TVA-Handballer erhalten argen Dämpfer

Doch eher überraschend fand das 1. ¬Liga-Herrenteam der Handballriege des TV Appenzell bei den Seen Tigers/Pfadi in Winterthur kein zielführendes Rezept und unterlag mit 20:31 auch in dieser Höhe verdient. Lustlosigkeit gepaart mit Arroganz führte dazu.

  • Lukas Manser (Mitte) traf in Winterthur immerhin sechs Mal für den TVA, konnte die Niederlage aber auch nicht verhindern. (Bild: zVg)

    Lukas Manser (Mitte) traf in Winterthur immerhin sechs Mal für den TVA, konnte die Niederlage aber auch nicht verhindern. (Bild: zVg)

Nach den ersten vier Minuten gegenseitigen Abtastens bekamen die Innerrhoder den «Tiger» der SG Seen Tigers Winterthur nicht nur im Nacken zu spüren. Sie sahen sich einem Gegner gegenüber, der gewillt und entschlossen war, gegen die favorisierten Appenzeller für eine Überraschung zu sorgen. Nach der einzigen Gästeführung in der 4. Spielminute gaben die Einheimischen deutlich den Ton an. Bald lagen die Appenzeller schon in der ersten Hälfte mit fünf bis sechs Treffern im Rückstand.

Wenig lief zusammen

Während die Appenzeller zu kaum einem Zeitpunkt den Tritt ins Spiel fanden, gewannen die Gastgeber zusehends an Sicherheit und liessen sich von der befreiten Leichtigkeit ihrer Spielweise nicht mehr abbringen. Auch der Winterthurer Torhüter kam viele Bälle zu fassen, baute so Selbstsicherheit auf und wurde zum mitentscheidenden Faktor für den Sieg seiner Mannschaft.

Erfolgreich zeigten sich die Seen Tigers vor allem über die Flügelpositionen wie auch oft auch mit Anspielen an den Kreis. Der Umstand, dass der Appenzeller Angriff nur in Stückwerken entscheidende Akzente zu setzen vermochte, liess den Glauben und die Zuversicht auf einen Punktezuwachs schwinden. Mit etlichen missglückten Aktionen in der Offensive und ungewohnt mangelnder Konsequenz in der Abwehr brachte sich das TVA-Team zudem oft selber in Bedrängnis. Je besser es beim Gegner lief, je mehr bereitete sich eine gewisse Ratlosigkeit auf Seiten der Appenzeller aus. Zu einem schwachen Lauf kam dazu, dass die ersten drei Siebenmeter allesamt vom gegnerischen Torhüter pariert wurden.
Innert zehn Minuten nach Wiederbeginn gerieten die Innerrhoder nach dem 9:15 Pausenresultat mit 10:21 in Rückstand, womit die Entscheidung endgültig gefallen war.

Rückstand vergrösserte sich

Sinnbildlich für so vieles im Spiel der Appenzeller war eine Szene aus der 37. Minute: Der Ball wurde nach einer Fussabwehr des gegnerischen Torhüters zum Idealpass für den Gegenstoss und endet mit einem einfachen Tor der Zürcher. Die Gäste kamen nicht näher als auf sieben Tore Differenz heran und am Ende waren es mit 20:31 aus Sicht der Appenzeller wieder deren elf.

Das Fehlen der Mannschaftsstützen Lucius Graf, Arie Thür und Sven Sutter war in diesem Spiel deutlich zu spüren. Elias Valaulta wurde für die letzten zehn Minuten eingewechselt und strahlte als Ballverteiler eine erfreuliche, motivierte Ruhe aus. Der junge Kaderspieler Luca Eugster bedankte sich für seine Einsatzminuten mit einem sehenswerten Treffer.

Nach der insgesamt dritten Niederlage liegen die Innerrhoder mit vier Punkten Vorsprung auf Frauenfeld immer noch auf dem zweiten Rang, der am Ende der Hauptrunde für die Aufstiegs-Barrage berechtigt.

Telegramm

Seen Tigers/Pfadi – TV Appenzell 31:20 (15:9).

TV Appenzell: Jan Bischof/Flavio de Carli; Luca Eugster (1), Lukas Manser (6), Ramon Hörler (1), Yannick Inauen (1), Dano Waldburger (1), Simon Manser (3), Rouven Bischof (1), Daniel Inauen (3/1), Rouven Inauen (1), Laurin Manser, Elias Valaulta (2), Sandro Ehrbar.

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