Appenzellerinnen zeigen eine starke Reaktion

Die Damen des UH Appenzells spielen in den NLB-Playoff-Viertelfinals gegen die Nesslau Sharks. Vergangenes Wochenende fanden die Spiele zwei und drei der Best-of-5-Serie statt. Jeweils gewann das Auswärtsteam – das Spiel am Freitagabend Nesslau in Appenzell und Sonntag, dank einer starken Teamleistung, die Appenzellerinnen, die sich damit die Führung in der Play-off-Serie zurückholten.

  • Die UHA-Frauen liegen im Play-off-Viertelfinal 2:1 in Führung. (Bilder: Claudio Schwarz / unihockey-fotos.ch)

    Die UHA-Frauen liegen im Play-off-Viertelfinal 2:1 in Führung. (Bilder: Claudio Schwarz / unihockey-fotos.ch)

Die Damen des UH Appenzells starteten motiviert in das zweite Play-off-Spiel der Viertelfinalserie, welches vor dem Heimpublikum im Gringel stattfand. Bereits von Anfang an konnten beide Seiten gute Chancen erspielen. Auf Seiten der Appenzellerinnen fehlte jedoch die nötige Entschlossenheit, den Ball im Tor versenken zu wollen. Auch Nesslau hatte zunächst Mühe, gefährliche Chancen zu kreieren.
Bei einem Abpraller vor dem eigenen Tor waren die Appenzellerinnen jedoch einen Moment zu wenig konsequent, was die Nesslauerinnen ausnutzten und zum ersten Mal an diesem Abend jubeln konnten. Mit 0:1 ging es in die erste Drittelspause. Für die Damen des UH Appenzells gab es genug Chancen, doch galt es, die Geduld nicht zu verlieren und darauf zu vertrauen, dass der Ball den Weg ins Tor findet.

Viel Hektik, keine Tore

Mit dieser Einstellung wurde ins zweite Drittel gestartet. Dieses war geprägt von Chancen, zwei Minutenstrafen und fehlenden Toren. Weder Nesslau noch Appenzell gelang es, ihre Möglichkeiten zu verwerten. Die Zweikämpfe wurden härter und durch die immer lauter werdenden Fans angetrieben, kämpften die Appenzellerinnen um jeden Ball.

Ins dritte Drittel wurde ähnlich wie ins zweite gestartet. Eine erneute UHA-Unterzahlsituation konnte ohne Tor überstanden werden. In der 54. Spielminute nutzten die Nesslauerinnen eine Kontersituation eiskalt zum 0:2 aus. Appenzell nahm daraufhin ein Timeout und ersetzte Torhüterin Meier durch eine sechste Feldspielerin. Nutzte aber nicht, das Glück war auf Seite von Nesslau, die in der 57. Minute den Ball im leeren Tor zum 0:3-Endstand versenkten. In der Play-off-Serie stand somit 1:1.

Souveräner Auswärtssieg

Bereits am Sonntagabend fand das dritte Spiel, diesmal wieder auswärts in Nesslau, statt. Appenzell nutzten den Frust des verlorenen zweiten Spiels als Motivation. Die Appenzellerinnen konnten von Anfang an mehr Abschlüsse auf das Tor generieren. Sie spielten ruhig und mit Geduld. In der Defensive wurde um jeden Ball gekämpft und sauber geblockt.

Und in der 17. Spielminute wurden die Appenzellerinnen das erste Mal belohnt. Chiara Sonderer konnte einen Pass von Laura Inauen zum 1:0 verwerten. Auch ins zweite Drittel starteten die Appenzellerinnen fokussiert und entschlossen. Eine Überzahlsituation zu Gunsten des UHA konnte nicht genutzt werden. Die Appenzellerinnen hatten danach ein wenig Mühe, wieder zurück in ihr sauberes Spiel zu finden. Chiara Sonderer setzte dem jedoch ein Ende, indem sie ihr zweites Tor an diesem Abend zum 2:0 (37.) erzielte.

Erster Matchball für Appenzell

Den Schwung der ersten beiden Drittel nahmen die Appenzellerinnen auch mit in den letzten Abschnitt. Karin Fässler gelang es nur 45 Sekunden nach Anpfiff Appenzell mit 3:0 weiter in Führung zu bringen.
Daraufhin machten die Nesslauerinnen mehr Druck und konnten mehr Schüsse auf das Tor der Appenzellerinnen bringen. Die Damen des UH Appenzells leisteten jedoch weiter eine hervorragende Defensivarbeit. Die Bälle, die trotzdem den Weg zum Tor fanden, wurden von der Torhüterin Marianne Meier souverän gehalten. Auch eine Zweiminutenstrafe gegen UHA wurde überstanden. In einem letzten Versuch, doch noch aufholen zu können, nahm Nesslau ein Timeout und ersetzte ihre Torhüterin durch eine sechste Spielerinn. Das ging aber, wie am Freitag für UHA nach hinten los und die Appenzellerinnen machten innerhalb von zehn Sekunden noch die Treffer zum 4:0 und zum 5:0-Endstand.

In der Viertelfinalserie steht es somit 2:1 für Appenzell. Am Samstag (20 Uhr, Gringel) findet das vierte Spiel gegen die Nesslau Sharks statt. Gewinnen die Appenzellerinnen stehen sie im Halbfinal. Verlieren sie, steigt das Entscheidungsspiel am Sonntagabend in Nesslau statt.

Telegramm

UH Appenzell – Nesslau Sharks 0:3 (0:1, 0:0, 0:2)
Turnhalle Gringel, Appenzell. 218 Zuschauer. SR Bösch/Meier
Tore: 10. S. Scherrer (K. Schlumpf) 0:1. 55. K. Phumma (M. Frey) 0:2. 58. K. Phumma 0:3.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen UH Appenzell. 2mal 2 Minuten gegen Nesslau Sharks.
UH Appenzell: Charlotte Johnsrud, Marianne Meier, Melanie Born, Cindy Koller, Fabienne Inauen, Karin Fässler, Corinne Knellwolf, Anja Sonderegger, Mia Leibundgut, Svenja Manser, Sabrina Schmid, Vivianne Manser, Laura Inauen, Nicole Fässler, Livia Heller, Ronja Graf, Samira Eberle, Sabrina Inauen, Larinja Speck, Ladina Moser, Chiara Sonderer, Julia Morosi. Trainer: Marco Kipfer, Myriam Sonderer, Andy Ferro.
Bemerkungen: Ladina Moser (UH Appenzell) und Sheril Schmid (Nesslau Sharks) als beste Spielerinnen ausgezeichnet.

Nesslau Sharks – UH Appenzell 0:5 (0:1, 0:1, 0:3)
Sporthalle Büelen, Nesslau. 180 Zuschauer. SR De-Marchi/Nievergelt.
Tore: 18. C. Sonderer (L. Inauen) 0:1. 37. C. Sonderer (V. Manser) 0:2. 41. K. Fässler 0:3. 60. C. Sonderer 0:4. 60. R. Graf (Sa. Schmid) 0:5.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Nesslau Sharks. 1mal 2 Minuten gegen UH Appenzell.
UH Appenzell: Charlotte Johnsrud, Marianne Meier, Melanie Born, Cindy Koller, Karin Fässler, Corinne Knellwolf, Svenja Manser, Sabrina Schmid, Vivianne Manser, Laura Inauen, Nicole Fässler, Livia Heller, Ronja Graf, Samira Eberle, Sabrina Inauen, Larinja Speck, Ladina Moser, Chiara Sonderer, Julia Morosi. Trainer: Marco Kipfer, Myriam Sonderer.
Bemerkungen: Chiara Sonderer (UH Appenzell) und Daniela Brunner (Nesslau Sharks) als beste Spielerinnen ausgezeichnet.

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  • (Symbolbild: fotolia)

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