Emil Signer beendet Saison – und Karriere?

Eine Verletzung zwingt Kranzschwinger Emil Signer die Schwingersaison per sofort zu beenden.

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Was Emil Signer am vergangenen Sonntag unmittelbar nach der verletzungsbedingten Aufgabe am Nordostschweizerischen Schwingfest antönte, bestätigt er jetzt offiziell. Der 31-Jährige beendet die Saison per sofort.

Mit dem Wort «Karrierenende» tut sich der Sennenschwinger aber noch schwer. Am NOS in Gais zog sich Emil Signer im Kampf gegen den Nordwestschweizer Eidgenossen Mario Thürig einen Muskelriss mit zusätzlichem Verdacht auf Sehnenabriss im Leistenbereich zu. Eine Fortsetzung seiner Schwingerkariere über die laufende Saison hinaus sei nicht geplant gewesen. Im Geheimen spielte er gar mit dem Gedanken, seine Sportlerlaufbahn am kommenden Sonntag am Appenzeller Kantonalschwingfest – am liebsten mit einem Kranzgewinn – zu beenden. Das Schicksal wollte es anders: Der Kranz am diesjährigen Thurgauer Kantonalen sollte Signers letzter sein. «Die Gesundheit geht vor», blickt Signer der Tatsache realistisch ins Auge, «schliesslich bewirtschafte ich zusammenmit meiner Frau einen Landwirtschaftsbetrieb.» Trotz düsterer Aussicht, möchte Signer die Türe aber noch nicht komplett verschliessen. «Meine Karriere mit einer Verletzung zu beenden, gefällt mir nicht», so Signer. Ganz leise hofft er auf eine wider erwarten rasche und unkomplizierte Genesung.

Mit Emil Signer verliert der Appenzeller Schwingerverband einen seiner sicheren Werte. Insgesamt erkämpfte sich der in St.Peterzell wohnhafte und für den Schwingklub Herisau antretende Landwirt 27 Kränze. Signer eilt der Ruf eines Favoritenschrecks voraus. Seinen sportlichen Höhepunkt feierte Emil Signer mit dem Kranzgewinn im Jahr 2006 am Schwägalp-Schwinget. Während seiner Karriere erarbeitete sich Signer mit unzähligen spektakulären Gängen Sympathien weit über die Teilverbandsgrenze hinaus. Viele Eidgenossen wähnten sich glücklich, wenn sie den quirligen Sennenschwinger nicht zugeteilt bekamen.

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