Niederlage zum Saisonauftakt für UHA-Herren

Im ersten Spiel der Saison sind die Herren 1 des UHA – wie schon im vergangenen Jahr – auf Unihockey Bassersdorf Nürensdorf getroffen. Für die Appenzeller war klar, dass mit den Qualifikationssiegern von letzter Saison eine schwierige Aufgabe auf sie wartet, verstecken wollte man sich aber dennoch nicht.

  • Das Appenzeller Herren-1-Unihockeyteam. (Bild: zVg)

    Das Appenzeller Herren-1-Unihockeyteam. (Bild: zVg)

Das Spiel startete angenehm für den UHA. Gleich in der 2. Minute durfte man zum ersten Mal in Überzahl agieren. Die Powerplay-Formation konnte zwar kein Tor erzielen, hatte gleichwohl einige Chancen und spielte mehrheitlich souverän. Auch nach der Strafe hatte der UHA mehr Ballbesitz, es waren jedoch die Zürcher, die mit gefährlichen Kontersituationen mehr Zug zum Tor hatten und mit wenigen Chancen bis zur Drittelpause gleich drei Tore erzielten. Die knapp 160 Zuschauerinnen und Zuschauer konnten beobachten, warum Unihockey Bassersdorf Nürensdorf letzten Februar nicht unverdient auf Platz eins stand.

Nichtsdestotrotz war das Spiel für die Appenzeller nicht gelaufen. Man hatte mehr Ballbesitz, konnte diesen aber noch nicht in hochkarätige Chancen ummünzen. Auch nachdem die Zürcher einen Eigenfehler des Heimteams zum 0:4 auszunützen wussten, liessen die UHA-Herren nicht locker und versuchten, etwas mutiger in der Offensive zu werden. In der 31. Minute dann wurde dieser Mut von Jonas Neff belohnt; er verkürzte auf 1:4. Dieser Anschlusstreffer war der Start in eine Phase, in der die Appenzeller das dominierende Team wurden. Die Defensive der Gäste wurde mehrheitlich in die eigene Zone gedrängt und der UHA spielte einige Chancen heraus. Tore wollten aber keine mehr fallen, sodass es mit 1:4 zum zweiten Mal in die Kabine ging.

Da die Appenzeller den Ball mehrheitlich in den Schaufeln hatten, war es schwierig, die eigene Konterstärke auszuspielen. Daher forderte Coach Mösli noch eine Prise mehr Mut in der Offensive und in Abschlüssen, um die Zürcher zu mehr Aktionen zu zwingen. Auch wenn im Schlussdrittel in der Tat mutiger gespielt wurde, resultierten daraus nur ein Pfosten- und Lattenschuss, Tore für die Heimmannschaft fielen aber keine mehr. Im Gegensatz dazu konnten die Zürcher wiederum drei Chancen ihrerseits verwerten, sodass das Spiel beim Stand von 1:7 zugunsten des Auswärtsteams beendet wurde.

Im Nachhinein betrachtet muss man sagen, dass die Zürcher in allen Belangen das bessere Team waren und vor allem ihre Chancen gnadenlos zu verwerten wussten. In Anbetracht der Ausgangslage hat der UHA allerdings keine Punkte verloren, sondern konnte nur Punkte gewinnen. Bitter sind jedoch die Resultate der anderen Begegnungen der Gruppe: Nahezu alle Teams, die man im Vorhinein als vermeintliche Tabellennachbarn des UHA gesehen hätte, gewannen ihre Partien – teilweise spektakulär – gegen höher gewichtete Mannschaften. Das macht natürlich die Liga spannend, zeigt aber dem UHA, dass eine harte Saison auf ihn zukommen wird.

UH Appenzell – Bassersdorf Nürensdorf 1:7 (0:3, 1:1, 0:3). Turnhalle Gringel, Appenzell – 156 Zuschauer – Sr. Ledergerber/Staub. Tore: 11. N. Cathomas (Y. Scheitlin) 0:1. 12. Y. Bühlmann (N. Schaffner) 0:2. 15. L. Blumer (T. Bertschi) 0:3. 24. N. Schaffner (L. Blumer) 0:4. 31. J. Neff 1:4. 43. M. Tomaselli (D. Ganz) 1:5. 43. T. Bertschi (D. Altorfer) 1:6. 52. I. Julkunen (D. Ganz) 1:7. Strafen: keine Strafen für UHA. Ein Mal 2 Minuten gegen Bassersdorf Nürensdorf.

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