Appenzell - Handball
Martin Kradolfer

Knappe Niederlage für Appenzeller Erstligisten

Die Innerrhoder 1.-Liga-Handballer lagen in der Partie bei den Red Dragons Uster oft leicht in Führung. Als drei Minuten vor dem Ende Appenzell auf 27:25 erhöhte, hätte dies die Entscheidung sein können. 118 Sekunden vor Schluss kassierte aber ein Innerrhoder eine unglückliche Zweiminutenstrafe und Appenzell verlor noch mit 27:28 (14:12).  

Mit ihrem schnellen und druckvollen Angriffsspiel hielten die Gäste den Tabellenführer in Schach und gingen mit einem Zweitore-Vorsprung in die Pause, da die Red Dragons mit vier Holzschüssen in kurzer Zeit von argem Abschusspech verfolgt waren. Appenzell musste - nach einem Dreitore-Vorsprung - Uster in der 37. Minute den 16:16-Ausgleich zugestehen, hatte dann aber wieder stets die Nase vorn. Eine Augenweide war das Spiel auf Kreisläufer Sven Sutter, oft nach Zuspielen von René Rigas und Elias Valaulta. Die Red Dragons versuchten mit allen Mitteln Sven Sutter in den Griff zu bekommen, mussten sich aber trotzdem von ihm acht Mal überlisten lassen. Und nach einer für die Einheimischen umstrittenen Balleroberung konnte der Innerrhoder in der 57. Minute alleine davonziehen und auf zwei Tore Vorsprung erhöhen. Als nach Ansicht der Unparteiischen Rouven Inauen einen Ball absichtlich blockierte, kassierte er eine Zweiminutenstrafe und die Einheimischen - angefeuert vom frenetischen Publikum - erzielten noch drei Treffer zum Sieg. Auch ein Timeout 30 Sekunden vor dem Ende brachte den Ausgleich nicht mehr. Damit wurden die Gäste für eine insgesamt gute Leistung nicht belohnt. Dies obwohl auch Simon Manser aus dem Rückraum einige Treffer erzielte und auch die Flügel zu gefallen wussten. Im Tor wies Thomas Brülisauer eine Abwehrquote von beachtlichen 45 Prozent auf. Die Abstiegsrunde ist damit beendet. Mit dem vierten Rang in der Abstiegsrunde und der im Dezember nur knapp verpassten Aufstiegsrunde haben die Innerrhoder über die ganze Saison hinweg gesehen die Erwartungen erfüllt.