Innerrhoden
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Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt

Ein einfacher Prozess macht die Einstellung von Flüchtlingen für Firmen in Appenzell Innerrhoden attraktiver, was wiederum die Integration der Flüchtlinge unterstützt. Die Integrationsstelle hat zusammen mit weiteren Amtsstellen und der Industrie eine Lösung erarbeitet und berät die Unternehmen im gesamten Prozess.

  • Das ist die Legende
    Unternehmen können einen Beitrag zur Integration von Flüchtlingen leisten. (Bild: zVg)

Der Zugang zum Arbeitsmarkt ist ein wichtiger Baustein für die Integration von Flüchtlingen und vorläufig aufgenommenen Personen. Um den Zugang zu ermöglichen und das Potenzial dieser Personen für die Wirtschaft zu nutzen, haben die betroffenen Ämter unter Mitwirkung von Industriebetrieben ein Paket mit Möglichkeiten erarbeitet.
Neu besteht die Möglichkeit für ein zweistufiges Praktikum. Dieses hat Ausbildungscharakter und trägt zu einer langfristigen beruflichen Qualifikation und Integration bei. Das Praktikum dauert insgesamt ein Jahr und ist mir der Absicht verbunden, eine Anschlusslösung mit einer Festanstellung im Betrieb oder einer Überführung in die berufliche Grundbildung (Lehre) anzubieten. Damit die Flüchtlinge wie auch die Unternehmen sich im Voraus ein Bild machen können, ist auch eine Schnupperlehre angedacht, die teilweise gar bewilligungsfrei ist.
Für die Arbeitgeber vereinfacht sich die Anstellung eines Flüchtlings, da der administrative Aufwand klein ist und klare Regeln bestehen. Zudem fallen für den Arbeitgeber im ersten halben Jahr keine Lohnkosten an. Für Flüchtlinge und vorläufig aufgenommene Personen ist die Arbeit ein wichtiger Anknüpfungspunkt um einerseits finanziell unabhängig zu werden, aber auch für die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben.
Die Fachstelle Integration berät und unterstützt Arbeitgeber sowohl in administrativen Belangen wie auch bei Konflikten und bietet spezifisches Jobcoaching an. Weiter stehen auch das Arbeitsamt, das Amt für Ausländer, das Amt für Berufsbildung und Berufsberatung und das Amt für Wirtschaft bei Fragen zur Verfügung; sie beteiligten sich ebenfalls bei Erarbeitung der Lösung.