Gut gekämpft und doch verloren

Die Innerrhoderinnen setzten sich am Sonntag im aargauischen Obersiggenthal gut in Szene. Unnötige Fehler verhinderten aber ein glückliches Ende der Partie. Dennoch können sie zuversichtlich auf die kommenden Begegnungen schauen.

  • Das Damen-1-Team des TV Appenzell kassierte im Aargau zwar eine Niederlage, zeigte aber einen guten Auftritt. (Bild: zVg)

    Das Damen-1-Team des TV Appenzell kassierte im Aargau zwar eine Niederlage, zeigte aber einen guten Auftritt. (Bild: zVg)

Die Finalrunde ist noch jung, der Ausgang noch offen. Für deren zweite Partie hatten die Appenzeller Handballerinnen eine etwas weitere Reise als gewohnt anzutreten. Die Gegnerinnen, die 2.-Liga-Frauen der HSG Aargau Ost, liefen selbstbewusst auf, während die Innerrhoderinnen eine gesunde Portion «Ehrfurcht» vor dem unbekannten Aargauer Team hegten. Wohl wissend, dass dieses über etliche Spielerinnen verfügte, welche nebst der 2. Liga auch in der SPL2-Equipe oder aber bei der FU18 Elite/Inter zum Zug kommen.

Verhaltener Start

Gemäss Aussage des Trainers Reto Zuglian starteten die TVA-Damen 1 sehr verhalten in die Partie. Dass sie einem völlig unbekannten Team gegenüberstanden, spürte man. Dennoch gelang es den Appenzellerinnen, das Heimteam voll ans Limit zu bringen. Die Aargauerinnen schafften es vorerst nicht, sich wesentlich abzusetzen. Wie gewohnt stand die Innerrhoder Abwehr kompakt und machte den Gastgeberinnen das Leben schwer. Bis zur Pause schien es dann doch so, als ob die Einheimischen den TVA-Frauen in diesem Spiel keine Chance lassen würden. Der Pausenstand von 13:8 war deutlich, aber keinesfalls eine Vorentscheidung. Die zweiten 30 Minuten mussten erst einmal gespielt werden.

Aufholjagd in den letzten Minuten

Gestärkt vom Pausentee zeigten sich beide 2.-Liga-Teams noch entschlossener. Zu keiner Zeit gaben die körperlich unterlegenen Innerrhoderinnen auf. Leider war aber die Chancenauswertung auch in Halbzeit zwei eher dürftig. So erspielte sich das Heimteam kurzzeitig gar einen Vorsprung von acht Toren. Glücklicherweise liessen sich die Appenzellerinnen nicht aus dem Konzept bringen, fassten Fuss und fanden immer besser ins Spiel. Dieser «Weckruf» kam etwas zu spät. Bis zur 46. Minute konnten die Innerrhoder Gäste zwar wieder auf vier Tore verkürzen. Die unsauberen Abschlüsse und die unglücklichen 2-Minuten-Strafen stoppten den Lauf jedoch. Der Unparteiische ahndete die Vergehen des TVA-Teams doch recht konsequent. In den letzten 5 Minuten kamen die Appenzellerinnen nochmals auf zwei Tore heran. Nun schlichen sich aber auch immer mehr unnötige Fehler ein, deren Ausbleiben vielleicht sogar ein Unentschieden hätte herbeiführen können.

Obschon das Spiel schliesslich mit 21:25 verloren ging, verliess das Team aus dem Appenzellerland nicht ganz unzufrieden das Spielfeld. Das Kompliment des gegnerischen Trainers dürfte Ansporn genug sein, in den nächsten Partien wieder die Oberhand zu gewinnen. Dieser wagte es nämlich während der Partie nicht, seine SPL2-Spielerinnen auszuwechseln, weil die Innerrhoderinnen das Heimteam doch aufs Äusserste forderten.

Für den TV Appenzell im Einsatz: Jael Fässler (9 Paraden); Ronja Manser (1), Andrina Inauen (3), Nena Schenk (1), Valeria Buchmann, Lina Hehli (4), Léonie Schiegg (2), Celine Oberle (1), Giulia Maselli (3), June Fritsche (1), Elena Schmid (5)

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