Ralf Zellweger gewinnt Gold, Stefan Haag Bronze

Bei wunderbarem Wetter traf sich die Ostschweizer Armbrustelite zur jährlichen Ausmarchung des Ostschweizermeistertitels.

  • Das Siegerpodest (v.l.): Michael Götti, ASV Altstätten (2.), Ralf Zellweger, ASV Herisau-Waldstatt (1.), Stefan Haag, ASV Herisau-Waldstatt (3.).  (Bild: zVg)

    Das Siegerpodest (v.l.): Michael Götti, ASV Altstätten (2.), Ralf Zellweger, ASV Herisau-Waldstatt (1.), Stefan Haag, ASV Herisau-Waldstatt (3.). (Bild: zVg)

Die final aufgebotenen Schützen trafen allesamt in den frühen Morgenstunden im Schützenstand der Rheinecker Kameradinnen und Kameraden ein. Leider musste bereits bei der ersten Ablösung ein Titelfavorit die Segel streichen. Ein nicht auf die Schnelle zu behebender Waffendefekt zwang Raffael Müller dazu, den Wettkampf aufzugeben. Aus der ersten Ablösung wurden die vier Erstplatzierten direkt für den Final registriert. Für Ralf Zellweger und Astrid Meier, beide vom ASV Herisau-Waldstatt, begann das Warten auf die zweite Ablösung. Das Reglement der Finalqualifikation besagt nämlich, dass nebst den vier direkt Qualifizierten, die punktehöchsten zwei «Lucky Looser» aus beiden Ablösungen ebenfalls in den Final einziehen.

Schon zu Beginn der zweiten Ablösung veränderten sich die Windverhältnisse deutlich. Obwohl Michael Götti mit seinen 193 Punkten den Tageshöchstwert der beiden Qualifikationsrunden realisierte, waren die nachfolgenden Resultate gesamthaft trotzdem tiefer als in der ersten Runde. Deshalb konnten Ralf Zellweger und Astrid Meier als Lucky Looser der ersten Ablösung die beiden Finalplätze ergattern.

Auch im Final der zehn besten Qualifikationsabsolventen besserten sich die Windverhältnisse nicht wirklich. Wechselnde «Seiten-Windstösse» erschwerten den Athletinnen und Athleten ihre Aufgabe. Es sei hier noch erwähnt, dass alle Schützinnen, welche die Qualifikation geschossen hatten, sich auch für den Final qualifizieren konnten. Einmal mehr beweist dieser Umstand, dass beim Schiessen die Damenwelt alles andere als das «schwache Geschlecht» ist.

Leider verlor auch der Final bereits nach zehn Schuss einen Mitanwärter auf den Titel. Mit Leistenschmerzen musste Guido Hobi den Wettkampf aufgeben. Mit der schwierigen «Windlage» kam Ralf Zellweger am besten zurecht. Er erzielte zwar nicht die höchste Einzelpasse, blieb aber konstant auf hohem Niveau und brachte den Sieg mit einem Topresultat von 286 Punkten in trockene Tücher. Er bewies damit auch, dass der Spruch mit dem «Feld von hinten aufrollen» durchaus auch im Armbrustschiessen seine Berechtigung hat. Nur einen Punkt dahinter holte sich Michael Götti zum zweiten Mal in Folge den zweiten Platz dieses Wettkampfes. Das Podest komplettierte Stefan Haag, wie Sieger Ralf Zellweger von der Sektion Herisau-Waldstatt.

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