Appenzellerland - Schwingen
hr/mitg.

Samuel Giger siegt erstmals am Nordostschweizerischen

Am Sonntag wurde mit dem in Davos ausgetragenen Nordostschweizerischen Schwingfest (NOS) das erste der fünf Teilverbandsfeste durchgeführt. Zum Sieger kürte sich der gebürtige Appenzeller und erst 19-jährige Samuel Giger. Die drei angereisten Appenzeller Eidgenossen sicherten sich ebenfalls das begehrte Eichenlaub, wobei des Aufwands mehr Lohn drin gelegen wäre.

  • Das ist die Legende
    Martin Hersche (hinten) klassierte sich als bester Appenzeller auf dem fünften Schlussrang. Auf dem Weg dazu lieferte er sich ein spannendes Duell gegen den Bündner Armon Orlik. (Bilder: Lorenz Reifler)
  • Das ist die Legende
    Michael Bless (unten) musste seine möglichen Hoffnungen auf den Festsieg im Duell gegen Daniel Bösch bereits früh aufgeben.
  • Das ist die Legende
    Raphael Zwyssig (hinten) kam im sechsten Gang gegen Dominik Oertig nicht über einen Gestellten hinaus.
  • Das ist die Legende
    Samuel Giger feiert seinen ersten Teilverbandsfestsieg.
  • Das ist die Legende
    Die Appenzeller Kranzgewinner (vl): Raphael Zwyssig, Martin Hersche und Michael Bless).

Mit Martin Hersche, Raphael Zwyssig und Michael Bless reichten sich alle Appenzeller Eidgenossen den Kranz. Hersche startete in eindrücklicher Manier gegen den Neo-Berner und Schlussgangteilnehmer vom Mittelländischen Gauverbandsfest Orlik Curdin, ehe er auch den zweiten Gang für sich entscheiden konnte. Vor dem Mittag kam es dann zum grossen Aufeinandertreffen mit Orliks Bruder Armon, welcher in eindrücklicher Art und Weise von seiner Verletzungspause zurückkehren konnte. Im äusserst spektakulär geführten Kampf und mit Chancen auf beiden Seiten verstrich die Zeit jedoch ohne siegbringenden Wurf. Gleich im vierten Gang gehörte Hersche nochmals zur absoluten Spitzenpaarung, als er mit dem bis anhin makellos auftretenden Toggenburger Daniel Bösch eingeteilt wurde. Während Hersche die letzten drei Begegnungen nie verlor, musste er dieses Mal jedoch die Stärke Böschs anerkennen. Mit zwei abschliessenden Siegen klassierte sich der Innerrhoder als bester Appenzeller auf dem fünften Schlussrang. Auch die Gaiser Bless und Zwyssig hinterliessen einen starken Eindruck und waren bereits nach fünf Gängen kranzsicher. Während Zwyssig bereits zum Auftakt gegen den Thurgauer Eidgenossen Domenic Schneider siegreich blieb, tat ihm dies Bless im vierten Gang gleich, als er den unbequemen Innerschweizer Eidgenossen Marcel Mathis bereits im ersten Zug zu bezwingen vermochte. Beiden Schwingern blieb im letzten Gang die Möglichkeit, sich einen absoluten Spitzenrang zu erkämpfen. Bless hätte mit einem Sieg und einem gestellten Schlussgang gar den Festsieg erben können. Leider blieb beiden diese Chance verwehrt. Während Zwyssig gegen den aufstrebenden St.Galler Dominik Oertig nicht über einen gestellten Gang hinaus kam, musste Bless gegen Daniel Bösch bereits relativ früh seine Hoffnungen auf den möglichen Festsieg begraben. Die beiden Gaiser klassierten sich am Ende ex aequo auf dem siebten Schlussrang.

Koch und Fejzaj auf der Zielgeraden ausgebremst
Mit dem Gontner Thomas Koch und dem Vorderländer Naim Fejzaj bot sich zwei weiteren Appenzellern die Chance auf den Kranzgewinn. Mit dem diesjährigen Zürcher Kantonalfestsieger Samir Leuppi, war die Hürde für Koch jedoch noch zu gross. Ausgeglichener war indes die Paarung Fejzaj gegen den erstarkten St.Galler Lars Geisser. Nach einem harten Abnützungskampf gelang das Nachschlunggen von Fejzaj nicht einwandfrei und der Kranz geriet auch für ihn ausser Reichweite. Auch wenn der Kranz nach fünf Gängen nicht mehr zu erreichen war, zeigten die beiden Innerrhoder Patrick Schmid und Sepp Fuster eine beeindruckende Leistung und klassierten sich nur knapp hinter den Kranzrängen. Von den restlichen Appenzellern gelang es leider niemandem, sich ins Gespräch um die Kränze zu bringen.

Giger triumphiert erstmals an einem Teilverbandsfest
Im Schlussgang standen sich wie bereits 2016 die beiden Youngsters Samuel Giger und Armon Orlik gegenüber. Während Giger nach eher verhaltenem Start im fünften Gang den bis anhin makellosen Daniel Bösch zu bezwingen wusste, blieb Orlik abgesehen von Hersche gegenüber allen anderen Gegnern siegreich. Die beiden Modellathleten schenkten sich dann auch im Schlussgang nichts und der Sieg hätte mehrere Male sowohl auf die eine als auch auf die andere Seite gehen können. Es war dann Giger, welcher nach knapp 13 Minuten mit einem explosiven Kurz und Nachdrücken am Boden das bessere Ende für sich behielt. Damit revanchierte er sich eindrücklich für die Schlussgangniederlage von vergangenem Jahr.