Eine Niederlage, die schmerzt

Als die Innerrhoder 3. Liga-Fussballer auf dem Gründenmoos St.Gallen beim Nachtragssiel beim Tabellenletzten Besa nach 40 Minuten noch mit 2:0 in Führung lagen, dachte noch niemand an eine schmerzliche 2:3 Niederlage.

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Während der Partie sah man bald, dass sich die Albaner aus St.Gallen vor allem im Angriff verstärkt haben, hinten aber verwundbar waren. Und Letzteres nutzten die Gäste auch aus, als nach fünf Minuten Yves Broger den schnellen Dominik Siallagan mit einem Zuckerpass frei spielte und dieser aus rund 15 Metern mit einem guten Schuss in die Ecke die Appenzeller in Führung brachte. Anschliessend scheiterte Robin Stock bei einem Durchbruch nur knapp. Als Meho Mujkanovic auf der linken Abwehrseite zuwenig energisch agierte, zappelte nach einer Flanke auf die andere Seite und einem guten Schuss der Platzherren das Innerrhoder Tornetz, glücklicherweise aber nur das Seitennetz. Nach einer Unaufmerksamkeit der Gästeakteure folgte in der 22. Minute aus rund 20 Metern ein Lattenknaller an ihr Torgehäuse. Auf der anderen Seite kam Christian Knechtle nicht wunschgemäss zum Abschluss und Robin Stock wurde nach einem Zuspiel von Yves Broger gestoppt. In der 37. Minute folgte dann dennoch das 2:0, als Remo Sturzenegger mit einem Superpass Domini Siallagan bediente und dieser alleine vor dem Torhüter erfolgreich war. Vier Minuten später gelang den Einheimischen mit einem Schuss aus ca. 10 Metern der Anschlusstreffer. Noch vor dem Pausenbreak zielte Dominik Siallagan nach einem Pass von Robin Stock am Gehäuse vorbei.

Gelb-rote Karte und…
Für die zweiten 45 Minuten kamen die Gastgeber mit mehr Dampf aus den Kabinen. Als Johannes Elmiger bei einem Freistoss den Ball nach vorne abprallen liess, konnte Schaden vorerst noch vermieden werden. Dann sah aber Ylber Bajrami nach einem Foul erstmal gelb, was bald Folgen hatte. Aus dem Offside heraus startend parierte der Innerrhoder-Torwart einen Schuss gekonnt mit dem Fuss. In der Folge fehlte die Ruhe im Spiel der Gäste, die Gangart der «St.Galler» wurde härter und der in der ersten Hälfte sehr gute Schiedsrichter liess auch nach. Ein 20-Meter Schuss von Besa zischte neben den Kasten. In der 57. Minute «wischte» Ylber Bajrami den Ball nach einem Foulpfiff auf die Seite. Der Ref sah darin eine Unsportlichkeit und zeigte die gelbe/rote Karte. Also waren es nur noch zehn Innerrhoder. Nach einer Stunde folgte aus abseitsverdächtiger Position auf der rechten Seite ein Durchbruch der Platzherren. Als der Angreifer mit seinen Stollen auf die Hand des herauslaufenden Johannes Elmiger stand, kam der Stürmer zu Fall und der Schiedsrichter zeigte auf den Elfmeterpunkt. Nach dem sicher verwandelten Penalty zum 2:2 traf vier Minuten später derselbe Akteur mit einem guten Schuss nur den Pfosten. Nach einem gut geschossen Freistoss von Remo Sturzenegger konnte der gegnerische Keeper nur nach vor abwehren, was aber die Gäste nicht ausnutzen konnten. Bei einem gefährlichen und schnellen Durchbruch von Besa flog das Leder über das Tor. Als sich Robin Stock und Dominik Siallagan gekonnt durchspielten, stoppte ein Einheimische im eigenen Strafraum den Ball klar mit der Hand, aber ein Pfiff blieb aus. Etwas später hatte Dominik Siallagan mit einem Schuss von links keinen Erfolg. In der 81. Minute kam weiteres Unheil über die Innerrhoder. Ein aus 19 Meter sehr gut geschossener Freistoss landete im Tor der Appenzeller und brachte Besa den 3:2 Siegtreffer, denn die Gäste konnten trotz gutem Kampgeist nicht mehr zusetzen. Gegen die entblösste Abwehr krallte Johannes Elmiger einem Gegner den Ball von den Füssen und als Jonas Signer ausgespielt war, landete ein Heber auf den Tornetz der Appenzeller. Obwohl die Innerrhoder auch dieses Mal nicht abfielen, verloren sie zum dritten Male in dieser Rückrunde mit einem Tor Differenz und geraten damit wieder in akute Abstiegsgefahr.

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  • (Symbolbild: Bigstock)