Brauchtumsmuseum gut auf Kurs

Das Appenzeller Brauchtumsmuseum in Urnäsch ist gut auf Kurs. Die Zahl von mehr als 11’500 Besucherinnen und Besucher im Jahre 2023 ist sehr erfreulich und auch die finanzielle Situation präsentiert sich erneut positiv. An der kürzlich durchgeführten 52. Hauptversammlung sind Jahres- und Geschäftsbericht diskussionslos und einstimmig genehmigt worden.

  • Die Mitarbeitenden, die sich mit viel Herzblut für das Brauchtumsmuseum engagieren, sind entscheidend für die Zufriedenheit der Museumsbesucherinnen und -besucher verantwortlich. (Bild: zVg)

    Die Mitarbeitenden, die sich mit viel Herzblut für das Brauchtumsmuseum engagieren, sind entscheidend für die Zufriedenheit der Museumsbesucherinnen und -besucher verantwortlich. (Bild: zVg)

Museumspräsident Chläus Hörler begrüsste neben gegen 70 Mitgliedern in der «Krone» in Urnäsch auch einige Gäste zur 52. Hauptversammlung: Andrea Wehrli als Vertreterin von Appenzellerland Tourismus AG, und Hanspeter Spörri als Vertreter der Appenzellischen Gemeinnützigen Gesellschaft (AGG). Zu Beginn wurde mit einer Schweigeminute dem Anfang Jahr verstorbenen Mitgründer und Ehrenpräsidenten Walter Irniger gedacht.

Die Vorstandsmitglieder Chläus Hörler, Jürg Bühler, Hansfredi Nef, Margrit Holderegger und Christa Rudolf von Rohr wurden ebenso einstimmig bestätigt wie Chläus Hörler als Präsident. Bestätigt wurden auch die Revisoren Werner Bregenzer und Stefan Walser. Für den musikalischen Rahmen sorgten die Streichmusik Edelweiss und der «Grondschuppel».

Zweithöchste Besucherzahl

Präsident Chläus Hörler unterstrich in seinen Ergänzungen zum Jahresbericht, dass mit 11’500 Besucherinnen und Besuchern das zweitbeste Jahresergebnis nach 2019 (11’994 Besucher) erreicht worden sei. Er erwähnte auch die Ausstellung «Huube ond Hüet», welche unter dem Patronat des Appenzeller Brauchtumsmuseums durchgeführt und von über 8000 Personen besucht worden ist. In der zweiten Jahreshälfte wurde die Erweiterung des Musikzimmers in Angriff genommen, in deren Mittelpunkt die dritte Generation der «Aldere» steht. Im Verlaufe des Jahres sind zehn Kurzfilme zu Brauchtumsthemen entstanden, diese können im Museum digital abgerufen werden. Erfreut zeigte sich der Präsident darüber, dass das Bistro rege genutzt wird und zu einem eigentlichen «Dorfkafi» geworden ist.

Chläus Hörler dankte Geschäftsführerin Monika Steingruber, dem Kuratorium mit Nathalie Büsser und Wälti Frick sowie allen Mitarbeitenden als Aufsichtpersonen, an der Kasse oder in der Reinigung für ihr grosses Engagement, «ihr seid die Seele unseres Museums», betonte er.

Erfreuliche Finanzlage

Der Ertrag aus Eintritten, Führungen Jodelkursen und Workshops stieg gegenüber dem Vorjahr um erfreuliche 28 Prozent, jener von Museumsshop und Bistro um neun Prozent. Mehr als 200 Gruppen nahmen 2023 im Brauchtumsmuseum an einer Führung, einem Jodelkurs oder einem Workshop teil. Die Jahresrechnung 2023 schliesst mit einem Gewinn von 1160 Franken positiv ab. Die Finanzlage des Museums präsentiert sich damit erfreulich, dies vor allem auch dank grosszügiger finanzieller Unterstützung durch Kanton und Gemeinde sowie Stiftungen, Institutionen und Privatpersonen.

Ausblick aufs Museumsjahr 2024

Anschliessend gab Geschäftsführerin Monika Steingruber einen kurzen Ausblick auf das laufende Jahr im Brauchtumsmuseum und erwähnte insbesondere das erweiterte Musikzimmer mit dem Schwerpunkt dritte Generation der «Aldere». Den Auftakt zu den Sonderausstellungen machte Anfang März die Ausstellung «Werner Aemisegger. Appenzeller – Bauer – Maler». Das Sennische und das Leben als Bauer waren Werner Aemiseggers (1938–2021) Leidenschaft und sie sind das Hauptthema seiner Bilder. Ende April eröffnet wurde die Sonderausstellung «Reisen ins Appenzellerland» die gemeinsam mit den Museen Gais, Heiden und Herisau durchgeführt wird. Die Ausstellung in Urnäsch beleuchtet unter dem Titel «Pisten und Pioniere» die bewegte Vergangenheit der Winterdestination Urnäsch. Ab November 2024 steht dann traditionell wieder das Schuppelzauren auf dem Programm, dazu ist eine Sonderausstellung zu einem Silvesterchlausen-Thema in Vorbereitung.

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