Zürich - Gigathlon
hr/mitg.

Zwei Appenzeller als Single am Gigathlon in Zürich

Thomas Rusch und Lorenz Inauen vom Danis Bike Team/RMC Appenzell haben am zweitägigen Gigathlon in und rund um Zürich teilgenommen. Lorenz erreichte die Top Zehn, Thomas musste am zweiten Tag nach Magenproblemen aufgeben. 

  • Das ist die Legende
    Thomas Rusch beim Laufen, einer der fünf Disziplinen. (Bild: Dani Räss)

Am ersten Tag, dem Samstag, stand der «Citytrailrun» quer durch Zürich an. Beide gingen es ziemlich verhalten an, da sie noch zwei ganze Tage vor sich hatten. Beim Wechsel auf die Schwimmstrecke kamen dann auch zum ersten mal die je zwei Supporter zum Einsatz, galt es doch den Neoprenanzug möglichst schnell über die verschwitzte Haut zu ziehen und wenig Zeit zu verlieren. 
Nebst den fünf eigentlichen Disziplinen Joggen, Citytrailrun, Rennvelo, Mountainbike und Schwimmen zählen der Wechsel und auch die Ernährung fast als eigene Disziplinen, welche es zu meistern gilt. Dazu waren die Supporter vor Ort, transportierten das Material von Wechselzone zu Wechselzone und sorgten für das Funktionieren der Fahrräder; und sie versorgten die Athleten mit genügend Getränken und Nahrung.
Nach dem Schwimmen ging es per Rennvelo in Richtung Uster. Lorenz und Thomas kamen in der gleichen Gruppe in der Wechselzone an und schnürten die Laufschuhe. Lorenz musste die Gruppe aber infolge Magenkrämpfen, die sich schon auf dem Rennvelo angekündigt hatten, ziehen lassen. Während den 19 Kilometern erholte er sich aber erstaunlich gut und konnte danach eine sehr hohe Pace auf dem Bike anschlagen. Dafür hatte Thomas auf dem Bike ähnliche Probleme wie Lorenz zuvor und musste etwas Tempo rausnehmen. 
Lorenz traf nach 171 Kilometern zu Fuss, auf dem Rad und im Wasser rund zwei Minuten vor Thomas auf dem 9. Zwischenrang bei der Saalsporthalle in Zürich ein. Da galt es, sofort Energie zu tanken, Speicher zu füllen und viel zu schlafen, da am nächsten Tag noch fast das umfangreichere Programm anstand.
Am Sonntagmorgen um 7:05 Uhr hiess es: Start für alle, die am Samstag weniger als eine Stunde auf den Führenden verloren hatten. Nachdem sich die Athleten durch denn welligen Zürichsee gekämpft hatten, stand ein Lauf rund um Zürich an. Thomas merkte, dass sich sein Magen nicht so gut erholen konnte und nahm etwas an Tempo raus, leider wurde es dadurch nicht wie erhofft besser. Der Zweitplatzierte vom Gigathlon 2016 wollte selbstverständlich nicht einfach „nur“ finishen und entschied sich auf dem Rennvelo, den Wettkampf zu beenden, damit er sich schneller wieder auf noch ausstehende Saisonziele vorbereiten kann.
Lorenz hingegen hatte die Nacht ausnutzen können, um seine Energiereserven aufzufüllen und es gelang ihm, den ganzen Tag hindurch zu pushen. Zusätzlich motivierten ihn die vielen Appenzeller-Fans am Streckenrand, die ihn, und zuvor auch Thomas, lautstark anfeuerten. Auf dem Bike konnte er wie am Vortag ein hohes Tempo anschlagen und schaffte es bis ins Ziel, sich noch auf den sensationellen 8. Single-Rang vorzuschieben. 
Nach rund 370 Kilometern und 5100 Höhenmetern beendete Lorenz seine erste Gigathlonteilnahme in 18 Stunden und 35 Minuten mit einer Stunde und 20 Minuten Rückstand auf den Sieger Gabriel Lombriser, welcher beinahe 40 Minuten auf den Zweitplatzierten herausholen konnte.