Eine Aufholjagd sondergleichen

Wenn man nach 20 Spielminuten 0:4 im Hintertreffen ist und schiesslich doch noch einen Punkt holt, dann kann man eigentlich zufrieden sein. Bühler reiste aber mit dem 3-Punkte-Ziel auf die Kreuzbleiche. Die Partie bestach neben vielen Toren leider auch mit Tumulten nach dem Spiel.

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Die 4. Liga-Bühlerer wussten nicht was ihnen geschah. Die Gast- und zweite Mannschaft des FC Fortuna führte den FCB 20 Minuten nach allen Regeln der Fussballkunst vor. Ehe Bühler gefährlich werden konnte, stand es bereits 4:0 für die Heimmannschaft. Die Fortunesen bewiesen ihr grosses Können im Umgang mit dem Spielgerät und bei Bühler reihten sich haarsträubende Fehler aneinander. Nach dem vierten Treffer, und das war sicher kein einfaches Unterfangen, bäumten sich die Mittelländer auf und prompt gelang der Anschlusstreffer. Javier Santos lancierte Elvedin Omerovic, der präzis auf Jonathan Fausch flankte. Letzterer hatte dann keine Mühe den Ball im Tor unterzubringen. Zehn Minuten später gelang den Bühlerer beinahe der zweite Treffer. Einen Freistoss von der Strafraumgrenze wehrte der gegnerische Keeper mit grosser Mühe ab. Kurz vor dem Pausenpfiff erhöhte Fortuna auf 5:1. Ein wendiger Stürmer liess die FCB-Akteure stehen und bewies Übersicht indem er auf seinen mitgelaufenen Kollegen passte, der den Ball problemlos im Tor versorgte.

FCB Aufholjagd in der zweiten Halbzeit
Für die zweite Halbzeit nahmen sich die Spieler vom Trainerduo Pinto/Martinez einiges vor. Mit schnellen Treffern sollte wieder Hoffnung ins Spiel gebracht werden. Dies gelang. Der eingewechselte Beni Hermann köpfte einen langen Ball von Lui Pedaci an die Latte. Der Ball fiel genau vor die Füsse von Wasilli Widmer, welcher den zweiten Treffer für Bühler schoss. Wenig später zielte Tim Haug knapp daneben. In der 55. Minute keimte nochmals Hoffnung auf. Francisco Wick verwertete eine Hereingabe des kurzfristig reaktivierten Alex Rüesch zum 5:3. Es war noch mehr als eine halbe Stunden zu spielen und Bühler spürte, dass hier noch nichts gelaufen war. Umso deprimierender war das sechste Tor der Gastgeber in der 66. Minute. Nach einem Entlastungsangriff gab es Freistoss für Fortuna. Der wuchtige Freistoss fand den Weg durch die Mauer ins Tor. Wer nun dachte, dass die Bühlerer aufgeben, täuschte sich. Die Rotbächlern zeigten Charakter und holten nochmals alles in ihnen steckende raus. Und so gelang dank mit einem furiosen Finale der Ausgleich. In der 80. Minute traf Beni Hermann mit einem Superschuss zum 6:4. Zwei Minuten später stand es 6:5, dank Francisco Wick‘s zweitem Tor und in der zweitletzten Minute traf Beni Hermann zum vielumjubelten Ausgleich.
Fortuna vergab den sicher geglaubten Sieg und liess in der Folge dem Frust freien Lauf. Nach Abpfiff der Partie drangen einige Spieler und Zuschauer in die technische Zone des FC Bühler und es wurden mehrere Spieler tätlich angegriffen. Bühlers Funktionäre alarmierten die Polizei, welche kurz darauf auf dem Platz erschien aber glücklicherweise nicht mehr einschreiten musste, da sich die Situation beruhigt hatte. Sehr schade, dass dieses Torfestival so enden musste. Ob das Geschehene Konsequenzen für den Heimverein haben wird, wird sich in den nächsten Tagen zeigen.

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