Schlammschlacht: Innerrhoder kommen nicht gleich gut zurecht

Engelberg hat sich in den letzten Jahren als die Zentralschweizer Bike-Destination schlechthin etabliert. Das Hochtal und die fantastische Bergwelt bieten abwechslungsreiche Trails für jeden Fahrstil. Am vergangenen Wochenende ist die Bike-Destination Engelberg anlässlich eines grossen Mountainbike-Festivals in allen Facetten erlebbar gemacht worden.

  • Nick Knechtle kam im Schlamm von Engelberg nicht wie gewünscht auf Touren. (Bild: zVg)

    Nick Knechtle kam im Schlamm von Engelberg nicht wie gewünscht auf Touren. (Bild: zVg)

ber 600 aktive Mountainbike-Fahrerinnen und -Fahrer sowie mehrere Tausend Fans genossen trotz regnerischen Wetters ein grossartiges Wochenende in Engelberg. Das nationale Mountainbike-Festival im Rahmen der «ÖKK Bike Revolution» bietet nicht nur Spitzensport, sondern hält auch viele Angebote für Kinder und Breitensportler bereit.

Im Feld der Elitefahrer liess die Innerschweizerin Alessandra Keller der Konkurrenz keine Chance und siegte überlegen vor Seraina Leugger und Linda Indergand. Auch bei den Männern blieb der Sieg in der Innerschweiz. Marcel Guerrini feierte einen Start-Ziel-Sieg vor Nino Schurter, der die Schweiz bekanntlich an den Olympischen Sommerspielen in Paris vertreten wird.

An diesem zweiten Lauf der diesjährigen «ÖKK Bike Revolution» startete auch Levin Streule aus Brülisau in der Kategorie U15. Bereits auf der Streckenbesichtigung wurde klar, dass die Bedingungen speziell sind. Die ohnehin schon technisch anspruchsvolle Rennstrecke wurde aufgrund der durchnässten Piste noch spektakulärer. Nach dem Startloop konnte Levin Streule der Spitzengruppe folgen und das Tempo über alle Runden mithalten. Insbesondere die Abfahrten hatten es in sich. Die schlammigen und kritischen Passagen zwangen manchen Fahrer dazu, das Bike zu verlassen und die Hindernisse rennend zu umgehen. In der Technikzone ging es für einmal nicht darum, sich Wasser gegen den Durst zu schnappen, sondern für die Reinigung der Schaltaugen und Kettenblätter.

Die Bedingungen kamen bei den Fahrerinnen und Fahrern jedoch bestens an: «Es hat unglaublich viel Spass gemacht. Ich konnte es im Dreck so richtig geniessen», verriet Levin Streule. Der Brülisauer beendete das Rennen nach rund 41 Minuten auf dem hervorragenden siebten Schlussrang und als Zweitplatzierter seines Jahrgangs. Das sichert ihm auch für die nächsten Rennen in Davos, Gruyère und Huttwil einen Startplatz in den vorderen Reihen. Levin Streule wird versuchen, diese Ausgangslage auszunutzen.

Nachdem Levin Streule sein Rennen beendet hatte, stand Nick Knechtle in der Kategorie U17 am Start. Er konnte sich mit dem schlammigen Terrain in Engelberg nicht anfreunden. Wahrscheinlich war auch die Reifenwahl nicht die beste. Immer wieder sah sich Nick Knechtle gezwungen, Aufstiege zu Fuss statt fahrend zu bewältigen. Am Ende resultierte ein 13. Rang.

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