Bühler chancenlos gegen Bischofszell

Gegen ein verstärktes Bischofszell hatte Bühler keine Chance. Es sind die ersten Punktverluste auf fremdem Terrain, was den sensationellen Saisonverlauf der Bühlerer wiederspiegelt.

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Es war eigentlich zu erwarten, dass sich die Thurgauer in diesem Wochenspiel mit Spielern aus der ersten Mannschaft (3. Liga Spitze) verstärken würde. Dass dann aber gleich ¾ des Teams aus „Eins-Spielern“ bestand, war natürlich schon bitter für die Pinto-Elf. Die Druckphase der Bischofszeller trug bereits in der 15. Minute Früchte, als der Ball im FCB-Tor zappelte. Einen Eckball wehrte Torwart Dunder nur ungenügend ab und ein Heimspieler bugsierte den Ball über die Linie. Wenige Augenblicke zuvor gab es eine brenzlige Szene auf der anderen Seite. Alex Rüesch tankte sich im Strafraum durch. Die gegnerische Berührung an Rüesch’s Fersen, hat in anderen Spielen auch schon zu einem Penaltypfiff geführt. Bühler erholte sich schnell von diesem Rückschlag und glich sieben Minuten später aus. Diesmal patzte die gegnerische Abwehr. Rüesch erbte einen Ballverlust und netzte den Ball nach gekonntem Slalom durch die ganze Abwehr ein. Leider musste der Torschütze kurz darauf verletzt ausgewechselt werden – Nachwehen der vermeintlichen Penaltyszene.

Nach dem Ausgleich spielten die Gastgeber dann gross auf. Ihr schnelles, präzises und effektives Passpiel, liess den Bühlerern nicht den Hauch einer Chance am Spiel zu partizipieren. Zu gross war der Klassenunterschied.

 

Doppelschlag nach einer halben Stunde entscheidet die Partie

In der 26. Minute wurde Bühlers Hintermannschaft so richtig durchgewirbelt. Pass in die Tiefe über die Seite, perfekte Flanke auf den zweiten Pfosten, Kopfball zurück ins Zentrum, trockener Schuss, Tor, 2:1 für die Thurgauer. Bühlers Abwehr ging das alles etwas zu schnell. Das war aber noch nicht genug. Vier Minuten später donnerte ein Bischofszeller einen Freistoss aus 30 Metern auf Dunders Tor. Dunder konnte das Geschoss nur nach vorne abprallen lassen und wieder war ein Heimspieler schneller und schob zur beruhigenden 3:1-Führung ein. Zwar hatte Bühler in der Folge mit einem guten Schuss von Dimitri Waldburger und einer grossen Möglichkeit Tobias Bruderers – nach Superauskick Dunders – die Gelegenheit den Anschluss nochmals zu schaffen, was aber nicht gelang. Sozusagen mit dem Pausenpfiff gelang den neuntplatzierten gar das 4:1. Einmal mehr stand die Bühlerer Defensive, samt Mittelfeld alles andere als an den vorgesehenen Positionen, was einem Rosenstädter ermöglichte, mit einem wunderbaren Heber den Ball ins Netz zu befördern. Danach war Pause und die überforderten aber aufopferungsvoll kämpfenden Appenzeller durften zum verdienten Pausentee. Die Bischofsteller verdienten sich den Vorsprung dank einer Meisterleistung. Ob das wohl in der angestammten Formation auch möglich gewesen wäre?

Die zweite Halbzeit ist rasch erzählt. Die Einheimischen kontrollierten die Partie mit Minimalaufwand und dem FCB fehlte die Kraft und Überzeugung gegen diesen übermächtig scheinenden Gegner noch etwas reissen. Ausser ein paar Kleinchancen Hüben und Drüben und einem zu Unrecht wegen Abseits aberkannten Tor der Thurgauer, passierte nicht mehr viel.

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