Rodwin Dionicio wechselt zum EHC Biel

«Es ist eine grosse Chance», sagt Rodwin Dionicio. Der Ende März 20 Jahre alt werdende Verteidiger hat schon vor der Junioren-WM einen Dreijahresvertrag beim EHC Biel unterzeichnet. Erst gut zwei Wochen später, nämlich Mitte Januar 2024, wurde der Transfer öffentlich.

  • Rodwin Dionicio, hier im Dress des Schweizer U20-Nationalteams bei der WM 2023, spielt ab Sommer für den EHC Biel. (Bild: zVg)

    Rodwin Dionicio, hier im Dress des Schweizer U20-Nationalteams bei der WM 2023, spielt ab Sommer für den EHC Biel. (Bild: zVg)

Auch andere Schweizer Vereine hätten Interesse bekundet, erzählt Dionicio, der sich branchenüblich von einem Agenten beraten lässt. Der ehemalige Absolvent der Sportschule Appenzellerland steht in seiner dritten Saison im kanadischen Junioren-Hockey. Die Niagara IceDogs waren seine erste Station, die Windsor Spitfires die zweite und Saginaw Spirit (im amerikanischen Michigan beheimatet) die dritte.

«Beste Option für mich»

Der Herisauer wurde im vergangenen Sommer von den Anaheim Ducks gedraftet. Seinen NHL-Traum habe er noch nicht ausgeträumt, sagt er. «Es wäre falsch, nicht mehr daran zu glauben. Aber für den Moment sind Biel und die Schweizer National League die beste Option für mich.» Die Ducks haben die Möglichkeit, ihn bis am 1. Juni 2025 mit einem «Entry level contract» (Einstiegsvertrag) auszustatten.
Bei den Seeländern beendet im Frühling mit dem doppelt so alten Beat Forster ein anderer Verteidiger seine Karriere, der beim SC Herisau die ersten Eishockeyschritte machte. Welche Rolle Dionicio in seiner ersten Saison im Männereishockey spielen kann, muss sich zeigen. «Ich habe mit den Verantwortlichen in Biel nicht gross darüber gesprochen.»

Intensives Programm

Zum dritten Mal hat Dionicio zum Jahreswechsel an der U-20-WM teilgenommen, war einer der stärksten Schweizer. Die Rotweissen schieden im Viertelfinal gegen Gastgeber Schweden unglücklich mit einem 2:3 nach Verlängerung aus. «Wir konnten mit einem jungen Team auf hohem Niveau mithalten.» Aber natürlich hätte man gerne den grossen Coup gelandet. Am 2. Januar war für ihn die WM zu Ende, vier Tage später spielte er wieder in der Ontario Hockey League. Fünf Partien innert einer Woche: Wie steht es um die Müdigkeit? «Es ist mehr eine mentale Geschichte. Wenn du das Spiel liebst, ist die hohe Belastung nicht schlimm.»

Vier auswärts, sieben zuhause

Dionicio hat auch bis am 10. Februar spezielle Tage vor sich. Zuerst stehen für Saginaw Spirit vier Auswärtsspiele in Folge auf dem Programm. Solche «Road Trips» sind in Übersee auch in den obersten Juniorenkategorien nicht aussergewöhnlich. «Ich mag das. Es ist eine gute Mischung: Einerseits bist du lange mit den Teamkollegen zusammen, andererseits hast du vor allem im Bus auch viel Zeit für dich», erzählt Dionicio. Er höre dann Musik, schaue eine Serie oder spiele Karten. Nachher sieht der Kalender für sein Team nicht weniger als sieben Heimspiele nacheinander vor. Die Regular Season dauert bis am 24. März.

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  • Symbolbild: bigstock

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