Vier Appenzeller Kategoriensiege in Hundwil

Mit dem Appenzeller Kantonalen Nachwuchsschwingertag wurde das Schwingwochenende am Samstag in Hundwil eröffnet. Rund 320 Jungschwinger zeigten in den Jahrgängen 2007 bis 2016 beeindruckenden Schwingsport. Die Appenzeller holten sich insgesamt 37 Zweige, somit zwölf Exemplare mehr als im Vorjahr, und vier der fünf Kategoriensiege.

  • Die Kategoriensieger vom diesjährigen Appenzeller Nachwuchsschwingertag in Hundwil (v.l): Cyrill Signer, Laurin Meier, Manuel Albin, Sandro Fitze, Flavio Sutter. (Bild: Lorenz Reifler)

    Die Kategoriensieger vom diesjährigen Appenzeller Nachwuchsschwingertag in Hundwil (v.l): Cyrill Signer, Laurin Meier, Manuel Albin, Sandro Fitze, Flavio Sutter. (Bild: Lorenz Reifler)

Aufgrund der unsicheren Wetterprognosen hielten sich die Organisatoren an einen speditiven Festablauf, welcher bis zur Mitte des sechsten Ganges bei trockenen Bedingungen durchgeführt werden konnte. In der ältesten Kategorie 2007/2008 duellierten sich im Schlussgang im internen Appenzeller Duell Flavio Sutter und Werner Rusch. Aufgrund des immensen Vorsprungs war bereits im Vornherein klar, dass Sutter nicht mehr einzuholen war. Dennoch gestaltete sich ein animierter Schlussgang zwischen diesen zwei Appenzellern, wobei kein Sieger gekürt werden konnte. So endete nach acht regnerischen Minuten dieser Schlussgang gestellt. Das entsprechende Resultat reichte Sutter zum alleinigen Kategoriensieg. Rusch seinerseits rangierte im Endeffekt im dritten Schlussrang. Fünf weitere Appenzeller Zweiggewinner rundeten das gute Appenzeller Ergebnis ab.

Appenzeller Doppelsieg

In der zweitältesten Kategorie mit den Jahrgängen 2009/2010 dominierten die Appnzeller beinahe nach Belieben. Im Schlussgang kam es zum Duell zwischen dem Gaiser Sandro Fitze und dem Bündner Sämi Moser. Fitze wurde gegenüber seinem Verbandskollegen Andreas Meier der Vorrang gegeben. Da sowohl Fitze den Schlussgang als auch Meier den sechsten Gang siegreich gestalten konnten, kam es zum Appenzeller Doppelsieg in Hundwil. Schlussgangverlierer Moser musste sich nach dem verlorenen Schlussgang mit dem zweiten Schlussrang begnügen. Die Appenzeller sicherten sich sich in dieser Kategorie insgesamt siebenmal das begehrte Eichenlaub und somit blieben sie im Gleichtakt mit der ältesten Kategorie.

Internes Duell zu Gunsten von Albin

Auch in der Kategorie 2011/2012 kam es im Schlussgang zu einem internen Appenzeller Duell. Um den Festsieg duellierten sich der dem Schwingklub Gais angehörende Büriswiler Manuel Albin und der Oberegger Kay Rechsteiner. Bereits im Vorfeld gehörten diese beiden Athleten dem Favoritenkreis an. Am Ende des Tages behielt Albin das bessere Ende für sich und sicherte sich wohlverdient mit sechs Siegen den entsprechenden Festsieg. Der Gontner Nando Thoma blieb zwar ebenfalls sechsmal erfolgreich, doch der Kategoriensieg blieb ihm aufgrund der etwas schlechteren Notengebung verwehrt und somit musste er sich mit dem Ehrenplatz begnügen. Insgesamt blieben in dieser Kategorie sechs Eichenzweige im Appenzellerland.

Meier verhindert Appenzeller Vollerfolg

Einzig in der Kategorie 2013/2014 vermochte ein Gast die Appenzeller Topleistung zu durchbrechen. Mit Lukas Manser konnten die Appenzeller aber dennoch einen Schlussgangteilnehmer stellen, welcher leider gegen den Zürcher Laurin Meier den Kürzeren ziehen musste. Obwohl Manser auf den vierten Schlussrang zurückgespült wurde, durfte mit dem Ehrenplatz von Niklaus Mazenauer eine Spitzenklassierung gefeiert werden. In dieser Kategorie sicherten sich die Gastgeber insgesamt fünf Auszeichnungen.

Appenzeller Dominanz in der jüngsten Kategorie

Den Löwenanteil an Auszeichnungen sicherten sich die Appenzeller in der jüngsten Kategorie 2015/2016. Mit dem Herisauer Cyrill Signer stellten die Appenzeller nicht nur den Kategoriensieger, sie sicherten sich mit insgesamt zwölf Auszeichnungen auch die meisten Zweige. Der Kategoriensieger entstammt der Familie von Emil Signer, welcher jahrelang als Publikumsliebling für die Appenzeller im Sägemehl anzutreffen war. Vor der finalen Entscheidung lag er allerdings noch hinter seinem Bündner Kontrahenten Magnus Caduff. Mit dem Schlussgangsieg vermochte er aber seinen Gegner noch zu überholen und sicherte den Appenzellern einen weiteren Kategoriensieg. Insgesamt bleibt aber insbesondere den Organisatoren sowie dem Rechnungsbüro ein besonderes Lob auszusprechen. Mit dem Wissen über die bevorstehende Unwettermöglichkeit, wussten sie den Wettkampf voranzutreiben, damit bereits kurz nach halb drei die Schlussgänge absolviert werden konnte. Zwar konnten nicht alle Jungschwinger alle sechs Gänge bei trockenen Bedingungen absolvieren, aber dennoch wurde alles unternommen, um diesem Vorhaben so nahe wie möglich zu kommen.

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