Furrer ist zweifacher Doppelweltmeister

Im österreichischen St. Ulrich/Hochfilzen wurde der in Oberegg aufgewachsene Martin Furrer Masters-Doppelweltmeister im Skilanglauf und zugleich auch noch Masters-Vize-Weltmeister.

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So wie Simon Ammann zweifacher Doppel-Olympiasieger der Skispringer wurde, gelang es dem in Lenzerheide wohnhaften Skilangläufer Martin Furrer, zweifacher Masters Doppelweltmeister der Skilangläufer zu werden. Viel hatte er im vergangenen Jahr für diese Erfolge getan. Selbst im Sommer ging er das Wettkampfgelände mit dem Mountainbike inspizieren und baute bei sich zu Hause auf der Lenzerheide eine ähnliche Strecke als Trainingsstrecke in sein Programm auf. Weil die diesjährige WM aussergewöhnlich früh im Winter stattfand, musste er sich auch sein eigens zusammengestelltes Trainingsprogramm nochmals neu gestalten, damit er für seinen ersten Saisonhöhepunkt schon so früh in Form sein konnte. Die speziell dafür ins Programm aufgenommenen Wettkämpfe vor der WM verrieten ihm, dass er sich auf dem richtigen Weg befand. Beim Pustertaler-Skimarathon in Toblach/Italien klassierte er sich unter den 600 Teilnehmern als 16. und wurde zugleich auch Kategoriensieger. Eine Woche später, beim World-Loppet Dolomiten-Classicrace in Obertilliach/Österreich, gelang ihm mit dem 11. Gesamtrang unter 800 Teilnehmern eine eindrückliche Leistung inmitten der absoluten Langdistanz-Weltelite. Dass er seine Kategorie mit fast 20 Minuten Vorsprung gewann verdeutlicht seine Leistung noch mehr.
Die im Vorjahr in Asiago/Italien gewonnenen beiden Masters-Weltmeistertitel plus Vize-Weltmeistertitel setzten ihn zusätzlich unter Druck und die Erwartungen der gesamten Schweizer Delegation waren denn auch dementsprechend hoch. Dass er diesem Druck standhalten konnte ist wohl auch einem Teil seines Mentaltrainings zu verdanken.  Bereits  beim ersten Wettkampf über 30 Kilometer gelang es ihm schon früh, eine kleine Spitzengruppe zu bilden. Dass er im Spurt nur von einem Schweden bezwungen wurde,stärkte sein Selbstvertrauen sehr. Tags darauf, über die für ihn nicht geliebte Distanz über nur 10 Kilometer, führte er das gesamte Feld vom Start weg an und gab die Führung nie ab, zog einen langgezogenen Spurt an und wurde zu seiner eigenen Überraschung Masters-Weltmeister vor einem Russen. Mit viel Selbstvertrauen und gestärkt durch diese beiden Medaillen freute er sich dann über die noch ausstehende Königsdisziplin über 45 Kilometer. Bereits in der ersten von drei Runden fand er Unterschlupf in einer Dreier-Spitzengruppe, die gut zusammenarbeitete und so mussten dann die letzten fünf schwierigen Kilometer mit steilen Anstiegen über  den Ausgang des Wettkampfes entscheiden. Genau dort erwartete Martin Furrer schon vor dem Start die Entscheidung und platzierte deshalb dort auch seine Frau Susanne als Betreuerin. Mit vollem Einsatz attackierte er dort und es  gelang ihm, sich von seinen letzten beiden Gegnern, einem Russen und einem Schweden, entscheidend abzusetzen. Bis ins Ziel nahm er seinen beiden ehemaligen Fluchtgefährten noch eine Minute respektive 3½ Minuten ab. Mit zwei Goldmedaillen und einer Silbermedaille  war der Oberegger denn auch zugleich der erfolgreichste Athlet der Schweizer Delegation und damit verantwortlich, dass auch die Schweizer Nationalhymne in Österreich gespielt werden konnte.

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