Die ersten Punkte auf dem Konto

Vergangenes Wochenende ist für die Herren 1 des UH Appenzell die erste Doppelrunde der 1.-Liga-Saison angestanden. Am Samstag empfing man die Gators aus dem Rheintal zum Derby im Gringel, am Sonntag ging es nach Altendorf zu den abgestiegenen Red Devils March-Höfe.

  • Die Herren 1 des UH Appenzell bejubeln den ersten Sieg der Saison. (Bild: Monika Schmid)

    Die Herren 1 des UH Appenzell bejubeln den ersten Sieg der Saison. (Bild: Monika Schmid)

Vor dem Spiel gegen die Rheintal Gators Widnau durfte man aus Sicht von Unihockey Appenzell (UHA) durchaus positiv gestimmt sein. In der letzten Saison gewannen beide Teams jeweils ihre Heimspiele, weshalb der UHA als Gastgeber auch am Samstag mit Selbstvertrauen in die Partie starten konnte.
Zu Beginn lief es dann allerdings nicht wie gewünscht. Schon nach 45 Sekunden reüssierten die Gäste aus dem Rheintal das erste Mal. Der UHA bewies aber, dass ihn das nicht aus dem Konzept bringen konnte, und fand immer besser ins Spiel. Das zeigte sich bald auch auf der Anzeigetafel: Joel Untersander vollendete in der 5. Minute einen schön vorgetragenen Konter auf Pass von Pascal Frischknecht. In der Folge hatten die Appenzeller etwas mehr Ballbesitz und überstanden eine Unterzahlsituation schadlos. Nach 13 Minuten lancierte Torhüter Cédric Sutter Julian Alder, der sich nicht zwei Mal bitten liess und die Führung für das Heimteam bewerkstelligte. Die Gäste erwischten einige schwache Minuten, in welchen Aldo Blaser weitere zwei Tore für die Hausherren erzielte. Darauf wussten jedoch auch die Gators noch zu antworten und sie trafen zum Pausenstand von 4:2 zugunsten der Innerrhoder.

Umkämpfter zweiter Durchgang

Das zweite Drittel startete mit zwei Unterzahlsituationen des Heimteams. Man verteidigte mit allem, was man hatte, und konnte den Vorsprung tatsächlich halten. Die Unihockey Rheintal Gators spielten weiterhin mit viel Druck auf das Appenzeller Tor und hatten einige Chancen, die entweder geblockt oder von Cédric Sutter vereitelt wurden. In der 34. Minute schoss Julian Alder den UHA gar noch höher in Führung. Sein Treffer zum 5:2 war zugleich das einzige Tor des Drittels – ein Drittel geprägt von harten Zweikämpfen und einigen Diskussionen zwischen den Teams und den Schiedsrichtern.

Der Appenzeller Herren-1-Mannschaft war klar: Mit einer 5:2-Führung im Rücken darf dieses Spiel nicht mehr verloren werden. In erster Linie sollte die Defensive sicher bleiben, um damit den Grundstein für eine weiter effiziente Offensive zu legen. Dies gelang dem Heimteam dann auch in souveräner Manier. In der 42. Minute markierte Aldo Blaser sein drittes Tor und Pascal Frischknecht steuerte seinen dritten Assist bei. Kurz darauf stellte Jonas Neff auf Pass von Julian Alder gleich auf 7:2. In der Folge kamen die Gators zum 3:7, konnten aber gleich danach eine Überzahlsituation nicht zu ihren Gunsten nutzen. Anders war das beim UHA: Aldo Blaser brauchte nur 8 Sekunden im Powerplay, um Yves Angehrn den Ball aufzulegen, der gekonnt zum 8:3 abschloss. Dieser fand sichtlich Gefallen daran, Tore zu schiessen. Denn nur 2 Minuten später erzielte Yves Angehrn sein zweites Tor an diesem Abend. Die Vorarbeit kam von Julian Alder, dem besten Spieler des Abends. Die letzten 5 Minuten des Spiels gehörten dann noch den Gästen, welche aus ihrer Sicht zum Schlussstand von 5:9 verkürzten.

Mit diesem Sieg holte sich der UHA die ersten drei Punkte der Saison auf sein Konto. Nun war es wichtig, das gute Gefühl mit in die zweite Partie des Wochenendes zu nehmen und – vor allem – gut zu regenerieren.

Gegen den NLB-Absteiger

Am Sonntag wartete mit den Red Devils March-Höfe der Absteiger aus der NLB auf den UH Appenzell. Letzte Saison begegnete man sich im Cup, wo die Innerrhoder als frische 1.-Liga-Aufsteiger sensationell den NLB-Vertreter schlugen und sich die Affiche gegen den NLA-Club Chur Unihockey sichern konnten. In dieser Saison hinken die Red Devils March-Höfe mit drei Punkten aus drei Spielen wohl etwas ihren Erwartungen als Absteiger hinterher, weshalb der Vergleich durchaus Spannung versprach.
Die Startphase der Partie war geprägt von gegenseitigem Abtasten, es passierte kaum Nennenswertes. Nur einmal kam ein bisschen Unruhe auf, als die Schiedsrichter einen aus Sicht der Appenzeller glasklaren Penalty nicht gaben. Beide Teams konzentrierten sich auf die Defensive und schafften es noch nicht, in der Offensive zu hochkarätigen Chancen zu kommen. Das erste Drittel endete ohne Torerfolg der beiden Teams.

Das zweite Drittel begann in ähnlichem Stil. Sowohl die Appenzeller als auch die Schwyzer hatten Chancen, die entweder von der Defensive oder den beiden starken Torhütern vereitelt wurden. In der 33. Minute konnten die Devils bereits zum zweiten Mal in Überzahl agieren, trafen aber weiterhin nicht ins Tor. Damit endete auch das zweite Drittel mit 0:0.

Zu Beginn des Schlussdrittels konnte der UHA 2 Minuten in Überzahl spielen, jedoch ohne Erfolg. Es dauerte 49 Minuten, bis endlich das erste Tor fiel. Mike Zahner erlöste die Innerrhoder Gäste mit seinem ersten Tor für den Verein. Den Assist liess sich Pascal Frischknecht gutschreiben. In der Folge drückten die Red Devils March-Höfe praktisch pausenlos auf das Appenzeller Tor und hatten einige Grosschancen, die alle von Cédric Sutter (teilweise mirakulös) abgewehrt wurden. Der Goalie des UHA machte eines seiner besten Spiele und war der mit Abstand beste Appenzeller an diesem Abend. Die Innerrhoder Herren 1 konzentrierten sich auf Kontersituationen und kamen hin und wieder zu guten Chancen, die jedoch von Cédric Sutters Pendant vereitelt wurden. In der 53. Minute musste dann aber auch der UHA-Goalie erstmals hinter sich greifen. Die Devils glichen zum umjubelten 1:1 aus. Aus Sicht des UHA ging nicht mehr viel, man rettete sich dennoch in die Verlängerung und sicherte sich so mindestens einen Punkt. In der Verlängerung dauerte es aber nur 2 Minuten, bis die Schwyzer erfolgreich waren und es für den UH Appenzell bei einem Punkt blieb.

Auf Platz zehn

Somit stehen die Appenzeller bei vier Punkten nach vier Spielen auf Platz zehn in der 1.-Liga-Tabelle. Die Situation sieht auf den ersten Blick nicht sehr vorteilhaft aus. Wenn man aber bedenkt, dass man bisher meist höher eingeschätzte Gegner hatte, sieht die Lage wieder ganz anders aus. Nichtsdestotrotz müssen die Herren 1 weiter hart arbeiten, da auch am vergangenen Wochenende noch nicht alles perfekt gemacht wurde. Man holt zurzeit zu viele unnötige Strafen und macht sich das Leben selbst schwer. Dies gilt es, so schnell wie möglich abzuschalten.

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Telegramm Samstag

Unihockey Appenzell – Unihockey Rheintal Gators 9:5 (4:2, 1:0, 4:3). Turnhalle Gringel, Appenzell – 209 Zuschauer. Sr. Brändle/Manser.

Tore: 1. N. Wyss (L. Paus) 0:1. 5. J. Untersander (P. Frischknecht) 1:1. 14. J. Alder (C. Sutter) 2:1. 15. A. Blaser (P. Frischknecht) 3:1. 16. A. Blaser (M. Solenthaler) 4:1. 17. R. Hunziker (C. Siegrist) 4:2. 35. J. Alder 5:2. 42. A. Blaser (P. Frischknecht) 6:2. 43. J. Neff (J. Alder) 7:2. 47. J. Stieger (C. Siegrist) 7:3. 52. Y. Angehrn (A. Blaser) 8:3. 54. Y. Angehrn (J. Alder) 9:3. 56. S. Schiess (C. Siegrist) 9:4. 57. A. Baumgartner (J. Stieger) 9:5.

Strafen: fünf Mal 2 Minuten gegen Unihockey Appenzell, zwei Mal 2 Minuten gegen Unihockey Rheintal Gators.

Telegramm Sonntag

Red Devils March-Höfe – Unihockey Appenzell 2:1 n.V. (0:0, 0:0, 1:1, 1:0). Mehrzweckhalle, Altendorf – 150 Zuschauer – Sr. Clémençon/Zollinger.

Tore: 49. M. Zahner (P. Frischknecht) 0:1. 53. R. Zellweger (J. Wittenwiler) 1:1. 63. D. van Welie (Dam. Fässler) 2:1.

Strafen: einmal 2 Minuten gegen Red Devils March-Höfe, vier Mal 2 Minuten gegen Unihockey Appenzell.

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  • Reka Elisabeth Frischknecht zVg
  • Nadine Küng Präsidentin der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde

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