Knappe Niederlage für TVA-Frauen

Eine Leistungssteigerung nach der ­Pause war für die Handball-Frauen des TV ­Appenzell in der Finalrunde der 2. Liga gegen Tabellenführer BSV Weinfelden zu wenig. Am Ende stand eine knappe 17:18-Niederlage.

  • Coach Reto Zuglian hatte bei den Timeouts allerhand zu sagen. (Bild: zVg)

    Coach Reto Zuglian hatte bei den Timeouts allerhand zu sagen. (Bild: zVg)

  • Lynn Rusch, eine der jüngsten im Team, macht gegen Weinfelden drei Treffer. (Bild: Dani Gmünder)

    Lynn Rusch, eine der jüngsten im Team, macht gegen Weinfelden drei Treffer. (Bild: Dani Gmünder)

Krankheitsbedingte sowie berufliche Absenzen einzelner Spielerinnen zwang TVA-Trainer Reto Zuglian, die einsatzfähigen Spielerinnen auf Positionen einzusetzen, die für sie ungewohnt waren. Und das gegen einen BSV Weinfelden, der in voller Mannschaftsstärke antreten konnte. Dennoch liessen sich die Appenzellerinnen zu keinem Zeitpunkt abschütteln und konnten Rückstände immer wieder aufholen.

Es dauerte aber satte fünf Minuten, bis das erste Tor fiel. Man spürte förmlich, dass sich beide Teams erst gegenseitig «abtasten» wollten. Die Innerrhoderinnen brachten den nötigen Respekt mit, war doch die Niederlage im Cup (17:23) gegen die Thurgauerinnen noch präsent. Trotzdem liess man sich in keinster Weise durch das Fehlen von Stammspielerinnen beirren. Es wurden immer wieder Wege zum Abschluss gesucht. Auch wenn die Trefferquote in der ersten Halbzeit eher dürftig ausfiel.

Fässler verhindert höheren Rückstand

Was vorne nicht gelang, wurde hinten wieder wettgemacht. Sei es durch die kompakte Abwehr oder aber durch die Torfrau Jael Fässler, die das eine oder andere «Unglück» zu verhindern wusste. Durch ungewohnte Positionen im Feld waren dann auch ungewohnte Fehler nicht zu vermeiden.

In der Offensive gab es einen Lichtblick. Diesmal in Form von Lynn Rusch, die plötzlich aus der Flügelposition ein Tor in einer Leichtigkeit erzielte, als hätte sie nie etwas anderes getan. Mit 6:9 aus Appenzeller Sicht ging es in die Pause.

Doch kein übermächtiger Gegner

Nach dem Seitenwechsel schienen auch die Weinfelderinnen anfällig. Während Ronja Manser für den TVA das Diktat übernahm, konnten Andrina Inauen und June Fritsche immer wieder erfolgreich abschliessen. Die Innerrhoderinnen fanden immer besser in die Partie. Und Rusch, die Kreisläuferin, rückte wieder in den Mittelpunkt. Ein missglückter Siebenmeter wurde von ihr geistesgegenwärtig nach dem Abpraller am Fuss der Gäste-Torhüterin doch noch im Netz versenkt. So gelang es dem Team, einen Drei-Tore-Rückstand bis in die letzten fünf Minuten in ein «Fast-Unentschieden» zu verwandeln.

Inauen-Ausgleich zählt nicht

Diese letzten fünf Minuten waren hart umkämpft. Sämtliche Kräfte wurden ein letztes Mal mobilisiert und zehn Sekunden vor Abpfiff traf Andrina Inauen zum Ausgleich – doch die Schiedsrichter gaben den Treffer korrekterweise nicht.

Die Niederlage ist für die TVA-Frauen bitter. Dennoch dürfen sie mit erhobenem Haupt als Tabellenfünfte in die kurze Spielpause gehen.

TV Appenzell – BSV Weinfelden 17:18 (6:9)
TV Appenzell: Jael Fässler (11 Paraden); Ronja Manser (2 Tore), Andrina Inauen (5), Lina Hehli (1), Lynn Rusch (3), Celine Oberle, Giulia Maselli (1), June Fritsche (4).

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