einen Kommentar