TVA nimmt erste Cup-Hürde

Mit einem knappen, aber verdienten 30:29-Sieg ist das Erstligateam des TV Appenzell in die Handballsaison 2023/24 gestartet. Spielerisch waren sie ihren Gegnern aus dem Thurgau, denen man in der Meisterschaft in der gleichen Gruppe wieder begegnet, überlegen.

  • Der linke Flügel Yannick Inauen steuerte sechs Tore zum TVA-Sieg bei. (Bild: Fabian Koller)

    Der linke Flügel Yannick Inauen steuerte sechs Tore zum TVA-Sieg bei. (Bild: Fabian Koller)

Das Resultat lässt eine mit viel Spannung verbundene Ausmarchung vermuten. In Wirklichkeit durften sich die Innerrhoder ihrer Sache aber sicher sein, als Ramon Hörler mit einem Gegenstoss gut drei Minuten vor Schluss das 29:24 erzielte. Eine gegen den TVA ausgefällte Zwei-Minuten-Strafe wegen eines Wechselfehlers erlaubte es den Kreuzlingern, etwas Resultatskosmetik zu betreiben, ohne dass der vor 200 Zusehenden errungene TVA-Sieg aber noch gefährdet gewesen wäre.

Das 0:1 in der 3. Minute und das 19:20 in der 44. Minute waren aus Appenzeller Sicht die einzigen «Resultattolggen» im Reinheft. Dazu mussten sie den Gästen fünf Mal den Gleichstand zugestehen, lagen aber ansonsten stets in Front.

Praktisch stets in Führung

In den Anfangsminuten war es Yannick Inauen, der mit einer Tor-Triplette das Ergebnis hinaufschraubte. Ihm tat es zu Beginn der zweiten Halbzeit Arie Thür gleich, dem innerhalb einer Minute gleich drei Treffer gelangen. Mit einer sehr guten Phase fiel in der ersten Viertelstunde auch Torhüter Jan Bischof auf. Er musste sich erst in der 17. Minute zum vierten Mal geschlagen geben.

Nun können ja zu Saisonbeginn verständlicherweise noch nicht alle Rädchen ineinandergreifen. Gleichwohl wussten die Innerrhoder über weite Strecken zu gefallen. In der Deckung gingen sie konzentriert und mit dem nötigen Schmiss zu Werke. Und vorne zogen sie ein Tempospiel auf, das in manchen erfolgreichen Abschluss mündete. Dass aber auch beste Gelegenheiten ungenutzt blieben, konnte nicht übersehen werden. «In Sachen Chancenauswertung muss eine Steigerung her», sah denn auch Trainer Christian Hamm Verbesserungspotenzial.

Kreuzlingen ohne Verstärkung

Im Vorfeld dieser Cuppartie war die Befürchtung aufgekommen, die Kreuzlinger könnten mit einigen Spielern aus dem in der obersten Liga spielenden Fanionteam antreten. Weil aber am gleichen Abend auch die Handball League (ehemals NLA) ihren Spielbetrieb aufnahm, entfiel die Liga-Durchlässigkeit, so dass wirklich der nominelle HSC Kreuzlingen 2 in der Wührehalle auflief.

Beim TVA dürfte man im Hinblick auf die beiden Begegnungen in der Meisterschaft zur Erkenntnis gelangt sein, dass die Spiele gegen den zweiten Kreuzlinger Anzug keine Spaziergänge werden.

TV Appenzell: Jan Bischof (Abwehrquote 31 Prozent); Lukas Manser, Ramon Hörler (4), Yannick Inauen (6), Tim Thür (1), Dano Waldburger (2/2), Simon Manser (1), Rouven Bischof, Thomas Loser (1), Arie Thür (0), Lucius Graf (5), Rouven Inauen, Laurin Manser (1), Fabrizio Holenstein. – Strafen TVA 4 mal 2 Minuten; Kreuzlingen 3 mal 2 Minuten plus Disqualifikation Göhringer. –  TVA ohne Flavio De Carli, Sven Sutter, Fabrice Oberle, Elias Valaulta, Daniel Inauen, Stefan Ehrbar, Marco Inauen.

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