Hersche unterliegt im Schlussgang

Ein erstklassig organisiertes Appenzeller Kantonalschwingfest fand am Sonntagabend mit Mario Schneider einen würdigen Festsieger. Im Schlussgang bezwang er den Innerrhoder Eidgenossen Martin Hersche.

  • Martin Hersche (unten) unterliegt im Schlussgang Mario Schneider. (Bilder: Lorenz Reifler)

    Martin Hersche (unten) unterliegt im Schlussgang Mario Schneider. (Bilder: Lorenz Reifler)

  • Thomas Kuster (rechts) luchste dem St. Galler Eidgenossen Marco Good eine Punkteteilung ab.

    Thomas Kuster (rechts) luchste dem St. Galler Eidgenossen Marco Good eine Punkteteilung ab.

  • Marcel Mösli (oben) holte sich die drittbeste Appenzeller Rangierung.

    Marcel Mösli (oben) holte sich die drittbeste Appenzeller Rangierung.

  • Daniel Oertle (rechts) beendete in Hundwil seine Aktivkarriere.

    Daniel Oertle (rechts) beendete in Hundwil seine Aktivkarriere.

  • Mario Schneider feierte in Hundwil seinen zweiten Kranzfestsieg seiner Karriere.

    Mario Schneider feierte in Hundwil seinen zweiten Kranzfestsieg seiner Karriere.

Das Teilnehmerfeld wurde von insgesamt von sechs Eidgenossen angeführt. In den Direktduellen neutralisierten sich die Favoriten gleich selbst. Die anschliessende Aufholjagd liess aber den Festverlauf bis zuletzt offen. Vor dem Schlussgang rangierte Hersche einen Viertelpunkt vor Schneider. Dicht auf den Fersen war ihnen jedoch Armon Orlik, welcher bei einem gestellten Schlussgang den Festsieg geerbt hätte. Im letzten Gang des Tages neutralisierten sich beide Athleten weitgehend, ehe Schneider nach knapp sieben Minuten die Entscheidung mittels Kreuzgriff herbeiführen konnte. Nach seinem historischen Schwägalpsieg 2023, war dies gleichbedeutend mit seinem zweiten Kranzfestsieg seiner Karriere. Für Martin Hersche war es allerdings die zweite Schlussgangniederlage am eigenen Kantonalschwingfest in Folge. Im vergangenen Jahr unterlag er Schneiders Bruder Dominic. Mit dem dritten Schlussrang sicherte er sich dennoch die beste Appenzeller Klassierung.

Appenzeller bremsen Eidgenossen aus

Hinter Hersche klassierten sich mit Thomas Kuster und Marcel Mösli zwei Gaiser auf den Rängen fünf und sechs. Kuster gelang es unter anderem im dritten Gang, dem amtierenden St. Galler Kantonalfestsieger Marco Good eine Punkteteilung abzuluchsen. Mit diesem Geniestreich war Kuster aber nicht alleine. Auch Patrick Schmid, Andrin Poltera und Reto Koch gelang es, einem der Eidgenossen einen gestellten Gang anzuhängen. Diese Leistungen wurden im Endeffekt insofern belohnt, dass am Abend alle genannten Schwinger kranzgeschmückt nach Hause kehren konnten. Für Schmid wäre gar eine absolute Spitzenklassierung möglich gewesen, im Spitzenkampf gegen Armon Orlik blieb er aber chancenlos. Auch Martin Roth kämpfte erfolgreich, für den Schlussgangeinzug fehlten ihm aber die entsprechenden Noten. Im abschliessenden Gang musste er dann erneut die Punkte teilen, weshalb er sich mit dem siebten, aber dennoch kranzberechtigten Rang begnügen musste. Dennoch dürfte dies ein versöhnlicher Wettkampf gewesen sein, zumal er zuletzt mit einer Muskelverletzung zu kämpfen hatte.

Giger erkämpft sich ersten Kranz

Die Appenzeller erkämpften sich insgesamt acht Kränze. Nebst den sieben arrivierten Kranzschwinger erkämpfte sich auch der Teufner Florian Giger sein erstes Eichenlaub seiner Karriere. Diesen Erfolg verdankte er unter anderem seinem Sieg gegen den Kranzschwinger Patrick Bürgler. Im abschliessenden Gang lag dann aber die Entscheidung auf Messers Schneide. In einem auf Biegen und Brechen geführten Kampf sicherte sich dann aber Giger den Sieg gegen Lucien Weibel und somit den wohlverdienten Kranz.

Daniel Oertle beendet Aktivkarriere

Etliche weitere Appenzeller Schwinger hatten im abschliessenden Gang die Möglichkeit, sich in die Kranzränge zu schwingen. So war beispielsweise Mario Bösch sehr nahe am Sieg, letztendlich ging der Kampf aber verloren. Auch Markus Schläpfer, Sepp Fuster, Naim Fejzaj, Andreas Inauen und Flavio Sutter blieben bis zuletzt im Rennen um das begehrte Eichenlaub. Das Wettkampfglück wollte allerdings nicht auf ihre Seite kippen, weshalb die Kranzränge leider ebenfalls ausser Reichweite gerieten. Vor Heimpublikum bestritt Daniel Oertle kurz vor dem Schlussgang den letzten Gang seiner Karriere. Den abschliessenden Sieg verdankte das Publikum dem 32-jährigen Hundwiler mit einem frenetischen Applaus und seine Klubkollegen mit einem Champagner. Oertle erkämpfte sich in seiner Karriere insgesamt drei Kränze. Ein weiteres Exemplar kam leider in Hundwil nicht dazu, da er trotz vier Siegen den Kranz um den ärgerlichen Viertelpunkt verpasste. 

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