Viele Tore bei grosser Hitze

Zu beneiden waren sie nicht, die 4.-Liga-Kicker aus Heiden und Rheineck. Bei anstrengender Hitze lenkten die Gastgeber die Partie früh in die richtigen Bahnen, obschon die Gäste nie aufsteckten. Schliesslich ging Heiden mit 5:3 (3:0) als Sieger vom Platz.

  • Der FC Heiden gewinnt gegen Rheineck mit 5:3.  (Bild: zVg)

    Der FC Heiden gewinnt gegen Rheineck mit 5:3. (Bild: zVg)

Die Personaldecken beider Teams hätten an diesem Nachmittag unterschiedlicher nicht sein können. Während Heiden-Trainer Yusuf Koru mit sieben Wechselspielern in die Partie gehen konnte, musste sein Gegenüber Simon Jankovics – er betreut die Städtli-Elf interimistisch – seine Mannen richtiggehend zusammensuchen. Diverse Absenzen sorgten dafür, dass beim FCR eine Mischung aus 1. Mannschaft, den Reserven sowie den Senioren auf dem Platz stand. Eine Elf, und das muss man ihr hoch anrechnen, die sich aber zu keinem Zeitpunkt der Partie aufgab – auch nicht dann, als man mit drei Längen zur Pause hinten lag.

Heiden nutzt seine Chancen

Dazu kam es, weil Heiden seine Chancen im ersten Durchgang zu nutzen wusste. Schien es bislang eine Spezialität der Vorderländer, Tormöglichkeiten in grosser Anzahl liegen zu lassen, waren Näf (23.) und Widmer (28., 32.) in ihren Aktionen treffsicher, wobei letzterer bei seinen Torabschlüssen viel Gefühl im Fuss bewies. Die Gäste fanden den Tritt nach und nach, doch spätesten als Baumanns vermeintlicher Anschlusstreffer kurz vor dem Pausentee wegen einer angeblichen Abseitsstellung aberkannt wurde, wussten diese, dass ihnen im zweiten Durchgang eine Herkulesaufgabe bevorstehen würde. In diesem ging es zunächst im gewohnten Stil weiter. Nachdem Müller auf Pass von Bechtiger zum 4:0 erhöhte (51.), gelang nun auch dem Gast fünf Minuten später das erste Erfolgserlebnis. Dem Treffer von Lapp ging eine herrliche Aktion Spahiu’s voraus, dessen pfannenfertige Vorlage der Torschütze nur noch einschieben musste.

Am Ende «räblets» auf beiden Seiten

Mit fortlaufender Spieldauer war den Teams der Energie- und Substanzverlust anzumerken. So nutzte Heiden-Trainer Koru die Unterbrüche dazu, seinen Schützlingen eine Pause zu gewährleisten, während dem die Jankovics-Elf zwar auf dem Zahnfleisch lief, sich aber nie hängen liess. Dafür belohnten sie sich mit zwei weiteren Treffern durch Spahiu (86.) und Baumann (90.). Weil Kisters dazwischen noch zum fünften Treffer für Heiden einschob, brachten die Rheinecker-Tore nur noch für kurze Zeit Brisanz in die Partie. Bei der Hitze mehr als verständlich, dass die 22 Akteure den Abpfiff herbeisehnten. Heiden schmeckte dieser verständlicherweise besser – mit einem verdienten Sieg starten die Gerbe-Kicker in die neue Spielzeit, was ihrem Selbstvertrauen nach der schwierigen letzten Saison bestimmt keinen Abbruch tut.

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