Zwei enge Spiele mit unterschiedlichem Ausgang

Am Wochenende haben die Damen 1 des UH Appenzell die zweite und dritte Play-off-Halbfinalrunde gegen Lejon Zäziwil gespielt. Am Samstag konnten die Appenzellerinnen dank einer starken Teamleistung die Serie ausgleichen. Am Sonntag musste dann aber eine Niederlage hingenommen werden.

  • Impressionen aus dem Play-off-Heimspiel des UH Appenzell vom Samstag. (Bilder: Monika Schmid)

    Impressionen aus dem Play-off-Heimspiel des UH Appenzell vom Samstag. (Bilder: Monika Schmid)

Die Damen-1-Equipe des UH Appenzell startete am Samstag motiviert ins Play-off-Heimspiel. Jedoch ging Lejon Zäziwil nach 4 Minuten das erste Mal in Führung. Die Appenzellerinnen konnten bis zur ersten Drittelspause einige gefährliche Chancen erspielen, die jedoch nicht in einem Tor resultierten. Mit diesem 0:1-Rückstand ging es in die Pause. Schon nach 23 Sekunden im zweiten Drittel erzielten die Innerrhoderinnen den Ausgleichstreffer durch Svenja Manser. Eine 2-Minuten-Strafe gegen Lejon Zäziwil bot dem Heimteam in der 27. Minute die Möglichkeit, die Führung zu übernehmen. Die Powerplay-Formation der Appenzellerinnen liess den Ball geduldig rollen und versuchte, die Lücke in der Verteidigung zu finden. In der 29. Minute nutzte Melanie Born die Überzahlsituation aus und brachte Appenzell 2:1 in Führung. Kurz vor Ende des zweiten Drittels gerieten dann die Gastgeberinnen in Unterzahl. Bis zur Pause konnten sie einen Ausgleichstreffer aber verhindern.

Penalty-Spektakel

In der Pause war sich die UHA-Equipe einig: Dieses Spiel kann gewonnen werden. Zu Beginn des dritten Drittels lief noch immer die 2-Minuten-Strafe gegen Appenzell. Bereits nach 30 Sekunden gab es aber eine Strafe gegen Lejon Zäziwil wegen Stockschlags. Für die nächste halbe Minute wurde somit vier gegen vier gespielt. Die beiden Strafen liefen torlos ab. In der 44. Minute gelang es den Bernerinnen, wieder auszugleichen. Auf UHA-Seite passierten zu viele individuelle Fehler, welche Lejon Zäziwil sofort mit dem 3:2-Führungstreffer bestrafte. Nur 1 Minute später konnte Appenzell durch Svenja Manser bereits wieder ausgleichen.

In der Halle wurde es nun immer lauter. Bis zum Ende der regulären Spielzeit erzielte keines der beiden Teams den entscheidenden Treffer. Auch während der Verlängerung fiel kein Tor. Für das Penaltyschiessen war die Stimmung auf dem Höhepunkt angelangt. Die Damen des UH Appenzell behielten dennoch die Nerven. Schliesslich waren es Marianne Meier mit ihren Paraden im Tor sowie die souveränen Penaltyschützinnen Viviane Manser und Livia Heller, welche die Partie für Appenzell entscheiden konnten.

Mit gutem Gefühl angereist

Am Sonntag stand bereits das nächste Spiel gegen Lejon Zäziwil an. Die Emotionen vom Abend zuvor waren bei den Spielerinnen des UH Appenzell noch präsent. Mit dieser guten Stimmung im Team gingen die Innerrhoderinnen ins Auswärtsspiel in Konolfingen. Die ersten Minuten waren umkämpft, wobei Lejon Zäziwil deutlich mehr Ballbesitz hatte. In der 13. Minute schoss das Heimteam das 1:0. Bis zum Ende des ersten Drittels konnten die Appenzellerinnen ein weiteres Tor der Gegnerinnen verhindern.

In der Pause war den Gästen klar, dass sie im ersten Drittel nicht brilliert hatten. Im zweiten Drittel reichte Lejon Zäziwil 1 Minute, um auf 2:0 zu erhöhen. Die Appenzellerinnen kämpften weiter und schliesslich war es Svenja Manser, die in der 23. Minute den Anschlusstreffer erzielen konnte. Die Freude war nur von kurzer Dauer. Wenige Sekunden später baute Lejon Zäziwil den Vorsprung auf 3:1 aus. Mit dem Tor zum 4:1 war klar, dass eine Umstellung auf Appenzeller Seite gemacht werden muss.

Noch einmal für Spannung gesorgt

Mit einem Time-out wurde das weitere Vorgehen besprochen. Dank einer veränderten Aufstellung schafften es die UHA-Damen, den Ball wieder vermehrt in den eigenen Reihen laufen zu lassen. Die Appenzellerinnen waren entschlossen, das Spiel im dritten Drittel zu drehen. Von Anfang an kämpften sie im Entscheidungsdrittel um jeden Ball. Ronja Graf belohnte die harte Arbeit schliesslich mit dem Tor zum 2:4. Die Innerrhoderinnen hielten den Druck hoch und fanden ihren Weg zurück ins Spiel. In der 47. Minute schoss Chiara Sonderer das dritte Tor für Unihockey Appenzell. Das gegnerische Team nahm sich daraufhin ebenfalls ein Time-out. Jedoch blieb der Ballbesitz nun vermehrt bei den Appenzellerinnen. Der Kampfgeist der Gäste wurde durch den Ausgleichstreffer von Samira Eberle in der 50. Minute belohnt.
Die UHA-Damen waren jetzt in einem Hoch. Dieses wurde jedoch durch einen fragwürdigen Entscheid der Unterparteiischen beendet. Gegen die Appenzellerinnen wurde ein Penalty ausgesprochen, der von Lejon Zäziwil verwertet wurde. Dieser Entscheid sowie das damit verbundene Tor liessen die Appenzeller Equipe einknicken. In den letzten paar Minuten erhöhte Lejon Zäziwil durch zwei weitere Tore auf 7:4. Die Appenzellerinnen versuchten, mit sechs Spielerinnen wieder den Anschluss zu finden, was nicht gelang. Die Innerrhoder Unihockeyanerinnen mussten sich trotz einer fulminanten Aufholjagd letztlich geschlagen geben.

Telegramm

UH Appenzell – UH Lejon Zäziwil 5:4 n.P. (0:1, 2:0, 2:3, 0:0). Turnhalle Gringel, Appenzell – 198 Zuschauer – Sr. Burkard/Gisin.

Tore: 5. J. Zwahlen 0:1. 21. S. Manser (N. Fässler) 1:1. 30. M. Born (C. Sonderer) 2:1. 45. F. Siegrist (L. Mai) 2:2. 48. J. Zwahlen (A. Reber) 2:3. 49. S. Manser 3:3. 55. A. Reber (S. Duner) 3:4. 59. N. Fässler (M. Born) 4:4.

Penaltyschiessen: N. Fässler verschiesst. A. Reber verschiesst. L. Heller trifft zum 1:0. L. Mai trifft zum 1:1. C. Sonderer verschiesst. L. Schlatter trifft zum 1:2. V. Manser trifft zum 2:2. A. Ramseier verschiesst. M. Born verschiesst. S. Duner verschiesst. V. Manser trifft zum 3:2. L. Schlatter verschiesst.

Strafen: einmal 2 Minuten gegen UH Appenzell, drei Mal 2 Minuten gegen UH Lejon Zäziwil.

UH Appenzell: Zoe Bischofberger, Marianne Meier, Cindy Koller, Fabienne Inauen, Karin Fässler, Corinne Knellwolf, Tamara Kalt, Anja Sonderegger, Svenja Manser, Sabrina Schmid, Viviane Manser, Laura Inauen, Larinja Speck, Chiara Sonderer, Jana Lauper, Julia Morosi; betreut durch: Marco Kipfer, Andy Ferro, Myriam Sonderer

UH Lejon Zäziwil – UH Appenzell 7:4 (1:0, 3:1, 3:3). SLM Arena, Konolfingen – 141 Zuschauer – Sr. Camenzind/Wild.

Tore: 14. S. Briggen (U. Umaparan) 1:0. 22. F. Siegrist (L. Mai) 2:0. 23. S. Manser (N. Fässler) 2:1. 24. A. Reber (L. Schlatter) 3:1. 29. J. Zwahlen 4:1. 44. R. Graf (S. Eberle) 4:2. 48. C. Sonderer (N. Fässler) 4:3. 51. S. Eberle (R. Graf) 4:4. 54. L. Mai 5:4. 55. J. Zwahlen (S. Duner) 6:4. 57. J. Zwahlen (L. Schlatter) 7:4.

Strafen: einmal 2 Minuten gegen UH Lejon Zäziwil, keine Strafen gegen UH Appenzell.

UH Appenzell: Charlotte Johnsrud, Marianne Meier, Melanie Born, Karin Fässler, Corinne Knellwolf, Tamara Kalt, Anja Sonderegger, Svenja Manser, Sabrina Schmid, Viviane Manser, Laura Inauen, Nicole Fässler, Livia Heller, Ronja Graf, Samira Eberle, Sabrina Inauen, Larinja Speck, Chiara Sonderer, Julia Morosi; betreut durch: Marco Kipfer, Myriam Sonderer

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