Teufen
hr/Vreni Peterer

Zimmerleute und Holzbearbeiter erhalten ihre Fähigkeitsausweise

18 Zimmermänner und zwei Holzbearbeiter erhielten am Freitagabend in Teufen mit dem Fähigkeitsausweis ihren wohlverdienten Lohn für ihr Lernen und den Durchhaltewillen in den letzten vier, beziehungsweise zwei Jahren.

  • Das ist die Legende
    Gruppenbild mit den erfolgreichen Zimmerleuten und Holzbearbeitern.
  • Das ist die Legende
    Sie können ihn noch, den Zimmermannsklatsch. Bravo. (Bilder: Vreni Peterer)

Bei den Zimmermännern lag bei den praktischen Arbeiten der Notendurchschnitt bei 5.15. „Er war noch nie so hoch“, freute sich Prüfungsobmann Andreas Manser. Die Bestnote bei den praktischen Arbeiten betrug 5.6. 13 Noten lagen bei 5.0 und darüber.
Bei den schriftlichen Prüfungen lag der Notendurchschnitt bei 4.85. Sorgenkinder sind hier insbesondere die Fächer Zeichnen und Allgemeinbildung. Dieser Umstand trübte aber die Festfreude in keiner Weise, erreichten doch sieben Zimmermänner die Note 5 und besser, die Erfolgsquote betrug 100%. Mit der besten Note, nämlich mit 5.4, schloss Raphael Angehrn (Lehrbetrieb Nägeli Gais) ab, mit 5.3 Adrian Manser (Holzin Appenzell), mit 5.2 Koni Graf (Emil Heierli Teufen) und mit 5.1 Andreas Rusch (Holzbau Peter Manser Appenzell). Die Note 5.0 erreichten Florian Buck (Emil Heierli Teufen), Daniel Kuratli  und Silvan Rutz (beide Mettler Holzbau Schwellbrunn).
Die diesjährigen Zimmerleute waren die ersten, die eine vierjährige Lehre zu absolvieren hatten. Aufgrund der guten Abschlüsse habe sich dieses vierte Lehrjahr ausbezahlt und sei gerechtfertigt, so der Chefexperte. In die praktischen Arbeiten sei mehr Berufserfahrung eingeflossen. Vielen guten bis sehr guten Arbeiten seien nur einzelne ungenügende Arbeiten gegenüber gestanden. Auch die beiden Holzbearbeiter (zweijährige Lehre) hätten erfreulich gut gearbeitet und deshalb gute Noten erzielt.
Der Ausserrhoder Regierungsrat Alfred Stricker (Vorsteher im Departement Bildung und Kultur) sprach von einer geballten Ladung von zwanzig jungen, energiegeladenen Menschen voller Fachkompetenz. Er ermutigte die frisch gebackenen Zimmerleute EFZ und Holzbearbeiter EBA, sich zu trauen, den weiteren Weg anzupacken und zu sehen, was sie noch alles können. Walter Rotach, Präsident der Sektion Appenzell-Ausserrhoden von Holzbau Schweiz, hielt die „Hölzigen“ dazu an, sich Gedanken zu machen, wie ihre Karriere weitergehen soll, das Angebot zu nutzen, um den Horizont  zu erweitern.
Mit dem traditionellen Zimmermannsklatsch endete der offizielle Teil der Feier im Zeughaus.  Bei einem Apéro genossen die jungen Berufsleute die Gratulationen von Lehrmeistern und Familienangehörigen, und gemeinsam wurde auf diesen bedeutenden Meilenstein angestossen.