Aussergewöhnliches Spiel mit hohem Sieg

Nach den Schneefällen auf dem Kunstrasen sahen die Zuschauer kein übliches Spiel, welches Appenzell gegen Rorschach 2 mit 6:1 (1:0) gewann.

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Zu Beginn besassen die Gäste drei glasklare Chancen und hätten klar in Führung sein können, ja müssen. Dann musste sich bei Appenzell schon nach neun Minuten Abwehrchef Michael Brander verletzt auswechseln lassen. Die Einheimischen kamen erst langsam auch ins Spiel. Und in der 23. Minute erzielten die Platzherren nach einer Kombination von Amar Uzunovic zu Silvano Eberle und zu Marco Knechtle durch Letzteren ein Traumtor. In der 43. Minute traf Marco Knechtle bei einem Durchbruch über rechts die Latte und in der Nachspielzeit reklamierten die Gäste bei einer Intervention von Torhüter Johannes Elmiger Penalty. Als die Spieler zur Halbzeit schritten, fiel auf, dass der einheimische Keeper stark hinkte. Es stellte sich dann in der Kabine heraus, dass er nicht mehr weiter machen konnte. Und weil bei Appenzell kein gelernter Torwart auf der Bank sass, musste sich für die zweite Halbzeit Ylber Bajrami das Torhüterdress überziehen. Appenzell begann aber stark und konnte dies bis zum Schluss durchziehen. Glücklicherweise fiel bereits in der 50. Minute das 2:0. Der gegnerische Keeper wehrte einen Schuss nach vorne ab, und Marco Knechtle konnte erben und einköpfeln. Innert sechs Minuten machten dann die Platzherren mit zwei weiteren Treffern durch Sepp Peterer und Maurus Fässler bereits alles klar. Man glaubte es kaum, aber Appenzell lag mit 4:0 vorne. Und nach 71 Minuten hiess es nach einem Sturmlauf von Dominik Siallagan gar 5:0, bevor 120 Sekunden später den unglücklich agierenden Gästen der verdiente Ehrentreffer gelang. Als kurz vor dem Ende der Rorschacher-Hüter – dessen Statur (sehr klein gewachsen) und die körperliche Verfassung für eine 3. Liga-Mannschaft wohl nicht ideal waren – Dominik Siallagan foulte, verwandelte Silvano Eberle den Penalty zum 6:1 Schlussresultat. Auch wenn Appenzell zu hoch gewann, verdiente es sich den Sieg dennoch mit einer erneut gelungenen Darbietung je länger das Spiel dauerte. «Verlegenheitstorwart» Ylber Bajrami hatte nur wenige Weitschüsse zu halten, spielte aber beim Herauslaufen – wie beinahe Manuel Neuer – gut mit. Und so liegt Appenzell in der Tabelle auf Rang vier.

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