Jede Menge Action und gute Platzierungen im Waadtland

In Leysin, Kanton Waadt, war in den vergangenen Jahren ein Mountainbike-Eldorado entstanden mit Bikepark, Pumptrack und zahlreichen Tourenmöglichkeiten. In der Feriendestination wurde am Wochenende der vierte Swiss Bike Cup ausgetragen. Die Neuseeländerin Samara Maxwell bei den Elite-Frauen und Timon Rüegg bei den Männern waren die Tagessieger.

  • (Symbolbild: Bigstock)

    (Symbolbild: Bigstock)

Timon Rüegg, der mehrfache Schweizer Meister im Cyclo-Cross, schlug in Leysin gleich zweimal zu. Der 28-Jährige nutzte seine Chance und eroberte mit einem souveränen Sieg auch gleich die Führung in der Gesamtwertung des Swiss Bike Cup. Damit sicherte er sich wichtige Punkte für die UCI-Weltrangliste. Schon in der ersten Runde hatte Timon Rüegg aus dem «BIXS Performance Race Team» seine Ambitionen angemeldet. Er setzte sich von Fahrern wie Ursin Spescha, «Ka Boom Krapf», und Joris Ryf, «Specialized Factory Racing», ab. Ausserdem hielt er den Franzosen Loan Cheneval vom «Team Massi UCI» auf Distanz, der sich stetig nach vorne arbeitete. Timon Rüegg, der seinen Vorsprung kontinuierlich ausbauen konnte, gewann ungefährdet 52 Sekunden vor dem Franzosen und Ursin Spescha.

One-Woman-Show

Einen überlegenen Sieg gab es auch bei den Frauen. Mit der jungen Neuseeländerin Samara Maxwell, U23-Weltmeisterin von 2023, gewann die grosse Favoritin mit 1:03 Minuten Vorsprung. Sie liess in einem physisch herausfordernden Rennen mit einem Start-Ziel-Sieg bei einer eher längeren Siegerzeit von über 1:30 Stunden überhaupt keine Diskussionen aufkommen. Dank eines vierten Ranges konnte die polnische Meisterin Paula Gorycka ihre Führung im Gesamtklassement des Swiss Bike Cup mit 277 Punkten verteidigen.

Obwohl der Regen in den Tagen zuvor die Piste teilweise aufgeweicht hatte und für Rutschpartien sorgte, begeisterten die spannenden und fairen Rennverläufe. In den jüngeren Kategorien stellten sich auch zwei Fahrer von Danis Biketeam der Herausforderung: Kilian Lengmüller (U13) und Levin Streule (U15). Der hohe Anteil an technisch herausfordernden Single-Trails verlangte den Appenzeller Mountainbikern alles ab, zugleich freuten sie sich aber darüber.

Nach einem weniger geglückten Start im 50-köpfigen U13-Teilnehmerfeld musste Kilian Lengmüller in der ersten von drei zu fahrenden Runden das Feld von hinten aufrollen. Aus dem hinteren Drittel des Starterfeldes heraus gelang es dem Trogner auf der mit Single-Trails und steinigen Downhill-Passagen gespickten Strecke, sich bis zur ersten Zieldurchfahrt wieder auf Position 14 vorzukämpfen. Im Verlauf der beiden folgenden Runden konnte Kilian Lengmüller weitere Konkurrenten passieren. Er beendete das Rennen am Ende als Jahrgangszweiter auf dem sehr guten zehnten Rang.

Rang elf für den Oberdorfer

Levin Streule, Kategorie U15, bewies sich als schneller Starter und konnte sich noch vor den schmalen Trail-Passagen gut einordnen. Die Spitzengruppe rund um Aubin Favre, den Italiener Mattia Acanfora und den Deutschen Paul-Frederic Gebauer sowie die Franzosen Charles Kallin und Mic Willy setzte sich wie erwartet bereits in der ersten Runde deutlich ab. Levin Streule hielt sich tapfer in einer Position im vorderen Fünftel, musste die zweite Verfolgergruppe jedoch ziehen lassen. Schliesslich wurde der Brülisauer als Zweiter seines Jahrgangs mit dem elften  Schlussrang belohnt. In der Gesamtwertung des Swiss Bike Cup steht er weiterhin auf dem zweiten Platz in seinem Jahrgang.

Zu Beginn in den Stau geraten

Eine Kategorie höher stieg Nick Knechtle in der U17-Konkurrenz ins Rennen. Er startete vom 20. Platz aus der dritten Reihe. Beim Start gelang es ihm bereits, einige Positionen gutzumachen. Da es aber danach gleich in einen Single-Track ging, stauten sich die Fahrer und er verlor rund 30 Sekunden auf die Spitze. In der zweiten Rennhälfte konnte Nick Knechtle nochmals aufdrehen. Der Mountainbiker aus Steinegg fuhr als Neunter in einem stark besetzten Feld ins Ziel.

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