Die richtige Mischung für den Pausentee

Am vergangenen Sonntag sind die Fussballer der 2. Mannschaft des FC Appenzell zum Auswärtsspiel gegen St. Otmar ins Lerchenfeld St. Gallen gereist. Nach der unglücklichen Niederlage in der Woche zuvor wollte die Truppe um Kevin Sutter und Sepp Manser eine Reaktion zeigen und die drei Punkte mit nach Hause nehmen. In einem verrückten Spiel gelang dies dank eines 4:2-Erfolgs.

  • Mohamed Omar Ali schoss für Appenzell 2 zwei Tore. (Bild: zVg)

    Mohamed Omar Ali schoss für Appenzell 2 zwei Tore. (Bild: zVg)

Die Appenzeller 4.-Liga-Fussballer legten sehr bemüht los. Trotz eines schmalen Kaders, das mit nicht weniger als fünf Spielern der 1. Mannschaft aufgefüllt werden musste, sodass immerhin zwei Joker von der Bank zur Verfügung standen, schien die Abstimmung in der Startelf von Beginn an zu stimmen. In der 9. Minute stieg der grossgewachsene Marcel Koch einmal mehr am höchsten und köpfte den Ball an die Latte. Auch in der Folge waren die Gäste aus Appenzell in der Lage, sich die eine oder andere Chance zu erarbeiten. Das Spiel fand jedoch über weite Strecken zwischen den Strafräumen statt. Die Gastgeber hatten dabei etwas mehr Ballbesitz, während der FCA die gefährlicheren Strafraumaktionen verzeichnen konnte.

In der 31. Minute reüssierten dann die Einheimischen das erste Mal. Nach einem Eckball nickte ein St. Galler unbedrängt zum 1:0 ein. Sichtlich geschockt brauchten die Gäste einige Minuten, um sich vom Gegentor zu erholen. Diese Schwächephase wurde vom Gegner nur drei Zeigerumdrehungen nach dem ersten Tor ausgenutzt. Eine Flanke, die nie und nimmer als Torschuss gedacht war, wurde immer länger und fiel hinter dem stark spielenden Michael Räss zum 2:0 für St. Otmar ins Tor. Mit diesem Resultat ging es in die Pause.

Vier Tore in 5 Minuten

Angepeitscht von den Worten des Trainers Kevin Sutter gingen die Mannen aus Appenzell zurück auf das Spielfeld und waren bis in die Haarspitzen motiviert, eine Reaktion zu zeigen. In der 51. Minute wurde Roger Zwingli von Mohammed Omar Ali lanciert. Zu seiner Überraschung stand er völlig unbedrängt vor dem Torwart. Routiniert schloss er den schönen Angriff zum Anschlusstreffer ab. Nur 1 Minute später wiederholte sich die Geschichte. Schon wieder stand Roger Zwingli alleine vor dem Torhüter und konnte den Ausgleich zum 2:2 markieren.

In der 54. Minute ging der Wahnsinn weiter. Nach einer einstudierten Freistossvariante traf Mohammed Omar Ali per direkten Freistoss ins Torwarteck zur erstmaligen Führung für Appenzell 2. Doch auch dann war der Irrsinn noch nicht vorbei. Wieder 1 Minute später erlief Mohammed Omar Ali einen zu kurz geratenen Rückpass und stocherte ihn am Torwart vorbei ins Netz zum 4:2 für die Innerrhoder. Den Appenzellern gelang das Kunststück, innerhalb von 5 Minuten das Spiel komplett zu drehen und vier Tore zu erzielen. Was bleibt, ist die Frage, was Kevin Sutter seinen Mannen in den Pausentee gemischt hat. In der Folge legten die Gäste jedenfalls Wert darauf, das Spiel zu beruhigen. Die Gastgeber hingegen brausten so richtig auf. Der Schiedsrichter wusste sich oft nur mit gelben Karten zu helfen. Das negative Verhalten der St. Galler gipfelte in einer völlig verdienten roten Karte, die sich der Otmar-Stürmer für ein grobes Foul am stark spielenden Marvin Schneider abholte.

Die letzten 20 Minuten waren geprägt von vielen Fouls und Unterbrechungen. Auch die Gäste konnten nur noch wenige Nadelstiche setzen. So beispielsweise in der 77. Minute, als Mario Breitenmoser sehr schön freigespielt wurde, aber nicht reüssierte. So blieb es letztlich beim 4:2 für Appenzell.

Unentschieden im Derby gegen Teufen

In einem rassigen und spannenden Spiel haben sich die beiden Junioren-D-Teams von Teufen und Appenzell a 3:3 unentschieden getrennt, wobei die Innerrhoder einen Zweitore-Vorsprung preisgeben mussten.

Es war noch keine Minute gespielt, schon eröffneten die Innerrhoder Gäste das Skore. Einen schnörkellos vorgetragenen Angriff verwandelte der Stürmer aus spitzem Winkel. In der Folge entwickelte sich ein Spiel mit Möglichkeiten hüben wie drüben. Die beste Abschlusschance setzten die Ausserrhoder an den Pfosten. Im zweiten Drittel bewiesen die Einheimischen, weshalb sie bisher alle Spiele gewinnen konnten. Doch die Innerrhoder hielten gut dagegen. Den nächsten Treffer erzielte gleichwohl Teufen, als es nach einer Balleroberung und einem Sololauf zum 1:1 kam. Die Innerrhoder erspielten sich weiter gute Möglichkeiten, von denen sie eine verwerten konnten.

Im letzten Drittel bauten die Appenzeller ihre 2:1-Führung zunächst aus. Danach begann die Partie zu kippen. Die Teufner setzten ihre Gegner mit schnellen Passfolgen unter Druck, wobei die Gäste den Schaden lange abwenden konnten. Bis zum Spielende vermochten die Ausserrhoder aber doch auszugleichen. Beide Gegentore zum 3:3-Schlussstand wurden von einem Innerrhoder in das eigene Tor abgelenkt. Das Unentschieden war aufgrund der Spielanteile gerecht.

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