Offensiv zu ungefährlich

Der UHC Herisau verliert das erste Playoff-Viertelfinalspiel in Nürensdorf mit 2:4.

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Am Samstagabend traten die Männer des UHC Herisau auswärts bei Unihockey Bassersdorf-Nürensdorf zum ersten Playoff-Viertelfinalspiel an. Das Team rund um Coach Preisig nahm sich viel vor für diese Partie, wollte man doch mit einem Sieg in die Serie starten, um dem Saisonziel «Halbfinale» einen Schritt näher zu kommen.

Der Beginn der Partie gestaltete sich ausgeglichen; beide Mannschaften taten gut daran, unnötige Ballverluste zu vermeiden und defensiv organisiert aufzutreten – ganz nach dem Motto «defense first». Dies gelang vorerst beiden Teams, doch UBN schaffte es nach und nach, vor allem mit ihrer ersten Linie, das Herisauer Aufbauspiel durch aufsässiges Pressing zu stören und dadurch Fehler zu provozieren. Ein solcher Fehler war es dann auch, der Bassersdorf den Weg zum ersten Torerfolg ebnete. Topskorer Bertschi assistierte Flügelpartner Blumer, der zum 1:0 fürs Heimteam einnetzte. Der UHC Herisau seinerseits erarbeitete sich im Startdrittel auch einige Chancen, war aber im Abschluss noch zu wenig zwingend. Kurz vor Drittelspause waren es nochmals die Zürcher, die im Ballbesitz versuchten eine Lücke in der Herisauer Defensive zu finden. Da es mit einem gepflegten Pass- oder Laufspiel nicht klappen wollte, versuchten sie es mit einem hohen Ball vor das Herisauer Tor. Was erst noch ungefährlich aussah, wurde durch Rupp zum 2:0-Pausenstand ausgenützt. Mit etwas Glück bezwang er Torhüter Wagner per Schuss aus der Luft.

Im Mitteldrittel zeigte sich auf dem Feld, warum UBN in dieser Serie als Favorit antritt. Der UHCH war zwar bemüht, sich offensiv in Szene zu setzen, dies gelang jedoch nur noch selten, zu gut und diszipliniert verteidigten die Zürcher den Raum rund um ihren Kasten. Nachdem Herisau in der 27. Spielminute das 3:0 hinnehmen musste, bot sich dem Team mit der zweiten Überzahlsituation die Möglichkeit, den Rückstand sogleich wieder zu verkürzen. Der Ball lief gut, doch das erste Playoff-Tor wollte noch auf sich warten. Immerhin agierte nun auch die Herisauer Verteidigung solidarisch, überstanden die Gäste doch eine Unterzahlsituation und liessen bis zur zweiten Drittelspause nichts mehr zu.

Das blieb vorerst auch im Schlussdrittel so; Herisau machte hinten dicht und erhöhte den Druck nach vorne. So richtig gefährlich waren die Herisauer Angriffe jedoch nicht, es fehlten die Entschlossenheit, der Mut und die Kreativität. In der 50. Spielminute dann die Erlösung: David van Haaften erkannte von der Mittellinie, dass vor dem gegnerischen Tor reger Verkehr herrschte und schloss aus der Distanz ab. Bassersdorfs Torhüter, welchem die Sicht versperrt war, blieb chancenlos. Die Hoffnung bei den Gästen war zurück, einen 3:1-Rückstand aufzuholen erschien durchaus möglich. Doch UBN hatte etwas dagegen, denn nur 26 Sekunden nach dem Anschlusstreffer konnten sie ihre Führung wieder ausbauen. Wiederum war es Bertschi, der mit toller Übersicht Ehrensperger in Szene setzte, welcher das 4:1 erzielen konnte. Die anschliessenden Bemühungen Herisaus erneut heranzukommen, blieben erfolglos, lediglich das 4:2 gelang noch in der 60. Spielminute. Quasi eine Kopie des ersten Treffers, wieder legte Zwicker auf van Haaften auf, dessen Distanzschuss den Weg ins Tor fand.

Durch die Auswärtsniederlage sieht sich der UHC Herisau am kommenden Samstag 15:00 Uhr im Sportzentrum gezwungen die Serie auszugleichen. Anderenfalls winkt das erneut frühe Saisonende.

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