Nervenkitzel auf der Göbsimühle

Am Sonntag trafen die Bühlererinnen auf heimischem Terrain auf die Frauen aus dem Tessin. Trotz zeitweiligem 2-Tore-Vorsprung war ihnen der Sieg lange nicht auf sicher. Schliesslich schossen die Mittelländerinnen aber ein Tor mehr als ihre Gegnerinnen und konnten somit den Ligaerhalt besiegeln.

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Das Team von Aykut Sakarya zeigte eine gute Startphase, in der sie die grossen und kräftigen Tessinerinnen unter Druck setzten. Man wollte den Heimvorteil nutzen und es den Gegnerinnen auf dem Kunstrasenfeld so schwer wie möglich machen. Einige Male tauchten FCB-Stürmerinnen in Strafraumnähe der Tessinerinnen auf, ohne dass es zu hochprozentigen Chancen kam. Die beste Aktion in diesen Startminuten gelang Karin Mösli, die den Ball gekonnt über die Torfrau lupfte und dann aber von dieser derart unsanft von den Beinen geholt wurde, dass der Schiedsrichter eine Karte zücken musste. Der aus dieser gefährlichen Aktion resultierende Freistoss wurde von Andrea Inauen getreten und verfehlte das Tor nur knapp. Bühler kam im ersten Spielviertel zu mehr und besseren Torchancen, doch Gambarogno zeigte durchaus das Potenzial, gefährlich werden zu können. In der 25. Spielminute erzielte Bühler durch Désirée Drittenbass das 1:0. Die Mittelländerinnen können sich dafür auch bei der Schlussfrau von US Gambarogno bedanken, die den Ball noch ins eigene Tor lenkte. Anstatt dass Bühler nachdoppelte, liess man in der folgenden Zeit dem Gegner immer mehr Zeit und Raum, sodass diese gute Spielzüge aufbauen konnten. Die Mittelländerinnen gerieten gegen Ende der ersten Halbzeit etwas unter Druck und es unterliefen ihnen einige Fehler. Vor dem Tor konnte aber jeweils rechtzeitig geklärt und Schlimmeres verhindert werden. Rebecca Johnson parierte einen guten Schuss, der genau im oberen Eck gelandet wäre, einen weiteren Ball beförderte Selina Ramelli gerade noch von der Torlinie weg. Die druckvolle Phase von Gambarogno wurde mit dem Pausenpfiff unterbrochen.
In der zweiten Halbzeit wollte Bühler den Stand auf 2:0 erhöhen. Dieses Vorhaben war zwar nicht ganz einfach, dennoch gelang es Seline Fiechter in der 56. Minute, den Spielstand zu erhöhen. Danach war das Spiel für einige Minuten ziemlich ausgeglichen. Der eingewechselten Belinda Bischof gelang bei ihrer ersten Aktion bereits eine gute Torchance. Im Gegenzug tauchte auch Gambarogno immer wieder im Revier von Rebecca Johnson auf. Die letzten 20 Spielminuten wurden dann nochmals richtig spannend, denn es fielen fünf weitere Treffer. Zuerst erzielte Gambarogno den verheissungsvollen Anschlusstreffer, was die Bühlererinnen noch nicht allzu sehr beunruhigte. Doch dabei sollte es nicht bleiben. Durch ein unglückliches Handspiel von Bühler im eigenen Strafraum wurde Gambarogno zu Recht ein Penalty zugesprochen, den sie souverän verwandelten. Nun war das Spiel auch resultatemässig ausgeglichen. Das weckte die Gäste auf, denn auf einmal war ein Sieg auch für sie wieder greifbar. Doch es waren die Frauen vom Rotbachtal, welche die stärkere Reaktion zeigten. Belinda Bischof krönte eine gute Aktion der bühlerer Offensive mit einem erneuten Führungstreffer. Das Heimteam wollte diesen wiedererlangten Vorsprung nun unbedingt verteidigen. Aber dabei blieb es nicht. Eine flinke Tessinerin lief den Bühlererinnen auf der Seite davon und konnte den Ball in die Mitte spielen, wo eine Kollegin nur noch einzuschieben brauchte. Anstatt sich über den verpatzten Vorsprung zu ärgern, spielte die Sakarya-Elf optimistisch weiter und konterte gleich mit dem 4:3. Karin Mösli konnte nach einem Pass von Sarah Wyss die Mittelländerinnen zum dritten Mal an diesem Tag in Führung bringen. Dieses Mal schafften es die Frauen aber, den Vorsprung zu halten, denn es waren nur noch wenige Minuten zu spielen. Als der Schiedsrichter abpfiff, konnte das Heimteam erleichtert aufatmen. Mit diesem Sieg gegen US Gambarogno verabschieden sich die Appenzellerinnen nicht nur aus dem Abstiegsrennen, sie überholen damit auch die Tessinerinnen und stehen nun, zwei Runden vor Schluss, auf dem dritten Platz.

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