Kuster mit gelungenem Comeback

Mit der 85. Austragung des traditionellen Niklausschwingets in der Stadthalle Dietikon, beendeten die Nordostschweizer Schwinger am Samstag ihre Wettkämpfe für das laufende Kalenderjahr. Im Teilnehmerfeld von rund 80 Schwingern durften auch Gäste aus den Verbänden der Nordwest-, Südwest- und Innerschweiz begrüsst werden.

  • Thomas Kuster (links) zeigte ein erfolgreiches Comeback. (Archivbilder: Lorenz Reifler)

    Thomas Kuster (links) zeigte ein erfolgreiches Comeback. (Archivbilder: Lorenz Reifler)

  • Sepp Fuster (rechts) rangiert als bester Innerrhoder auf dem achten Schlussrang.

    Sepp Fuster (rechts) rangiert als bester Innerrhoder auf dem achten Schlussrang.

  • Martin Roth (oben) gelang eine Spitzenklassierung ohne Niederlage.

    Martin Roth (oben) gelang eine Spitzenklassierung ohne Niederlage.

Roth auf Rang 4

Eine kleine Delegation des Appenzeller Schwingerverbandes, welche vom Herisauer Eidgenossen Martin Roth angeführt wurde, nahm den Weg ebenfalls auf sich. In einer der absoluten Spitzenpaarungen des ersten Ganges traf der Herisauer auf den Lokalmatadoren Samir Leuppi. In einem ausgeglichenen Abnützungskampf endete der Kampf ohne einen Sieger. Auch in den folgenden Gängen fand Roth nicht umgehend auf die Siegerstrasse. In drei seiner vier ersten Kämpfe musste er über die volle Gangdauer. Glücklicherweise wurde er meist mit den besseren Noten belohnt, welche ihn mit den zwei abschliessenden Plattwürfen auf den vierten Schlussrang zu hieven vermochten und zur besten Appenzeller Klassierung führten.

Kuster trotzt Schwägalp-Sieger

In den Auszeichnungsrängen fanden sich drei weitere Appenzeller wieder. Mit einem identischen Notenblatt von je drei Siegen, zwei Niederlagen und einer Punkteteilung zeigten auch Sepp Fuster, Patrick Schmid und Thomas Kuster einen ansprechenden Wettkampf. Eine weitere Gemeinsamkeit fand sich ebenfalls darin wieder, als dass sich alle drei Schwinger einem Eidgenossen stellen mussten, wenngleich alle entsprechenden Zweikämpfe zu Ungunsten der Appenzeller ausgingen. Mit leicht besseren Noten behauptete sich Fuster auf dem achten Schlussrang, währendem sich Schmid und Kuster auf dem neunten Schlussrang wiederfanden. Thomas Kuster verpasste einen Grossteil der vergangenen Saison. Umso erfreulicher war die Tatsache, dass er sich nun soweit von seiner Operation erholen konnte, dass ein Start in Dietikon möglich erschien. Zudem startete Kuster verheissungsvoll mit einem Plattwurf in sein Comeback. Und auch im zweiten Gang gegen den diesjährigen Schwägalp-Sieger Mario Schneider liess sich Kuster nicht aus der Ruhe bringen und teilte mit dem Thurgauer die Punkte. Im sechsten Gang hätte er gegen Roger Rychen noch die Chance für eine absolute Topplatzierung wahrnehmen können, diese Hürde war dann aber doch etwas zu gross.

Rychen lachender Dritter

Den Schlussgang bestritten die beiden Eidgenossen Patrick Räbmatter und Fabian Kindlimann. Die beiden Schwergewichte vermochten es aber leider nicht, den Sieg unter sich auszumachen, weshalb ein ereignisarmer Schlussgang ohne einen Sieger zu Ende ging. Als lachender Dritter profitierte der Glarner Eidgenosse Roger Rychen von dieser Situation. Mit seinem abschliessenden Sieg gegen Kuster distanzierte er das gesamte restliche Teilnehmerfeld und triumphierte erstmals am Niklausschwinget in Dietikon. Auf dem Ehrenplatz fand sich Mario Schneider wieder. Die beiden Schlussgangteilnehmer rangierten am Ende ex aequo auf dem dritten Schlussrang.


Ranglistenauszug:

1. Roger Rychen, Mollis
4c. Martin Roth, Waldstatt
8c. Sepp Fuster, Appenzell
9d. Patrick Schmid, Appenzell
9e. Thomas Kuster, Altstätten (alle mit Auszeichnung)

Weitere Artikel

Schreibe einen Kommentar