Handballdamen verschenken zwei Punkte

Es war eine Begegnung auf Augenhöhe zwischen den Damen des TV Appenzell und dem KTV Wil. Die Schwächephase in den letzten 10 Minuten der TVA-Frauen erinnerte an die Partie der 1.-Liga-Herren gegen Fides. So setzte es am Ende eine 20:23-Niederlage.

  • Elena Schmid (Nr. 21)  führte vor allem in der ersten Hälfte gekonnt Regie bei den Appenzeller Damen. (Bild: Dani Gmünder)

    Elena Schmid (Nr. 21) führte vor allem in der ersten Hälfte gekonnt Regie bei den Appenzeller Damen. (Bild: Dani Gmünder)

Die Geschichte hätte glücklich ausgehen können. Hätte, wenn auch in den letzten 10 Minuten die Kaltschnäuzigkeit an den Tag gelegt worden wäre. Anscheinend liessen die Kräfte nach, wodurch die Wilerinnen zu vielen einfachen Toren kamen. Halbzeit eins war dennoch löblich. Man war gewillt, sich den St. Gallerinnen von der besten Seite zu zeigen.

Die Startaufstellung war für den TVA perfekt gewählt. Obschon die Wilerinnen nach knappen 2 Minuten bereits zwei Tore erzielt hatten und die Innerrhoderinnen noch mit leeren Händen dastanden, liess man sich nicht aus der Ruhe bringen. Immer wieder legten die Damen des KTV Wil vor, die TVA-Damen zogen nach. Bis sich dann die Wilerinnen bis zur Hälfte der ersten Halbzeit doch mit drei Toren absetzen konnten.

Beim Stand von 6:9 bis zur 17. Minute zog Elena Schmid die Fäden, brachte wieder etwas mehr Tempo und Rhythmik ins Spiel. Somit liess der Ausgleich nicht lange auf sich warten und Léonie Schiegg konnte gar bis zur Pause mit fünf erfolgreichen Abschlüssen die Führung von 16:14 sichern.

Die Führung bis zur Pause konnte zwar noch einige Minuten gehalten werden. Dann waren sie aber wieder da, die unnötigen Fehler, die Ratlosigkeit im Angriff und das Fehlen von Absprachen in der Verteidigung. So konnte Wil immer wieder Lücken nutzen, worauf auch Keeperin Jael Fässler kein Rezept fand. Als dann die Gäste bis 5 Minuten vor Schluss mit vier Toren davonzogen, war die Sache gegessen. Auch die Zeitstrafen gegen Wil lockten die Appenzellerinnen nicht mehr aus der Reserve. Eine bittere Niederlage, durch die die Damen in der Tabelle auf Rang sechs abrutschen. In der Finalrunde sind jedoch erst drei Partien gespielt. Und schon am Samstag reisen die TVA-Frauen nach Dietikon, wo sie beim Tabellennachbarn (Rang sieben) SG Freiamt Plus eine «Wiedergutmachung» anstreben werden.

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  • (Symbolbild: fotolia)

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