Kloster Grimmenstein Zielort der Liegevelo-WM

1913 wurde in Walzenhausen ein Veloclub gegründet. Heute gehört er der Vergangenheit an. Aber genau 110 Jahre später führte das Bergrennen der Liegevelo-WM 113 Fahrerinnen und Fahrer von St. Margrethen nach Walzenhausen.

  • Unverschalt bis vollverschalt, auf zwei oder drei Rädern, absolvierten die 102 Wettkämpfenden das Bergrennen in Liegevelos von St. Margrethen nach Walzenhausen.  (Bilder: Isabelle Kürsteiner)

    Unverschalt bis vollverschalt, auf zwei oder drei Rädern, absolvierten die 102 Wettkämpfenden das Bergrennen in Liegevelos von St. Margrethen nach Walzenhausen. (Bilder: Isabelle Kürsteiner)

Das erste Velo in der Gemeinde Walzenhausen besass in den 1890er Jahren der «Wilder-Mann»-Wirt Mösli. Seine Fahrten zum sonntäglichen Gottesdienst wurden damals allerdings als ungehörig empfunden. In der Zwischenzeit gibt es die verschiedensten Velomodelle, natürlich auch mit Elektroantrieb.

Rennen St. Margrethen-Walzenhausen

Ab dem 11. August traf sich die Elite der Liegevelofahrerinnen und -fahrer, um an drei Tagen ein Bergrennen sowie Sprints über 200, 1000 und 4000 Meter und ein 100-Kilometer-Rennen zu bestreiten. Als Organisatoren verantwortlich waren der Liegeradclub Vorarlberg und Future Bike Schweiz. Beim ersten Wettkampf, dem Bergrennen, war Walzenhausen involviert. Die Rennstrecke verlief vom Parkplatz des Mineralheilbads bis zum Kloster Grimmenstein. Spontan organisierte Erwin Steingruber auf dem Vorplatz der Autogarage Steingruber GmbH eine Festwirtschaft direkt an der Rennstrecke.

Rennautolegende als Festwirt

«Wenn schon eine WM nach Walzenhausen führt, muss man etwas organisieren», seine Worte. Steingruber war Leader und mehrfacher Schweizer Meister nach Punkten in der Rennwagenserie Formel V Super. Nach 1982 folgte ein Wechsel in die Formel 2. Heute zeichnet er sich als OK-Präsident des Vereins Historischer Bergsprint Walzenhausen-Lachen aus. Und die Zuschauenden wurden nicht enttäuscht. 102 Rennfahrerinnen und -fahrer beendeten das Bergrennen. Zu sehen waren unverschalte, verschalte und vollverschalte Zweiräder sowie Trikes (Dreiräder) und Tandems.

Sieger auf Cruzbike Vendetta V20

Sieger wurde Alain Hinzen auf Cruzbike Vendetta V20 mit der Bestzeit von 11:38.239 Minuten und damit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 17,5 km/h. Im Jahr 2017 hielt Alain Hinzen gar vier Weltmeistertitel gleichzeitig. Bester Schweizer wurde auf Platz 5 Christoph Rindlisbacher. Er gewann zum Schluss der WM das 100-km-Rennen in 5:2.262 Stunden und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 55,7 km/h.

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