Zeitstrafen des Gegners ausgenutzt

Am letzten Sonntag trafen die Damen des FC Appenzell auf den FC Frauenfeld. Nach einem 0:2-Rückstand zur Pause konnten die Innerrhoderinnen die Partie noch drehen und mit einem 4:3-Erfolg das Feld verlassen.

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Die Appenzellerinnen waren in der ersten Halbzeit noch nicht richtig bei der Sache. Frauenfeld war sofort spielbestimmend. In der 17. Minute fiel auch das erste Tor für die Thurgauerinnen. Appenzell fand weiterhin nicht ins Spiel und so entwischte nur sechs Minuten später eine Gegenspielerin der Appenzeller Abwehr, traf zuerst den Pfosten und verwertete dann den Abpraller gekonnt. Die Einheimischen wurden danach zwar etwas besser und kamen ansatzweise vor das Tor der Gegnerinnen, Frauenfeld war aber immer noch das bestimmende Team. In der 38. Minute bekam eine Gegenspielerin die gelbe Karte. Sogleich versuchten die Innerrhoderinnen diese Überzahl zu nutzen und sie kamen durch Simona Frischknecht zu einer Grosschance, als sie zwar vor der heraneilenden Torhüterin an den Ball kam, aber knapp am Tor vorbei schoss. In der Pause fand Juan Isler offenbar die richtigen Worte und die Appenzellerinnen traten danach wie verwandelt auf. Man war ab jetzt nicht mehr immer einen Schritt zu spät, sondern jede Spielerin war auf der Höhe ihrer Aufgabe. Und so schoss Joelle Mazenauer nach einem wunderschön herausgespielten Angriff über die linke Seite das Anschlusstor zum 1:2. In der 60. Minute kassierte Frauenfeld wegen Unsportlichkeit eine weitere gelbe Karte. Die Appenzellerinnen konnten diesmal die Überzahl ausnutzen, als Brigitte Koster nach einem schnell ausgeführten Eckball vor der Torhüterin an den Ball gelangte und das Tor zum 2:2 traf. Die Platzherrinnen wollten ab diesem Zeitpunkt den Sieg unbedingt und nur eine Minute später traf Brigitte Koster nach einem Abpraller das Tor ein zweites Mal und Appenzell führte 3:2. Zwei Minuten später hatten die Einheimischen aber Glück, als eine Gegnerin genau an die Lattenunterkante zielte, der Ball aber nicht hinter der Torlinie landete. In der 75. Minute sah bereits die dritte Spielerin aus Frauenfeld gelb und Appenzell nutzte diese Überzahl wiederum aus, als Joelle Mazenauer einen herrlichen Pass von Larissa Mazenauer an der Torhüterin zum 4:2 vorbeischob. Danach legten die Einheimischen den Schwerpunkt auf das Verteidigen. Dies gelang sehr gut, weil jetzt die Abwehr im Gegensatz zur ersten Halbzeit sehr gut die gegnerischen Spielerinnen deckte. In der 85. Minute wurde es aber doch noch gefährlich als eine Einheimische ein Handspiel im eigenen Straffraum beging. Den fälligen Penalty wehrte Rahel Wyss dank ihren guten Reflexe auf der Linie souverän ab. Kurz vor Spielende traf Frauenfeld doch noch das Tor. Es drohte noch eine hektische letzte Minute. Doch der Schiedsrichter erlöste die Appenzellerinnen nach dem Anspiel sogleich. Damit drehten die Appenzellerinnen dank einer hervorragenden 2. Halbzeit das Spiel und siegten mit 4:3.

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