Gute Leistung wurde nicht belohnt

Das neue Jahr startete für die Damen des UH Appenzell mit einem Heimspiel gegen Floorball Uri. Nach einem umkämpften Spiel mussten sie sich mit 5:7 geschlagen geben.

  • Für die Unihockey-Damen des UH Appenzell setzte es eine unglückliche Heimniederlage gegen Floorball Uri. (Bild: zVg)

    Für die Unihockey-Damen des UH Appenzell setzte es eine unglückliche Heimniederlage gegen Floorball Uri. (Bild: zVg)

Die Appenzellerinnen nahmen von Beginn weg das Spieldiktat in die Hand und übten viel Druck aus. Dies wurde in der 4. Minute das erste Mal belohnt und Ronja Graf erzielte auf Pass von Karin Fässler den ersten Treffer. Im nächsten Einsatz dieser Linie zappelte das Netz erneut. Diesmal versenkte Samira Eberle einen Abpraller nach einem Schuss von Sabrina Schmid. Dieser optimale Start wurde nur wenige Minuten später durch zwei kleine Fehler in der Defensive mit einem Doppelschlag von Uri zunichte gemacht. Bis zur ersten Pausensirene begegneten sich die Teams auf Augenhöhe. Trotz mehreren Chancen änderte sich der Spielstand nicht mehr.

Mit neu formierten Linien starteten die Appenzellerinnen ins zweite Drittel. Diesmal waren es jedoch die Urnerinnen, welche den besseren Start erwischten. In der 22. Minute nutzen sie einen schön ausgeführten Konter zur erstmaligen Führung.

Das Heimteam konnte nicht mehr ganz an die Leistung des ersten Drittels anknüpfen. Den Gegnerinnen wurde zu viel Platz gelassen und in den eigenen Spielzügen fehlte die letzte Konsequenz. So war es wieder das Gastteam, welches den nächsten Treffer zum 4:2 bejubeln konnte.

Dieser Gegentreffer weckte die Appenzellerinnen auf. Sie zeigten nun ihre Qualitäten und nahmen das Spieldiktat wieder in die Hand. In der 35. Minute behauptete sich Sabrina Schmid im Slot und verkürzte zum 3:4. Mit diesem Spielstand ging es in die zweite Drittelpause.

Gäste mit nächstem Doppelschlag

Motiviert, die drei Punkte in Appenzell zu behalten, kamen die Damen des UHA aus der Kabine – und mussten jedoch nach 40 Sekunden schon einen Dämpfer einstecken, als Uri den Zwei-Tore-Vorsprung wiederherstellte. Und weil es schien, dass Uri an diesem Abend nur Doppelschläge bewerkstelligte, mussten die Appenzellerinnen eine Minute später auch noch das 3:6 hinnehmen.

Die Trainer nahmen daraufhin das Time-out und erinnerten das Team, dass man mehr Spielanteile und Chancen hatte und ein Sieg noch möglich war. Viviane Manser liess diesen Worten Taten folgen und verkürzte mit einem Sololauf. Der Glaube an den Sieg war spätestens eine Minute später nach dem Anschlusstor von Sabrina Schmid bei jeder Appenzellerin wieder zu spüren. Nach einem Urner Time-out führte ein grenzwertig weiter Auswurf der Urner Torhüterin aber zu einem Assist und die Appenzellerinnen rannten wieder einem Zwei-Tore-Rückstand hinterher.

Alles auf eine Karte gesetzt

7 Minute vor Ende des dritten Drittels ersetzten die Appenzellerinnen die Torhüterin mit einer sechsten Feldspielerin. Die Chancen konnten jedoch nicht genutzt werden. Auch eine Strafe gegen Uri in der 59. Minute änderte nichts mehr am Endstand von 5:7.

Eine ansprechende Leistung der Appenzellerinnen wurde wieder nicht belohnt. So stehen sie drei Runden vor Ende der regulären Saison auf dem siebten Tabellenrang. Schon nächstes Wochenende bietet sich jedoch wieder die Chance auf Punkte auswärts gegen die Red Lions Frauenfeld.

UH Appenzell – Floorball Uri 5:7 (2:2, 1:2, 2:3)

Turnhalle Gringel, Appenzell. 135 Zuschauer. SR De-Marchi/Nievergelt. – Tore: 4. R. Graf (K. Fässler) 1:0. 6. S. Eberle (S. Schmid) 2:0. 8. N. Drabekova (S. Rüttimann-Bösch) 2:1. 10. L. Brandt (L. Ming) 2:2. 22. A. Magagnino 2:3. 28. P. Bitterli 2:4. 35. S. Schmid (R. Graf) 3:4. 51. S. Müller 3:5. 52. L. Brandt (M. Näf) 3:6. 53. V. Manser 4:6. 54. S. Schmid (R. Graf) 5:6. 55. N. Drabekova 5:7. – Strafen: einmal zwei Minuten gegen Floorball Uri. – UH Appenzell: Marianne Meier, Charlotte Johnsrud, Melanie Born, Cindy Koller, Karin Fässler, Corinne Knellwolf, Anja Sonderegger, Joana Nef, Mia Leibundgut, Svenja Manser, Sabrina Schmid, Viviane Manser, Livia Heller, Ronja Graf, Samira Eberle, Sabrina Inauen, Larinja Speck, Ladina Moser, Chiara Sonderer, Jana Lauper, Julia Morosi, Frida Svensson; Betreut durch: Marco Kipfer, Myriam Sonderer, Andy Ferro, Laura Inauen. – Bemerkung: Ronja Graf (UH Appenzell) und Linnéa Brandt (Floorball Uri) als beste Spielerinnen ausgezeichnet.

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