Die 2.-Liga-Handballerinnen verlieren gegen den Tabellenführer knapp

Das Desaster von vergangener Woche war abgehackt und könnte nach dieser Partie als Ausrutscher bezeichnet werden. Die Appenzellerinnen boten ein äusserst spannendes Spiel. Trotz starker Team-Leistung mussten sie den Gegnerinnen das bessere Ende zugestehen.

  • Giulia Maselli setzt zum Abschluss an. (Bilder: Fabian Koller)

    Giulia Maselli setzt zum Abschluss an. (Bilder: Fabian Koller)

  • Celine Oberle zeigte nicht nur im Angriff, sondern auch in der Abwehr eine starke Leistung.

    Celine Oberle zeigte nicht nur im Angriff, sondern auch in der Abwehr eine starke Leistung.

Das junge Team von Reto Zuglian und Julien Clavien schien an diesem Samstag wie ausgewechselt. Hellwach und bereit für die Revanche gegen die Damen des SV Fides, traten sie von Anfang an selbstbewusst ihren Kontrahentinnen gegenüber. Vor allem in der Abwehr zeigten die Innerrhoderinnen eine starke Leistung. Das heimische Team stand den Tabellenführerinnen in nichts nach. Es war ein Spiel auf Augenhöhe. Während die Appenzellerinnen bis dato bereits mit zwei Niederlagen in die Partie starteten, stand Fides nach wie vor mir reiner Weste da. Das Ziel war klar.

Ausgeglichene erste Halbzeit

Von der ersten Minute an boten beide Mannschaften Handball vom Feinsten. Die St. Gallerinnen legten das Tempo vor, die Gastgeberinnen hielten mit. Trotz ein paar unglücklichen Abschlüssen und ein paar wenigen technischen Fehlern, gelang es dem Heimteam das «Davonziehen» der Gegnerinnen zu unterbinden. Auch ein abgewendeter Siebenmeter verhinderte Schlimmeres. Allerdings kam Fides über die Flügelposition immer wieder zu leichten Toren. Obschon Appenzell zeitweilig mit drei Toren im Rückstand war, wurde nicht aufgegeben. Durch eine starke Abwehr, sowie mutigen Täuschungen gelang Appenzell bis zur Pause der Ausgleich zum 12:12.

Kein Exploit in Halbzeit zwei

Gleich zu Beginn der 2. Halbzeit gelang Fides der Führungstreffer. Danach war ganze sieben Minuten lang Funkstille was das «Einnetzen» anbelangte. Beide Teams zeigten sich noch stärker in der Abwehr, so dass ein Abschluss schlicht unmöglich wurde. Erst in der 39. Minute gelang Appenzell ein weiterer Ausgleich auf 13:13. Das Spiel ging dann über eine Viertelstunde so weiter. Fides legte vor, die Innerrhoderinnen rückten nach. Den Gästen gelang es nicht mehr, sich deutlich abzusetzen. Nur in den letzten drei Minuten wendete sich das Blatt zu Gunsten der Frauen des SV Fides. In der letzten Minute hätten die Appenzellerinnen die Möglichkeit zum Ausgleich gehabt, konnten die Chance aber nicht nutzen und förmlich in der letzten Sekunde mit der Sirene, fixierte der SV Fides das Schlussresultat 19:21.

Trotz der Niederlage zeigte sich das Trainerduo äusserst zufrieden mit der Mannschaftsleistung. Das Tempo konnte während 60 Minuten aufrechterhalten werden. Ausserdem hatte Appenzell während der ganzen Partie nie einen «Hänger». Die Verteidigung war top, allerdings auch auf der Gegenseite.

Appenzell bleibt momentan auf Rang 3, mit einer Partie weniger als sämtliche anderen Teams der Gruppe. Nächsten Donnerstag haben die Frauen in Rorschach anzutreten. Im Hinspiel gewannen die Innerrhoderinnen gegen den HC Goldach-Rorschach äusserst knapp. Noch drei Partien sind auszutragen und das Ziel ist klar: Verlieren verboten.

Für Appenzell standen im Einsatz: Jael Fässler (8 Paraden), Ronja Manser (3), Andrina Inauen (1), Leonie Hehli (2), Valeria Buchmann, Léonie Schiegg (7/3) Lorina Sutter, Lynn Rusch, Celine Oberle (2), Giulia Maselli (3), June Fritsche (2), Elena Schmid

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  • Symbolbild: bigstock

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