«Schauchäsi» verlangt ab 1. Dezember 2017 Eintritt

40 Jahre und einen Monat nach der Eröffnung ändert die Appenzeller Schaukäserei AG ihre Preispolitik. Mit dem Ja zum Budget 2017 und zu darin enthaltenen baulichen Massnahmen segneten die Aktionäre gestern an der 41. Generalversammlung die Einführung eines Eintritt-Systems ab.

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Erstmals in der Geschichte der «Schauchäsi» fand deren GV nicht in eigenen Räumen, sondern im Kino des benachbarten Volkskundemuseums statt. Die nach der letztjährigen Aktienkapitalerhöhung auf 2,55 Millionen Franken (plus 1?197?000.–) zusätzlich gewonnenen Aktionäre machten eine Verschiebung erforderlich.

Verwaltungsrats-Präsident Res Ritter und Geschäftsführerin Evelyne Hennet schauten auf das Jahr 2016 zurück. Hervorgehoben wurde, dass der Shop-Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 90?000 Franken stieg. Auch das Restaurant generierte rund drei Prozent mehr Umsatz. Beim Käseverkauf hob Hennet hervor, dass der Appenzeller® edel-würzig «der Renner» sei. Im abgeschlossenen Jahr stieg der betriebliche Ertrag um über 150?000 Franken. Bislang war der Schaubereich defizitär. Dies soll mit der Einführung von Eintritten ab 1. Dezember geändert werden. Damit ist die Schaukäserei künftig für Busbetriebe, die Stein nur als WC-Pause für ihre Passagiere nutzen, nicht mehr attraktiv.

Das primäre Zielpublikum (Familien) kam bereits jetzt zu zwei Dritteln aus der Region. Die Verantwortlichen sind überzeugt, dass Gäste weiterhin nach Stein kommen, wenn sie sich in einem attraktiv gestalteten – wenn auch kostenpflichtigen – Erlebnisbereich aufhalten können und erst noch beschenkt werden.

An der Generalversammlung wurde als Ersatz für Stefan Hagebuch mit Gegenstimmen SMP-Vertreter Heinz Minder gewählt. Nur Zustimmung fand hingegen die Neuwahl von Walter Raschle, Schwellbrunn, als Vertreter der Milchproduzenten Mitte-Ost.

SMP-Direktor Hagebuch hob beim Blick auf seine acht Jahre als Schauchäsi-Verwaltungsrat hervor, dass die Ostschweizer künftig noch selbstbewusster hinter ihren Produkten stehen müssten. Die Westschweizer könnten ihnen als Vorbilder dienen.

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