Michael Bless besiegt Andreas Fässler

Bis der Favorit Michael Bless das Appenzeller Kantonalschwingfest gewinnt, muss er einen aufstrebenden Mann auf die Seite räumen. Danach legt er im Schlussgang den Appenzeller Andreas Fässler auf den Rücken. Zwei Appenzeller gewinnen ihren ersten Schwingerkranz.

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Bis zum fünften Gang schien ein junger Gästeschwinger dem einheimischen Eidgenossen Michael Bless im Rennen um den Tagessieg am Appenzeller Kantonalschwingfest die Suppe zu versalzen. Der 16-jährige Samuel Giger aus dem Thurgauer Verband reihte vom Anschwingen bis zum vierten Gang Sieg an Sieg. Die beiden Teilverbandskranzer Lukas Nigg und Remo Büchler bezwang er ebenso souverän wie Andreas Fässler und Samir Leuppi. Mit Kurz brachte er seine Gegner in Bedrängnis und vollendete am Boden, oder er legte sie auf direktem Weg auf die gültige Seite. Michael Bless, der Favorit auf den Tagessieg, hingegen stellte im Anschwingen mit Eidgenosse Fabian Kindlimann. Beidseitig wurde der Gang defensiv geführt. Im fünften Gang trafen Bless und Giger aufeinander. Einer Kurzattacke Gigers liess Bless ein Lätz-Konter folgen. So brachte der Einheimische den Gast aus dem Thurgau auf die gültige Seite. Im Rücken dieser beiden Protagonisten lieferte sich ein Trio einen Kampf um den Einzug in den Schlussgang. Eidgenosse Raphael Zwyssig und Marcel Kuster gewannen zwar ihre beiden Gänge im Anschwingen, liessen aber danach (Zwyssig gegen Leuppi Samir und Kuster gegen Steiner Michael) wertvolle Punkte in Form eines gestellten Ganges liegen. Der Appenzell Andreas Fässler konnte von den Verlustpunkten der beiden Mitfavoriten profitieren. Obwohl er gegen Samuel Giger im dritten Gang chancenlos blieb, zog Fässler mit vier Plattwürfen in den Schlussgang ein. Dort wurde die Sache einseitig. Bereits beim zweiten Zusammengreifen gelang Michael Bless mit Kurz der erfolgbringende Wurf.
Mit Dominik Schmid und Andreas Inauen gewannen zwei Schwinger aus dem Appenzeller Verband ihren ersten Kranz. Während Schmid schon einige Male nahe am Kranzgewinn stand, durfte Inauens Erfolg nicht erwartet werden. Den grössten Anteil an Kränzen sicherten sich die Einheimischen. Zwölf der 25 Kränze blieben im Appenzellerland. Über je drei Exemplare dürfen die Glarner und Zürcher jubeln, während die Ausbeute mit fünf Kränzen für die St.Galler mässig ausfiel.

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