(Zu) Spätes Aufbäumen ohne Ertrag

Der UHC Herisau wollte mit einem Sieg im letzten Spiel der Meisterschaft bis auf einen möglichen 3. Platz vorstossen in der Tabelle. Die ersten beiden Drittel agierte man aber zu passiv um die sowohl technisch als auch kämpferisch starken Vipers InnerSchwyz ernsthaft in Bedrängnis zu bringen.

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Die Partie begann schon schlechtmöglichst für den Gastgeber Herisau. Direkt nach dem Anspiel wurde man überrumpelt und nach nur 20 Sekunden lag man bereits im Rückstand. Die Innerschweizer waren überlegen. Technisch sehr versiert, sicher und kämpferisch auch immer einen Schritt schneller als die Herisauer. Nach einem unglücklichen Eigentor in der 7. Minute führten die Gäste bereits mit 0:2. Das erste Lebenszeichen für den UHC Herisau setzte Di Lena, der in der 8. Minute zum zwischenzeitlichen Anschluss traf. Doch bereits in Minute 14. erhöhten die Vipers den Vorsprung wieder.
Auch im zweiten Drittel tat sich der UHC Herisau äusserst schwer in die Partie zu kommen. Die Vipers InnerSchwyz hatten das Spiel im Griff. Verteidigten sehr aggressiv und waren mit ihren schnellen Angriffen stets brandgefährlich. In der 23. Minute gelang aber Knecht, auf Zuspiel von Wyss wieder der Anschlusstreffer, der allerdings nur knapp 2 Minuten stand hielt. Mit einem weiteren Treffer kurz vor Spielhälfte bauten die Gäste ihre Führung sogar auf 2:5 aus.
Der Start in den letzten Spielabschnitt gelang den Appenzellern besser. Man kam nun besser in die Partie, konnte den Ball länger behaupten und gewann vermehrt die wichtigen Zweikämpfe. Trotzdem waren es die Innerschweizer die zuerst trafen. In der 45. Minuten stand es bereits 2:6. Nachdem die Herisauer eine weitere 2-Minuten-Strafe gegen sich ausgesprochen bekamen, schien die endgültige Entscheidung nur eine Frage der Zeit zu sein. Doch der Gastgeber gab nicht auf. In Unterzahl bediente Di Lena Stern, der zum 3:6 traf und somit die Hoffnung zurück brachte. Als Tobias Hess in der 52. Minute, lanciert von Moser, den Ball unhaltbar via Lattenunterkante ins Tor der Gäste schoss, war diese Hoffnung bestätigt. Die Vipers wankten, doch konterten geschickt und äusserst effizient. In der 56. Minute trafen sie zum 4:7, und nur eine Minute nach dem 5:7 durch Knecht zum 5:8. Das 6:8, das Romualdi nach einem Pass von M. Hess schoss, fiel 50 Sekunden vor Schluss und war nur noch Resultatkosmetik. Der UHC Herisau verliert somit das letzte Saisonspiel verdient. Die Vipers waren dem Heimteam nicht nur technisch überlegen.

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